25.01.2008 - 09:30 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Mit individueller Mezzanine-Finanzierung neue Perspektiven schaffen
Pressemitteilung von: Gündel & Katzorke Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Nach dem Einbruch des einstigen Wachstumsmarktes von Standard-Mezzanine für mittelständische Un-ternehmen geht der Trend bei der Mittelstandsfinanzierung zu individuellem Mezzanine-Kapital.
Göttingen, 25.01.2008 - Das Volumen der emittierten Mezzanine-Verbriefungen sank im vergangenen Jahr von 1,4 Mrd. Euro im Jahr 2006 auf 580 Mill. Euro. Wesentliche Ursache hierfür: Fehlspekulationen internationaler Banken über intransparente Finanzierungsstrukturen bei ihren Investments in zweitklassige US-Immobilien. Die daraus resultierende Skepsis Institutioneller Investoren gegenüber Verbriefungsprogrammen und der damit ver-bundene rapide Liquiditätsrückgang von institutionellem Kapital bleiben auch für den deutschen Mittelstand nicht ohne Folgen. Denn in den vergangenen fünf Jahren wurden auch die Voraussetzungen für die Finanzierung durch die Mezzanine-Programmen immer mehr gelockert wurden. Während zunächst nur bonitätsstarke Unter-nehmen mit einem Umsatz von über 25 Mio. Euro der indirekte Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet wurde, lagen die Umsatzanforderungen bei vielen der Programme zuletzt deutlich unter dieser Größenordnung. Auch eine Bonität im Investmentgrade-Bereich war nicht mehr zwingende Voraussetzung, so dass die derzeitige Skepsis der Institutionellen Investoren nachvollziehbar ist.
Mehr Nachfrage nach Individual-Mezzanine
Die logische Folge dieser Entwicklung: Ein starker Anstieg der Nachfrage nach individuell strukturiertem Mezza-nine-Kapital. Das bietet gerade für mittelständische Unternehmen viele Vorteile. „Neben der Ausrichtung an den konkreten Finanzierungsanlass des Unternehmen sind dies vor allem eine Verbesserung der Bonität, des Ratings und damit der Fremdfinanzierungsfähigkeit des Unternehmens, ohne dass die Gesellschafterverhältnisse beein-trächtigt werden“, führt Matthias Gündel von der auf Mittelstandsfinanzierung spezialisierten Kanzlei Gündel & Katzorke aus. „Als Genussrecht oder stille Beteiligung richtig strukturiert, hat Mezzanine-Kapital sogar bilanziell Eigenkapitalcharakter, was nur bei wenigen Mezzanine-Programmen der Fall ist. Die Finanzierungskosten kön-nen auch nach der Unternehmenssteuerreform 2008 grundsätzlich steuerlich als Betriebsausgaben abgesetzt werden“, so der Finanzierungsexperte.
Neben den jetzt verstärkt angebotenen individuellen Mezzanine-Finanzierungen der Banken und den förderorien-tierten Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften kommen auch Privatanleger als Kapitalgeber in Betracht. Im Rahmen einer sog. Mezzanine-Eigenemission wird der Mittelständler zum Anbieter eines eigenen Anlagepro-dukts und verschafft sich so selbst den Zugang zum Kapitalmarkt. Erfolgreiche Beispiele sind hier etwa der Tür-beschlagsystemhersteller ECO Schulte aus Menden, das Emsdettener Haustechnikunternehmen TECE und sogar der 1. FC Köln. Aber auch über die Börse können individuelle Mezzanine-Finanzierungen, etwa über Ge-nussscheine oder nachrangige Anleihen platziert werden, wie Bertelsmann und Boetzelen gezeigt haben. So werden an den deutschen Börsen mittlerweile mehr als 800 Genussscheine notiert.
Attraktivität durch individuelle Ausgestaltung
Besonders attraktiv ist die Eigenemission durch flexible Vergabemodalitäten. Denn, „genau wie bei einer indivi-duellen Mezzanine-Finanzierung durch einen institutionellen Investor lassen sich Vergütung, Laufzeit und Kapi-taldienststruktur bei einer Mezzanine-Eigenemission individuell an die wirtschaftlichen Bedürfnisse und die stra-tegische Ausrichtung des Unternehmens wie auch die Interessen der Investoren anpassen“ erklärt Gündel.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Gündel & Katzorke
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Theaterplatz 9
D-37073 Göttingen
Tel.: 0551 - 44343
Fax: 0551 - 44330
Die Kanzlei betreut seit vielen Jahren kleine und mittelständische Unternehmen in allen praktischen und rechtlichen Fragen der (Eigen-) Kapitalbeschaffung. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Umsetzung von Transaktionen in den Bereichen Private Equity und Mezzanine-Kapital, insbesondere die umfassende Betreuung von Unternehmen im Rahmen außerbörslicher Kapitalmarktemissionen, strukturierter Finanzierungen und institutioneller Mezzanine-Programme. Sie hat eine Vielzahl von mittelständische Unternehmen an die Kapitalmärkte geführt und es ihnen ermöglicht, ihre Kapitalausstattung mittels der geeigneten Finanzierungsinstrumente nachhaltig zu verbessern.
Göttingen, 25.01.2008 - Das Volumen der emittierten Mezzanine-Verbriefungen sank im vergangenen Jahr von 1,4 Mrd. Euro im Jahr 2006 auf 580 Mill. Euro. Wesentliche Ursache hierfür: Fehlspekulationen internationaler Banken über intransparente Finanzierungsstrukturen bei ihren Investments in zweitklassige US-Immobilien. Die daraus resultierende Skepsis Institutioneller Investoren gegenüber Verbriefungsprogrammen und der damit ver-bundene rapide Liquiditätsrückgang von institutionellem Kapital bleiben auch für den deutschen Mittelstand nicht ohne Folgen. Denn in den vergangenen fünf Jahren wurden auch die Voraussetzungen für die Finanzierung durch die Mezzanine-Programmen immer mehr gelockert wurden. Während zunächst nur bonitätsstarke Unter-nehmen mit einem Umsatz von über 25 Mio. Euro der indirekte Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet wurde, lagen die Umsatzanforderungen bei vielen der Programme zuletzt deutlich unter dieser Größenordnung. Auch eine Bonität im Investmentgrade-Bereich war nicht mehr zwingende Voraussetzung, so dass die derzeitige Skepsis der Institutionellen Investoren nachvollziehbar ist.
Mehr Nachfrage nach Individual-Mezzanine
Die logische Folge dieser Entwicklung: Ein starker Anstieg der Nachfrage nach individuell strukturiertem Mezza-nine-Kapital. Das bietet gerade für mittelständische Unternehmen viele Vorteile. „Neben der Ausrichtung an den konkreten Finanzierungsanlass des Unternehmen sind dies vor allem eine Verbesserung der Bonität, des Ratings und damit der Fremdfinanzierungsfähigkeit des Unternehmens, ohne dass die Gesellschafterverhältnisse beein-trächtigt werden“, führt Matthias Gündel von der auf Mittelstandsfinanzierung spezialisierten Kanzlei Gündel & Katzorke aus. „Als Genussrecht oder stille Beteiligung richtig strukturiert, hat Mezzanine-Kapital sogar bilanziell Eigenkapitalcharakter, was nur bei wenigen Mezzanine-Programmen der Fall ist. Die Finanzierungskosten kön-nen auch nach der Unternehmenssteuerreform 2008 grundsätzlich steuerlich als Betriebsausgaben abgesetzt werden“, so der Finanzierungsexperte.
Neben den jetzt verstärkt angebotenen individuellen Mezzanine-Finanzierungen der Banken und den förderorien-tierten Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften kommen auch Privatanleger als Kapitalgeber in Betracht. Im Rahmen einer sog. Mezzanine-Eigenemission wird der Mittelständler zum Anbieter eines eigenen Anlagepro-dukts und verschafft sich so selbst den Zugang zum Kapitalmarkt. Erfolgreiche Beispiele sind hier etwa der Tür-beschlagsystemhersteller ECO Schulte aus Menden, das Emsdettener Haustechnikunternehmen TECE und sogar der 1. FC Köln. Aber auch über die Börse können individuelle Mezzanine-Finanzierungen, etwa über Ge-nussscheine oder nachrangige Anleihen platziert werden, wie Bertelsmann und Boetzelen gezeigt haben. So werden an den deutschen Börsen mittlerweile mehr als 800 Genussscheine notiert.
Attraktivität durch individuelle Ausgestaltung
Besonders attraktiv ist die Eigenemission durch flexible Vergabemodalitäten. Denn, „genau wie bei einer indivi-duellen Mezzanine-Finanzierung durch einen institutionellen Investor lassen sich Vergütung, Laufzeit und Kapi-taldienststruktur bei einer Mezzanine-Eigenemission individuell an die wirtschaftlichen Bedürfnisse und die stra-tegische Ausrichtung des Unternehmens wie auch die Interessen der Investoren anpassen“ erklärt Gündel.
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