(openPR) Frankfurt, Januar 2008 - Spätestens wenn die Arme nicht mehr ausreichen, um diesen Text zu lesen, hat sich die Altersweitsichtigkeit eingeschlichen. Ab dem 45. Lebensjahr muss sich jeder mit nachlassender Sehkraft abfinden. Für die meisten Betroffenen eine schwierige Umstellung – egal ob sie vorher schon Sehhilfen benutzten oder nicht. Einige Brillenträger benötigen dann sogar mehrere Brillen. Neue Behandlungskonzepte in der Augenheilkunde wie die Monovisions-LASIK bieten Möglichkeiten, auf die Gestelle zwischen Nase und Ohren zu verzichten.
Selbst ausgewogene Ernährung, gesunder Lebenswandel und regelmäßige augenärztliche Untersuchungen halten den Prozess nicht auf, denn bereits in der Jugend beginnt die Linsenflexibilität abzunehmen. „Meist registrieren Betroffene in den Vierzigern dann erstmals den Verlust der Fähigkeit des Auges zur Naheinstellung und benötigen dann eine Lesebrille“, so Dr. Kaweh Schayan-Araghi, Mitbegründer der ARTEMIS Augen- und Laserklinik Frankfurt und Präsident des Verbandes der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR). Dabei nimmt die Sehschärfe bis zu plus drei Dioptrien ab. Nur wer vor Eintreten der Altersweitsichtigkeit unter Kurzsichtigkeit um minus drei Dioptrien litt, kann dann noch ohne Brille lesen. Rund 30 Prozent der Bevölkerung leiden jedoch an höheren Dioptrienwerten.
Hier stellt die neue Monovisons-LASIK eine Lösung dar. Diese läuft genau wie ein gewöhnlicher LASIK-Eingriff ab. Einziger Unterschied: Im dominanten Auge des Patienten korrigiert der Arzt die Kurzsichtigkeit mit dem Laser vollständig, im anderen nur zum Teil. Auf diese Weise ist der Behandelte in der Lage, ein Auge für Weitsicht zu nutzen, das andere für Nahsicht – ein Zustand, mit dem Johann Wolfgang von Goethe von Kindheit an aufwuchs. Er besaß ein kurzsichtiges und ein normalsichtiges Auge und kam daher zeitlebens ohne Brille aus, da sein Gehirn von klein auf geschult war. Betroffene, die eine Monovisions-Korrektur in Erwägung ziehen, sollten vor dem Eingriff mindestens eine Woche lang entsprechende Kontaktlinsen tragen, um zu prüfen, ob sie mit dem künstlichen „Goethe-Blick" zurechtkommen. Garantie für endgültige Brillenfreiheit gibt es aber nicht, da langes Lesen oder viel Bildschirmarbeit manchmal Lesebrillen erfordern. „Es geht bei Monovision vor allem darum, im alltäglichen Leben, etwa beim Einkaufen, Autofahren oder Essen gehen, nicht mehr auf eine Brille angewiesen zu sein“, erklärt Dr. Schayan-Araghi. Alterssichtige, die sich für diese Methode nicht eignen, erreichen Brillenfreiheit durch bewährte linsenchirurgische Verfahren wie Multifokallinsenimplantation. Dr. Schayan-Araghi erläutert: „Hier implantieren wir eine Linse, welche aus mehreren Ringen mit unterschiedlicher Brechkraft besteht. Dadurch entstehen mehrere Brennpunkte, die scharfes Sehen in Nähe und Ferne ermöglichen.“
Auch in Zukunft orientiert sich die Augenchirurgie an den Wünschen der Patienten nach einem Leben ohne Sehhilfe. Im Bereich der Linsenersatztechnologie gibt es sicher noch einiges zu erwarten. Möglich wäre beispielsweise, die natürliche Akkomodationsfähigkeit der Linse zu erhalten, indem Ärzte den Kapselsack der Linse wieder mit elastischem Material auffüllen und so die eigentliche Ursache der Altersweitsichtigkeit beheben.
Weitere Informationen unter www.artemisklinik.de















