openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Staat und die Erziehung seiner Bürger - Wann kommt der staatliche Gewichtskommissar?

18.12.200708:40 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Der Staat und die Erziehung seiner Bürger - Wann kommt der staatliche Gewichtskommissar?
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth

(openPR) Es könnte der Eindruck entstehen, dass unser Staat, vertreten durch die politisch Verantwortlichen – in erster Linie freilich die Bundestagsabgeordneten und ihnen folgend die Landtagsabgeordneten – nachhaltig bemüht ist, „sein“ Staatsvolk statt zur Mündigkeit gleichsam zur Unmündigkeit zu erziehen, traut er doch dem Staatsvolk, von dem alle Staatsgewalt auszugehen scheint, nicht wirklich zu, dass es mit seinen Freiheitsrechten sachgerecht umzugehen weiß. Der staatlichen Regulierung des gesellschaftlichen, aber vornehmlich auch des privaten Lebens sind offensichtlich keine Grenzen gesetzt und das Staatsvolk registriert den ihm zuteil werdenden Freiheitsverlust achselzuckend und vor allem resignierend.



Das demokratische Gemeinwesen denaturiert zum Parteienstaat und das Staatsvolk ist weiter denn je von ihm entfernt. Die beklagenswerten Funktionsverluste der Demokratie münden unversehens in die seit Jahren (oder Jahrzehnten?) feststellbare Parteienverdrossenheit und da fällt es offensichtlich auch nicht mehr ins Gewicht, wenn der Staat großflächig seine Bürger und Bürginnen, aber auch die Unternehmer und Freiberufler zur Unmündigkeit erzieht. Die Nichtraucherschutzgesetze sind nur ein Beleg hierfür und es steht zu befürchten an, dass noch weitere Gesetzespakete geschnürt werden, um so auf das Staatsvolk paternalistisch einwirken zu können. Die Adipositas – ein gesundheitspolitisches Problem allen ersten Ranges – eignet sich für die weitere Erziehung des Staatsvolkes. Die überflüssige Pfunde müssen weg und damit überhaupt die einzelnen Maßnahmen des zu schnürenden Gesetzespakets konkretisiert werden können, muss zunächst das gesellschaftliche Ausmaß – gleichsam die Tonnage der überflüssigen Pfunde – mit der den Deutschen vielfach unterstellten Gründlichkeit erfasst werden. Da liegt es nahe, den staatlichen Gewichtskommissar zu bestellen, der zwischen den Schnittstellen des Gesundheits- und Verbraucherministeriums anzusiedeln ist, dem dann die verdienstvolle Aufgabe zukommt, dass konkrete Gewicht des Bundesbürgers zu einem Stichtag feststellen zu lassen.

Das Stichtagsprinzip bietet sich insofern an, weil freilich nach einer Karenzzeit nach der Einführung des gesundheitspolitischen „Speiseplans“ auch Sanktionen vorzusehen sind, die weniger in einer Ordnungswidrigkeit zu erblicken sind, als vielmehr mit Risikozuschlägen zu den ohnehin schon gebeutelten Sozialversicherungssystemen. Fastfood-Ketten sind mit einer Sondersteuer zu belegen; die Preise für den Hamburger, die Currywurst und allerlei mehr kulinarische Versuchungen müssen staatlich vorgeben werden, denn für unternehmerische Freiheiten ist hier kein Raum mehr. Die Gesellschaft wird unbarmherzig mit den Folgen eines ungehemmten Genusses eben dieser scheinbaren „Köstlichkeiten“ konfrontiert und da liegt es nahe, dass der Staat endlich eingreift. Wir alle „fühlen“ die Notwendigkeit und wir sind bereit, dem staatlichen Oberlehrer in aller Demut und Gehorsam zu folgen. Für jedes „Pfund“, welches eingespart wird, gibt es eine Prämie für unsere staatlichen Erziehungsväter und -mütter. Das politische Erziehungskonzept greift und da mag es legitim sein, wenn unsere politisch Verantwortlichen etwa für jedes eingesparte Pfund 1 Cent an Diätenerhöhung zugebilligt bekommen, auch wenn damit gleichsam die Debatte um die Höhe der Managergehälter auf die Gruppe der politisch Verantwortlichen auszudehnen wäre.

Genießen wir also in diesem Jahr noch das Weihnachtsfest und hier insbesondere den Weihnachtsmann aus Schokolade, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass wir denselben nicht mehr in 2008 genießen können, weil er auf der Indexliste „pfundiger Speisen“ steht. Nachfolgende Generationen werden dann den „Mann aus Schokolade“, den Hamburger und die Currywurst nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen und sich bei einem möglichen Bildnis einer „seinerzeitigen“ gewichtigen Person des politischen Establishments die Frage stellen, ob die politischen Verantwortlichen „Sonderrechte“ hatten. Nein – haben sie freilich nicht, aber der Umstand, dass die Politiker die schwere Bürde und Last der politischen Verantwortung tragen, rechtfertigt es, dass diese ein wenig mehr an Kalorien zu sich nehmen dürfen, damit diese an der ungeheuren Last nicht zu „zerbrechen“ drohen.

Na dann – Mahlzeit!

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 178193
 135

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Staat und die Erziehung seiner Bürger - Wann kommt der staatliche Gewichtskommissar?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Bild: Wir sollen nicht sterben wollenBild: Wir sollen nicht sterben wollen
Wir sollen nicht sterben wollen
Der „Diskurs“ (?) über das frei verantwortliche Sterben eines schwersterkrankten und sterbenden Menschen ist nach wie vor nicht nur soziologisch unterbelichtet, sondern zeichnet sich insbesondere durch Glaubensbotschaften der selbsternannten „Oberethiker“ und deren „Geschwätzigkeit“ aus. „Lebensschützer“ meinen zu wissen, was die Schwersterkrankten und Sterbenden wünschen und welcher Hilfe diese am Ende ihres sich neigenden Lebens bedürfen. Mit Verlaub: Es reicht nicht zu, stets die Meinungsumfragen zu kritisieren, in denen die Mehrheit der…
Bild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubarBild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Es scheint an der Zeit, in einer hoch emotionalisierten Debatte „Ross und Reiter“ zu benennen, die sich fortwährend um den „Lebensschutz“ scheinbar verdienstbar gemacht haben und unbeirrt auf ihrer selbst auferlegten Mission fortschreiten. Einige politisch Verantwortlichen sind gewillt, die „Sterbehilfe“ gesetzlich zu regeln und wie es scheint, besteht das Ziel in einer strikten Verbotsregelung. Auffällig ist, dass es sich um eine handverlesene Schar von Ethiker, Ärztefunktionären, freilich auch Theologen und Mediziner handelt, bei denen ber…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Patienten sollen künftig in Regress genommen werdenBild: Patienten sollen künftig in Regress genommen werden
Patienten sollen künftig in Regress genommen werden
… bleiben. Zuschläge für Freizeitsportler, die bestimmte Risikosportarten ausführen, könnten ebenso in Erwägung gezogen werden, wie die alljährliche Gewichtsmessung entweder durch den staatlichen Gewichtskommissar oder den Arzt. Der ungehemmte Genuss der Currywurst mit Pommes führt nicht selten zu Gewichtsproblemen und es erscheint nicht hinnehmbar, dass …
Bild: Dr. Frank Brodehl (AfD): „Kinderrechte sind im Grundgesetz bereits enthalten – man nennt sie Grundrechte“Bild: Dr. Frank Brodehl (AfD): „Kinderrechte sind im Grundgesetz bereits enthalten – man nennt sie Grundrechte“
Dr. Frank Brodehl (AfD): „Kinderrechte sind im Grundgesetz bereits enthalten – man nennt sie Grundrechte“
… von Geburt an gelten: Artikel 1 GG schützt die Menschenwürde; in Artikel 6 GG ist zudem das Recht und die Pflicht der Eltern zur Pflege und Erziehung des Kindes verankert. Aus dieser Pflicht erwächst das Recht des Kindes auf Pflege, Schutz und Erziehung. Eine rechtliche Verpflichtung, die in der Kinderrechtskonvention anerkannten Kon-ventionsrechte …
Bild: Rainer Hank: »Vater Staat weiß alles besser: vor allem, wie man Schulden macht«Bild: Rainer Hank: »Vater Staat weiß alles besser: vor allem, wie man Schulden macht«
Rainer Hank: »Vater Staat weiß alles besser: vor allem, wie man Schulden macht«
… sozialverträgliche Weise Ausgaben senken könnte, und entwirft alternative Modelle, die Auswege aus der Krise weisen: Dezentralisierung, Steuerreformen, Rückführung des Staatsanteils, mehr direkte Demokratie im Verbund mit einer Stärkung der föderalen Strukturen und eine früh einsetzende Erziehung zur Mündigkeit. Weitere Informationen: http://www.randomhouse.de
Staatliches Glücksspielmonopol: Sportwetten, Lotto, Keno und Co. sind genau solange okay
Staatliches Glücksspielmonopol: Sportwetten, Lotto, Keno und Co. sind genau solange okay
… vorzuschreiben, wo und wie es etwas tun oder lassen darf: Zum Beispiel Wetten. Nur bei Oddset natürlich, allerdings mit Wettquoten, deren Beschreibung einem die gute Erziehung verbietet. Der deutsche Fürsorgestaat will natürlich nicht, daß volljährige und mündige Bürger bei bösen privaten Wettbüros wetten, die dagegen über 90% der Wetteinsätze ihrer Kunden …
Bild: Zeitlose Zeitkritik in klassischen und modernen Aphorismen, Reimen und GedichtenBild: Zeitlose Zeitkritik in klassischen und modernen Aphorismen, Reimen und Gedichten
Zeitlose Zeitkritik in klassischen und modernen Aphorismen, Reimen und Gedichten
… Trägheit und Feigheit hindern es häufig, seinen animalischen Impulsen zu folgen. Daraus wird dann geschlossen, daß der Mensch im Grund friedfertig sei.“ Nur konsequente Erziehung, also Kultur, kann den Menschen langfristig bessern. „Mensch minus Kultur gleich Barbar.“ Erziehung und Bildung sind zwei Aspekte des Kulturmenschen. Beide Aspekte kommen heute …
Bild: Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDRBild: Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR
Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR
… weggenommen worden, weil diese angeblich nicht in der Lage ihre Kinder „“ zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu erziehen waren. Die Eltern hatten nicht das Recht, das Erziehungsziel selbst festzulegen sondern der sozialistische Staat achtete auf die richtige Erziehung. So sollte allein die Festlegung des Erziehungsziels durch die Partei eine Erziehung im …
Drastisch steigende Kindesinobhutnahmen - Das neue Kinderschutzgesetz sorgt für Chaos in Deutschland
Drastisch steigende Kindesinobhutnahmen - Das neue Kinderschutzgesetz sorgt für Chaos in Deutschland
… passiert. Immer noch heißt es in Artikel 6 des Grundgesetzes: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung." Und weiter: "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht." Auch der frühere Verfassungsrichter Hans-Joachim Jentsch meinte bereits 2008: "Zweifellos …
Bild: Warnung vor weltweiter Adipositas – EpidemieBild: Warnung vor weltweiter Adipositas – Epidemie
Warnung vor weltweiter Adipositas – Epidemie
… Sonderurlaub gewährt werden; geeignet erscheint auch die Einführung eines Prämiensystems, durch das ggf. der Verlust eines jede „Pfündchen`s“ honoriert wird. Der staatliche Gewichtskommissar muss also doch her und die Bereitschaft der Bundesbürger, ggf. weitere Einschnitte in ihre Rechtssphäre hinzunehmen, scheint gegeben zu sein. Der bundesdeutsche …
Bild: BIW lehnen FDP-Gutscheinmodell abBild: BIW lehnen FDP-Gutscheinmodell ab
BIW lehnen FDP-Gutscheinmodell ab
… Form von Bildungsgutscheinen auszuzahlen. Eine solche Bevormundung durch den Staat verletze das durch Artikel 6 Grundgesetz geschützte Vorrecht der Eltern, selbst für die Erziehung ihrer Kinder zu sorgen. Nach den Vorstellungen vom Pieper sollen die Gutscheine in Krippen, Kindergärten und Vereinen eingelöst werden können, um die „frühkindliche Bildung“ …
Bild: NRW-Atheisten: Für Verfassung ohne GottBild: NRW-Atheisten: Für Verfassung ohne Gott
NRW-Atheisten: Für Verfassung ohne Gott
Lindlar - Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Nordrhein-Westfalen begrüßt den Antrag der Linksfraktion im Landtag NRW, das Erziehungsziel "Ehrfurcht vor Gott" aus Artikel 7 der Landesverfassung zu streichen. "Ehrfurcht vor Gott als Erziehungsziel degradiert die öffentliche Schule zu einer Umerziehungsanstalt für Atheisten …
Sie lesen gerade: Der Staat und die Erziehung seiner Bürger - Wann kommt der staatliche Gewichtskommissar?