(openPR) „Gesundheit ist in Deutschland zur Ersatzreligion geworden, sagt Dr. Manfred Lütz. Immer mehr Gläubige ließen sich in den Bann ziehen von Heilsbotschaften, die selbst ernannte Priester, Apostel und Gesundheitspäpste - oft wohlwollend unterstützt von Massenmedien - öffentlich verkünden.“
Quelle: Ärzte Zeitung, 19.12.2007
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Manfred Lütz ist in dem o.a. Beitrag der Frage nachgegangen, ob die Gesundheit wirklich das höchste Gut sei. Nun – diese Frage mag ein Jeder für sich selbst entscheiden, auch wenn in diesem Zusammenhang stets die These gestreut wird, dass der vermeintlich Gesundheitswahn der Bundesdeutschen die ökonomischen Grundlagen des Gesundheitssystems zu sprengen droht.
Aus der Perspektive der Betroffenen hingegen, die durchaus selbstbestimmt ihren Wertehorizont bestimmen können, bedeutet das Gut der eigenen Gesundheit und der Familie neben einem intakten Elterhaus großes „Glück“. Dies jedenfalls belegt eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.
Quelle: idw-online >>> http://idw-online.de/pages/de/news241690
Das Streben nach Gesundheit liegt also im Interesse des Bürgers und es fragt sich, ob nicht der neue medizinethische Paternalismus im Begriff ist, zu einer Ersatzreligion für die individuellen Werte der Bürger, vornehmlich aber freilich der Patienten zu werden.




















