(openPR) Morbus Crohn kann als Immunerkrankung betrachtet werden. Studien deuten darauf hin, dass ein geschwächtes Immunsystem den chronischen Befall der Schleimhaut durch Krankheitserreger begünstigt. Eine andere Überlegung ist, dass die Abwehrzellen nicht in der Lage sind, die körpereigenen Darmbakterien in Schach zu halten. Gegen diese Invasion kann sich der Körper nur mit Mitteln wehren, die die Darmschleimhaut schädigen - es kommt zur chronischen Entzündung. Vermutet wird, dass Umweltfaktoren wie Bakterien und Viren, bestimmte Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln oder das Rauchen eine Rolle bei der Erkrankung spielen. Auch könnten erbliche Defekte in Risikogenen die Entstehung von Morbus Crohn begünstigen.
Eine Gruppe von Genen, deren Defekte mit der Entstehung von Morbus Crohn in Verbindung stehen, sind die Defensine. Sie wirken wie natürliche Antibiotika und wehren infektiöse Bakterien in den Schleimhäuten ab. Eine ähnliche Rolle fanden die Forscher im Deutschen Krebsforschungszentrum für das Gen DMBT1.
Das Genprodukt von DMBT1 kommt wie die Defensine in der Darmschleimhaut vor und spielt dort wahrscheinlich bei der Abwehr von Viren und Bakterien eine wichtige Rolle. Bei CED-Patienten die Aktivität von DMBT1 in entzündeten Gewebebereichen des Darms besonders hoch ist. Die Forscher fanden einen Gendefekt in DMBT1, der bei Morbus-Crohn-Kranken deutlich häufiger auftritt als bei gesunden Menschen.
>> Zusätzliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im eJournal MEDIZIN ASPEKTE unter der URL
http://www.medizin-aspekte.de/07/12/medizin_forschung/crohn_entstehung.html
Weitere Artikel aus der Welt der Gesundheit und Medizin sowie kurze Expertenbeiträge in unserem Internet-TV-Kanal bietet die aktuelle Ausgabe des eMagazins MEDIZIN ASPEKTE, das kostenlos unter www.medizin-aspekte.de zu erreichen ist.














