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Pathologische Glücksspieler: Impulskontrolle und Verhaltenssteuerung sind möglich

17.01.200807:10 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Die kognitiven Basisfunktionen pathologischer Glücksspieler sind meist intakt. Auch das Potential an Entscheidungsverhalten ist nicht defizitär. Allerdings zeigen sich bei süchtigen Glücksspielern erhöhte Impulsivitätsmaße und häufig Symptome einer Konzentrations- und Hyperaktivitätsstörung, stellte Dr. Bernd Sobottka in einer Studie fest.

Der Psychologe diagnostizierte zwar "Hinweise auf ein suchtspezifisches Entscheidungsverhalten pathologischer Glücksspieler und alkoholabhängiger Patienten unter Beteiligung des mesolimbischen dopaminergen Belohnungssystems." Gleichzeitig belegte die Studie, "dass pathologische Glücksspieler auch unter glücksspielassoziierten Experimentalbedingungen zur Impulskontrolle und Verhaltenshemmung fähig sind."

Für die Therapie empfiehlt Sobottka ein Training, das das Belohnungsbedürfnis des Patienten ohne Glücksspiel oder Suchtverlagerung befriedigt. Zusätzlich scheint das Vermitteln von Stimulus-Kontrolltechniken häufig sinnvoll. Kognitiv-behaviorale und pharmakologische Behandlungen sind nachweislich erfolgreich.

Bernd Sobottka:
Entscheidungsverhalten bei pathologischen Glücksspielern
Pabst, 166 Seiten, ISBN 978-3-89967-367-8

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