(openPR) Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung leidet an zu hohem Blutdruck, einem der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Eine wesentliche Ursache der Hypertonie, die erhöhte Salzzufuhr, hat in den letzten Jahrzehnten weiter zugenommen. In den Industrieländern nimmt jeder Erwachsene zwischen 5 und 10 g Kochsalz pro Tag zu sich, wobei 80 Prozent dieser Salzmengen den Nahrungsmitteln schon während der industriellen Verarbeitung zugesetzt werden.
"Wie der Körper akut auf die Einnahme großer Salzmengen reagiert, ist bekannt", erklärt Professor Offermanns vom Institut für Pharmakologie der Universität Heidelberg. Um möglichst viel Salz und Wasser über die Nieren auszuscheiden, wird der Blutdruck erhöht. Auf welchem Mechanismus die Erhöhung des Gefäßwiderstands beruht, war bislang jedoch nicht klar. Die Heidelberger Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass verschiedene gefäßkontrahierende Mediatoren, also Botenstoffe, dafür verantwortlich sind: Sie beeinflussen über so genannte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren die Gefäßmuskulatur.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Salz die Bildung bestimmter Botenstoffe in der Muskulatur von Blutgefäßen fördert, die die Muskelzellen zur Kontraktion bringen. Durch den erhöhten Widerstand in den Blutgefäßen erhöht sich der Blutdruck.
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