(openPR) „Vertreter der Pflegeberufe verlangen eine größere Eigenverantwortung für ihre Berufsgruppe. Dazu erwarte man ein klares Signal aus der Politik, sagte die Präsidentin des Deutschen Pflegerates (DPR), Marie-Luise Müller, am Freitag in Berlin...
Die Berliner Medizin-Soziologin und Mitglied im Sachverständigenrat des Gesundheitswesens, Adelheid Kuhlmey, betonte, dass der Wandel im Gesundheitswesen in den vergangenen Jahrzehnten eine neue Aufgabenverteilung verlange. Sie habe zwar Verständnis für Ängste vor Veränderungen. Die Ärzteschaft könne aber nicht so tun, als habe sich nichts verändert.“
Quelle: Deutsches Ärzteblatt (15.01.08) >>> http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=31191
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Das berufspolitische Ziel der Berufsverbände ist seit geraumer Zeit klar umrissen und in der Tat lassen sich Veränderungen in der medizinischen Versorgungslandschaft nicht leugnen. Problematisch ist allerdings, dass entgegen der Meinung der Berufsverbände die Rechtsfragen, die mit der Delegation von arztspezifischen Aufgaben verbunden sind, nicht hinreichend geklärt sind. Dies ergibt sich ohne Frage auch aus dem Gutachten des Sachverständigenrats und von daher besteht kein Anlass zur Euphorie. Die eingeforderte größere Eigenverantwortung für das Pflegepersonal korrespondiert nicht nur mit einer Neuordnung der Gesundheitsberufe, sondern vor allem auch mit einer Anpassung der einschlägigen Rechtsgrundlagen, die weit über das Berufsrecht hinausragen.




















