13.01.2008 - 23:57 - Politik, Recht & Gesellschaft

JuLis: „Weniger Populismus in der Debatte ums Jugendstrafrecht!“

Pressemitteilung von: Junge Liberale Kreisverband Soest
Kreis Soest - Die Jungen Liberalen sprachen sich am vergangenen Sonntag auf der ersten Kreisvorstandssitzung im neuen Jahr entschieden gegen eine Verschärfung des Jugendstrafrechts aus: „Das populistische Getöse der Hessen-CDU ist plump und dümmlich. So kann und darf das Thema „Jugendkriminalität“ nicht angegangen werden, “ so JuLi-Chef Julian Kirchherr.

„Es nützt nicht, die Jugendstrafe auf fünfzehn Jahre anzuheben und weiter zu verschärfen, denn die Länder stellen schon heute nicht genügend Haftplätze in den Arrest- und Vollzugsanstalten bereit. Es gibt zum Teil lange Wartezeiten für den Jugendarrest. Dabei ist es eine Binsenweisheit, dass unmittelbar nach der Tat die Reaktion erfolgen muss. Nur so können Straftäter wirksam abgeschreckt werden. Die Länder sind daher gefordert, Vollzugsdefizite schnellstens abzubauen.

Wichtig ist auch eine Beschleunigung der Gerichtsverfahren. Dazu muss die Justiz personell und materiell in die Lage versetzt werden, Ermittlungen und gerichtliche Verfahren zügig abzuschließen. Wenn ein Angeklagter in Hessen im Schnitt fast ein halbes Jahr auf sein Urteil warten muss, ist auch hier kein Lerneffekt gegeben.

In der Debatte ums Jugendstrafrecht darf außerdem der Erziehungsgedanke nicht in den Hintergrund treten. Deshalb sollte es in dieser Diskussion weniger um schärfere Strafen als vielmehr um pädagogische Maßnahmen gehen, “ so Kirchherr. Als gutes Beispiel für eine solche Maßnahme sehen die JuLis Lothar Kannenbergs Jugendhilfeeinrichtung „Durchboxen im Leben – Das Trainingscamp“ in Kassel.
Die Debatte um das Jugendstrafrecht sollte sachlich geführt werde. Die bestehenden Missstände müssen beseitigt werden, bestehen Gesetze müssen genutzt werden, nicht aber neue, populistische Gesetze geschaffen werden,“ meint Kirchherr.

Abschließend bemerkte Kirchherr: „So wichtig das Thema „Jugendstrafrecht“ auch sein mag, zielt es letztlich nicht auf den Kern des Problems: Die Ursache für kriminelle Jugendliche liegt zum einen in der Gesellschaft, aber auch in Versäumnissen im Bereich der Familien- und Bildungspolitik. Davon sollte Roland Koch nicht ablenken, sondern sich genau auf diese beiden wichtigen Politikfelder konzentrieren. Denn wer die Jugendkriminalität nachhaltig angreifen will, muss genau darauf setzen.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

V.i.S.d.P.
Benedikt Laame
Pressesprecher der Jungen Liberalen Kreis Soest


Telefon: 02942 / 9799075
Mobil: 0151 / 12751625

Hier klicken für weitere Infos...
www.julis-kreis-soest.de

ie Jungen Liberalen (JuLis) sind die einzige liberale Jugendorganisation in Deutschland. Insgesamt gibt es fast 10000 Mitglieder überall in Deutschland. Mit 4000 Mitgliedern in allen Kreisen und immer mehr Städten und Gemeinden ist der Landesverband NRW der größte JuLis-Verband Deutschlands. Die JuLis sind politisch interessierte Jugendliche zwischen 14 und 35. Jugendliche, die etwas bewegen wollen - und es oft genug tun.

Die Jungen Liberalen im Kreis Soest sind der Jugendverband der Kreis-FDP.

News-ID: 181520 • Views: 752

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr