(openPR) Gold als Zahnfüllung kennt jeder. Aber nur wenige wissen, dass Gold lange Zeit als klassisches Medikament gegen Rheuma eingesetzt wurde. Ein Filmteam des BR-Magazins „Gesundheit!“ ist dem Geheimnis der Goldtherapie auf den Grund gegangen. Prof. Dr. Martin Fleck, Chefarzt für Rheumatologie und Klinische Immunologie am Asklepios Klinikum Bad Abbach, war ihm dabei behilflich.
Der genaue Wirkmechanismus der Goldtherapie ist trotz intensiver Forschungsaktivitäten noch nicht entschlüsselt. Das Prinzip allerdings ist einfach: Bei rheumatischen Erkrankungen greift das Immunsystem körpereigene Zellen an. Goldsalze – in kleinsten Dosierungen in den Muskel gespritzt – unterdrücken die Immunabwehr und können damit Linderung bringen. „Vor allem in früheren Jahrzehnten wurde die Goldtherapie deshalb in der Rheumatologie sehr häufig angewendet“, erklärt Prof. Dr. Martin Fleck. Mittlerweile sei die Forschung jedoch mehrere Schritte weiter. „Die Behandlung mit Gold-Spritzen hat den Nachteil, dass sie sehr langsam wirkt – und auch nicht bei jedem Patienten. Darüber hinaus treten häufig Nebenwirkungen auf, teilweise mit Schädigung innerer Organe. Für die langfristige Therapie, die sogenannte Basistherapie, haben wir heute wesentlich bessere Medikamente, mit denen wir direkt und schnell in die Entzündung eingreifen können.“ Nur durch diese schnelle und starke Wirksamkeit ist es möglich, bleibende Schäden, wie zum Beispiel Deformationen an den Gelenken, zu vermeiden.
Trotzdem kann die Goldtherapie unter bestimmten Umständen auch heute noch sinnvoll sein. „Bei einem sehr langsamen Krankheitsverlauf ohne akute Schübe etwa oder bei starken Unverträglichkeiten gegen andere Medikamente.“ In Bad Abbach gibt es derzeit immer noch Patienten, die regelmäßig Gold-Spritzen bekommen und hierunter eine gute Krankheitskontrolle zeigen. Das Team des Bayerischen Rundfunks hat einen dieser Patienten durch seinen Therapie-Tag begleitet und Prof. Fleck zu den Chancen und Risiken der Goldtherapie befragt.
Zu sehen ist der Beitrag mit dem Titel „Gold und Silber in der Medizin“ am Dienstag, 22. Januar 2008, um 19.00 Uhr im Bayerischen Fernsehen in dem Magazin „Gesundheit!“ (Wiederholungstermin: Mittwoch, 23. Januar, 11.55 Uhr).














