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29.11.2007 - 10:44 - Gesundheit & Medizin
Welt-Aids-Tag 2007: pro familia für mehr Aufklärung in Zeiten von Aids
Pressemitteilung von: pro familia-Bundesverband
Frankfurt am Main, 29. November 2007 - Trotz der Diagnose HIV positiv kann der Wunsch eines Paares, ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen, realisiert werden, ist aber noch immer ein gesellschaftliches Tabu. Darauf macht der pro familia-Bundesverband anlässlich des Welt-Aids-Tages aufmerksam.
Der Angst vor einer Infektion und der Ohnmacht vor der Erkrankung lässt sich heute, ohne zu dramatisieren und ohne zu bagatellisieren, besser durch Wissen und Erfahrung begegnen. Ob die Infektion die Frau betrifft oder den Mann, hier in unseren Breitengraden muss die Diagnose HIV positiv nicht unbedingt der Grund mehr sein, auf ein eigenes, gesundes Kind zu verzichten oder eine Schwangerschaft abzubrechen. HIV positive Paare mit Kinderwunsch stoßen jedoch häufig auf Vorurteile in Familie und Freundeskreis und werden dadurch verunsichert.
Was Paare in dieser Situation brauchen, sind fachgerechte medizinische Informationen zur Diagnose und Behandlung sowie eine vorausgehende und begleitende psychosoziale Beratung, unter Umständen auch für ihr familiäres Umfeld. Unerlässlich sind unterstützende Ärztinnen oder Ärzte zur Klärung und gegebenenfalls zur Umsetzung des Kinderwunsches. Dies ist bei HIV positiven Männern durch Aufbereitung des Spermas und künstlicher Befruchtung seiner Partnerin möglich. Wenn die Frau HIV positiv ist, genügt das Einbringen des Spermas auf dem Wege der Insemination. Wenn eine HIV positive Frau eine Schwangerschaft austragen kann, muss sie per Kaiserschnitt entbinden und auf das Stillen verzichten, um eine Infektion des Kindes auszuschließen.
Ohne sexuelle Lust in sexuelle Last zu verwandeln informiert pro familia seit Jahrzehnten junge Menschen über sexuell übertragbare Krankheiten und bemüht sich, Übertragungswege der HIV-Infektion sowie die Möglichkeiten und Grenzen der heutigen medizinischen Behandlung der Aids-Erkrankung verständlich zu vermitteln. Dafür stehen bei pro familia eine geschlechtersensible Aufklärung in der Präventionsarbeit ebenso wie eine fachgerechte psychosoziale Sexualberatung.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt:
Regine Wlassitschau
pro familia – Bundesverband
Stresemannallee 3
D-60596 Frankfurt am Main
Tel. 069 63 90 02
Fax 069 63 98 52

www.profamilia.de
Seit 1952 setzt sich pro familia für die Interessen von Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Rechte ein. Heute gehört der Verband zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern der Sexualpädagogik, Familienplanungs-, Sexual- und Schwangerschaftsberatung. In den 170 Beratungsstellen in Deutschland finden Menschen aller Religionen und Nationalitäten fachlich und menschlich qualifizierten Rat. Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung sozial benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung. Der pro familia-Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.
Der Angst vor einer Infektion und der Ohnmacht vor der Erkrankung lässt sich heute, ohne zu dramatisieren und ohne zu bagatellisieren, besser durch Wissen und Erfahrung begegnen. Ob die Infektion die Frau betrifft oder den Mann, hier in unseren Breitengraden muss die Diagnose HIV positiv nicht unbedingt der Grund mehr sein, auf ein eigenes, gesundes Kind zu verzichten oder eine Schwangerschaft abzubrechen. HIV positive Paare mit Kinderwunsch stoßen jedoch häufig auf Vorurteile in Familie und Freundeskreis und werden dadurch verunsichert.
Was Paare in dieser Situation brauchen, sind fachgerechte medizinische Informationen zur Diagnose und Behandlung sowie eine vorausgehende und begleitende psychosoziale Beratung, unter Umständen auch für ihr familiäres Umfeld. Unerlässlich sind unterstützende Ärztinnen oder Ärzte zur Klärung und gegebenenfalls zur Umsetzung des Kinderwunsches. Dies ist bei HIV positiven Männern durch Aufbereitung des Spermas und künstlicher Befruchtung seiner Partnerin möglich. Wenn die Frau HIV positiv ist, genügt das Einbringen des Spermas auf dem Wege der Insemination. Wenn eine HIV positive Frau eine Schwangerschaft austragen kann, muss sie per Kaiserschnitt entbinden und auf das Stillen verzichten, um eine Infektion des Kindes auszuschließen.
Ohne sexuelle Lust in sexuelle Last zu verwandeln informiert pro familia seit Jahrzehnten junge Menschen über sexuell übertragbare Krankheiten und bemüht sich, Übertragungswege der HIV-Infektion sowie die Möglichkeiten und Grenzen der heutigen medizinischen Behandlung der Aids-Erkrankung verständlich zu vermitteln. Dafür stehen bei pro familia eine geschlechtersensible Aufklärung in der Präventionsarbeit ebenso wie eine fachgerechte psychosoziale Sexualberatung.
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