10.01.2008 - 15:57 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Banken nehmen Totalverlust für Kunden billigend in Kauf – Beratung bei Immobilienfonds fragwürdig
Pressemitteilung von: Verein für Existenzsicherung e. V.
Werben, versprechen, verkaufen. Und irgendwo zwischendrin wird auch mal beraten, wobei in der Praxis oft „beraten“ wohl eher als „über den Tisch ziehen“ zu bezeichnen ist. Volks- und Raiffeisenbanken leisten mehr als fragwürdige Beratung. Hauptsache verkaufen, ohne Rücksicht auf Verluste.
Karlsfeld, Donnerstag, 10. Januar 2008 - Und das wiederum ist nunmehr wörtlich zu nehmen. Insolvenzgefährdete Fonds, die teilweise auch noch eine Nachschusspflicht enthalten, eignen sich defintiv nicht für die Altersvorsorge. Sei es im Interesse der eigenen Provisionen oder aus grober Fahrlässigkeit, aber neben Ausschüttungen und Steuerersparnissen wurde genau das in Prospekten und Gesprächen beworben. Konkret geht es um viele Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken, die den Empfehlungen ihrer Hausbank folgten und in geschlossene Immobilienfonds der DG-Bank-Gruppe (heute DZ-Bank) zur Altersvorsorge investierten.
Einlagen weg, keine Rendite, und dafür noch nachbezahlen
Durch fallende Mieten und Pachterträge sowie einen hohen Anteil an Leerständen sind neun von etwa 50 Immobilienfonds akut insolvenzgefährdet und damit praktisch pleite, der Anleger steht vor dem Totalverlust. Mit Kapitalanlagen, bei denen Sicherheit im Vordergrund steht, hat das absolut nichts zu tun. Teilweise droht sogar eine Nachschusspflicht. Das heißt, neben dem Verlust von angelegtem Kapital und der Rendite stehen noch Nachforderungen ins Haus. Der Anleger hat mit seinem privaten Vermögen zu haften.
Die DZ-Bank hat den betroffenen Kunden mittlerweile eine eher als suspekt zu bezeichnende Offerte gemacht: Rücknahme der Anlage für 0 Euro und der Anleger ist aus der Haftung entlassen. Der Totalverlust des eingesetzten Geldes bleibt. Viele Kunden dürften auch nicht informiert worden sein, dass bei anderen Fonds im Falle einer Insolvenz die Rückforderung der Ausschüttungen in Kauf genommen werden muss. Alles in allem sind über 20.000 Bankkunden betroffen, die Schadenssumme liegt bei weit über 500 Millionen Euro.
Mangelnde Transparenz und mal wieder ist der Anleger selbst an allem schuld
Die Banken sind sich keiner Schuld bewusst. Der Chef der Volksbank Nordheide, Werner Albers wirft seinen Kunden quasi auch noch Beratungsresistenz vor: "Diese Fonds wurden von den Kunden verlangt. Unsere Berater hatten keine Veranlassung, diese Fonds zu verkaufen. Als Altersvorsorge haben wir das nicht vorgeschlagen." Um Steuern zu sparen, hätten die Kunden sogar auf die Investition in solche Fonds gedrängt.
Ein Affront für die Anleger. "Ich wusste gar nicht, was geschlossene Fonds sind. Ich habe dem Berater gesagt, dass ich das Geld für die Altersvorsorge anlegen wollte und dass Sicherheit höchste Priorität hat," so Hans-Joachim Cörber, der der Volksbank Nordheide vertraut hatte und mal eben 51.000 Euro eingebüßt hat. Gestritten wird also, ob die Fonds-Prospekte irreführend waren und ob in Beratungs- und Verkaufsgesprächen überhaupt und in welchem Maße auf Risiken des Totalverlustes und der Haftung hingewiesen und eingegangen wurde. Zudem fehlt es an Transparenz seitens der Volks- und Raiffeisenbanken bezüglich des Kenntnisstandes über die wirtschaftliche Schieflage der Fonds und über die Provisionen für die Vermittlung der Verträge.
Anleger wehren sich
Rund 400 geschädigte Anleger haben am 20. September 2007 auf einer öffentlichen Protestkundgebung vor dem DZ-Bank Gebäude in Frankfurt ihren Forderungen nach Schadensersatz Nachdruck verliehen. Die Bremer Rechtsanwältin Petra Brockmann spricht vom größten Bankenskandal in Deutschland in diesem Bereich. Die Anwältin, die rund 900 Mandanten vertritt, hat gegen die DZ-Bank Klage eingereicht, weitere Klagen gegen verschiedene Volks- und Raiffeisenbanken wegen fehlerhafter Beratung zum Beispiel zum Thema des möglichen Totalverlustes sowie Prospektfehlern sind in Arbeit.
Die wichtigsten Fragen an den Berater
Geschlossene Immobilienfonds eignen sich nicht als Anlage für die Altersvorsorge. Macht ein Bankberater dennoch ein entsprechendes Angebot, ist das ein grund, die Bank zu wechseln. Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) empfiehlt grundsätzlich, solche Gespräche nur im Beisein einer Vertrauensperson zu führen. Die wichtigsten Punkte, die es bei immobilienfonds abzuklopfen gilt, sind: Muss ich bei schlecht laufendem Fonds mit dem Privatvermögen haften? Wie hoch ist die Immobilie verschuldet? Wie hoch sind die Gebühren der Betreiber, wie hoch die Provisionen des Vermittlers? Und wer steht als Garant für die Mieten?
In jedem Fall sollte man den Prospekt in Ruhe und detailliert durchgehen und möglichst noch durch einen unabhängigen Finanzberater prüfen lassen. Ebenso sinnvoll ist es, über das Beratungsgespräch Protokoll zu führen und mehrere Angebote einzuholen.
Der VfE prüft Schadenersatzansprüche kostenlos durch seine Rechtsanwälte. Geschädigte können sich gerne beim Verein für Existenzsicherung melden!
Diese Presse-Mitteilung wurde im Auftrag von Verein für Existenzsicherung e. V. durch 3klicks.de veröffentlicht. Sie können diesen Text frei verwenden, müssen aber 3klicks.de als Quelle angeben und einen Link zu www.3klicks.de/info/vfe-karlsfeld-press/banken-nehmen-tot... einbinden.
Verantwortlicher Autor : Hans Tillich, Verein für Existenzsicherung e. V., Hermann-Löns-Str. 14, 85757 Karlsfeld
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt
Johann Tillich
T: 08131-93298
E:
Firmenanschrift
Verein für Existenzsicherung e. V.
Hermann-Löns-Str. 14
85757 Karlsfeld
Deutschland
T: (08131) 93298
F: (08131) 996536
E:
www.vfe.de
www.finanz-tv.com
Gegründet wurde der „Verein für Existenzsicherung e.V.“ von Johann Tillich, nachdem er selbst durch einen dubiosen Anlageberater geschädigt wurde. Als "staatlich geprüfter Anlage-und Vermögensberater" und "Finanztechnischer Gutachter" steht er seinen Vereinsmitgliedern bereits präventiv bei sämtlichen Geldgeschäften bei. Neben der Durchführung von privaten Verbraucherinsolvenzverfahren und den wirtschaftlichen Verhandlungen mit Gläubigern prüft der VfE e. V. auch Angebote von Kapitalanlagefirmen, Versicherungen, Bausparkassen und Banken.
Johann Tillich selbst fasst die Arbeit des „VfE e.v.“ so zusammen: "Wer Mitglied im Verein für Existenzsicherung ist, erhält individuelle Betreuung, wenn er wirtschaftliche Probleme hat. Gemeinsam mit qualifizierten Rechtsanwälten und der Bereitschaft des Mitgliedes, an einer Gesamtlösung aktiv mitzuwirken, finden wir für fast jede Angelegenheit eine realisierbare Lösung."
Karlsfeld, Donnerstag, 10. Januar 2008 - Und das wiederum ist nunmehr wörtlich zu nehmen. Insolvenzgefährdete Fonds, die teilweise auch noch eine Nachschusspflicht enthalten, eignen sich defintiv nicht für die Altersvorsorge. Sei es im Interesse der eigenen Provisionen oder aus grober Fahrlässigkeit, aber neben Ausschüttungen und Steuerersparnissen wurde genau das in Prospekten und Gesprächen beworben. Konkret geht es um viele Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken, die den Empfehlungen ihrer Hausbank folgten und in geschlossene Immobilienfonds der DG-Bank-Gruppe (heute DZ-Bank) zur Altersvorsorge investierten.
Einlagen weg, keine Rendite, und dafür noch nachbezahlen
Durch fallende Mieten und Pachterträge sowie einen hohen Anteil an Leerständen sind neun von etwa 50 Immobilienfonds akut insolvenzgefährdet und damit praktisch pleite, der Anleger steht vor dem Totalverlust. Mit Kapitalanlagen, bei denen Sicherheit im Vordergrund steht, hat das absolut nichts zu tun. Teilweise droht sogar eine Nachschusspflicht. Das heißt, neben dem Verlust von angelegtem Kapital und der Rendite stehen noch Nachforderungen ins Haus. Der Anleger hat mit seinem privaten Vermögen zu haften.
Die DZ-Bank hat den betroffenen Kunden mittlerweile eine eher als suspekt zu bezeichnende Offerte gemacht: Rücknahme der Anlage für 0 Euro und der Anleger ist aus der Haftung entlassen. Der Totalverlust des eingesetzten Geldes bleibt. Viele Kunden dürften auch nicht informiert worden sein, dass bei anderen Fonds im Falle einer Insolvenz die Rückforderung der Ausschüttungen in Kauf genommen werden muss. Alles in allem sind über 20.000 Bankkunden betroffen, die Schadenssumme liegt bei weit über 500 Millionen Euro.
Mangelnde Transparenz und mal wieder ist der Anleger selbst an allem schuld
Die Banken sind sich keiner Schuld bewusst. Der Chef der Volksbank Nordheide, Werner Albers wirft seinen Kunden quasi auch noch Beratungsresistenz vor: "Diese Fonds wurden von den Kunden verlangt. Unsere Berater hatten keine Veranlassung, diese Fonds zu verkaufen. Als Altersvorsorge haben wir das nicht vorgeschlagen." Um Steuern zu sparen, hätten die Kunden sogar auf die Investition in solche Fonds gedrängt.
Ein Affront für die Anleger. "Ich wusste gar nicht, was geschlossene Fonds sind. Ich habe dem Berater gesagt, dass ich das Geld für die Altersvorsorge anlegen wollte und dass Sicherheit höchste Priorität hat," so Hans-Joachim Cörber, der der Volksbank Nordheide vertraut hatte und mal eben 51.000 Euro eingebüßt hat. Gestritten wird also, ob die Fonds-Prospekte irreführend waren und ob in Beratungs- und Verkaufsgesprächen überhaupt und in welchem Maße auf Risiken des Totalverlustes und der Haftung hingewiesen und eingegangen wurde. Zudem fehlt es an Transparenz seitens der Volks- und Raiffeisenbanken bezüglich des Kenntnisstandes über die wirtschaftliche Schieflage der Fonds und über die Provisionen für die Vermittlung der Verträge.
Anleger wehren sich
Rund 400 geschädigte Anleger haben am 20. September 2007 auf einer öffentlichen Protestkundgebung vor dem DZ-Bank Gebäude in Frankfurt ihren Forderungen nach Schadensersatz Nachdruck verliehen. Die Bremer Rechtsanwältin Petra Brockmann spricht vom größten Bankenskandal in Deutschland in diesem Bereich. Die Anwältin, die rund 900 Mandanten vertritt, hat gegen die DZ-Bank Klage eingereicht, weitere Klagen gegen verschiedene Volks- und Raiffeisenbanken wegen fehlerhafter Beratung zum Beispiel zum Thema des möglichen Totalverlustes sowie Prospektfehlern sind in Arbeit.
Die wichtigsten Fragen an den Berater
Geschlossene Immobilienfonds eignen sich nicht als Anlage für die Altersvorsorge. Macht ein Bankberater dennoch ein entsprechendes Angebot, ist das ein grund, die Bank zu wechseln. Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) empfiehlt grundsätzlich, solche Gespräche nur im Beisein einer Vertrauensperson zu führen. Die wichtigsten Punkte, die es bei immobilienfonds abzuklopfen gilt, sind: Muss ich bei schlecht laufendem Fonds mit dem Privatvermögen haften? Wie hoch ist die Immobilie verschuldet? Wie hoch sind die Gebühren der Betreiber, wie hoch die Provisionen des Vermittlers? Und wer steht als Garant für die Mieten?
In jedem Fall sollte man den Prospekt in Ruhe und detailliert durchgehen und möglichst noch durch einen unabhängigen Finanzberater prüfen lassen. Ebenso sinnvoll ist es, über das Beratungsgespräch Protokoll zu führen und mehrere Angebote einzuholen.
Der VfE prüft Schadenersatzansprüche kostenlos durch seine Rechtsanwälte. Geschädigte können sich gerne beim Verein für Existenzsicherung melden!
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Verantwortlicher Autor : Hans Tillich, Verein für Existenzsicherung e. V., Hermann-Löns-Str. 14, 85757 Karlsfeld
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T: 08131-93298
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Gegründet wurde der „Verein für Existenzsicherung e.V.“ von Johann Tillich, nachdem er selbst durch einen dubiosen Anlageberater geschädigt wurde. Als "staatlich geprüfter Anlage-und Vermögensberater" und "Finanztechnischer Gutachter" steht er seinen Vereinsmitgliedern bereits präventiv bei sämtlichen Geldgeschäften bei. Neben der Durchführung von privaten Verbraucherinsolvenzverfahren und den wirtschaftlichen Verhandlungen mit Gläubigern prüft der VfE e. V. auch Angebote von Kapitalanlagefirmen, Versicherungen, Bausparkassen und Banken.
Johann Tillich selbst fasst die Arbeit des „VfE e.v.“ so zusammen: "Wer Mitglied im Verein für Existenzsicherung ist, erhält individuelle Betreuung, wenn er wirtschaftliche Probleme hat. Gemeinsam mit qualifizierten Rechtsanwälten und der Bereitschaft des Mitgliedes, an einer Gesamtlösung aktiv mitzuwirken, finden wir für fast jede Angelegenheit eine realisierbare Lösung."
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