28.11.2007 - 12:49 - Politik, Recht & Gesellschaft
„Das Wunder von Gerstetten“ rettet Hungerbrunnental
Pressemitteilung von: ödp Kreisverband Heidenheim
GERSTETTEN, 28.11.2007 - „Heute haben wir das Wunder von Gerstetten erlebt“, mit diesen Worten kommentierte ödp- Gemeinderat Gerd Eckhardt nach der letzten Gemeinderatssitzung die Entscheidung über die Trassenwahl der Gerstetter Klärwerkskonzeption. Noch in der letzten Gemeinderatssitzung schienen jegliche Sachargumente für die Trassenvariante entlang der L1164 an der Verwaltung abzuprallen und angesichts der bis dato vorherrschenden politischen Mehrheit für die „Südvariante“, schien das Schicksal des Karst- und Naturschutzgebietes „Hungerbrunnental“ unumkehrbar besiegelt.
Für einige Überraschung sorgte Bürgermeister Roland Polaschek am vergangenen Dienstag in dem er einen Verwaltungsvorschlag vorlegte, worin er den Gemeinderäten empfahl, beim geplanten Anschluss an die Sammelkläranlage Mergelstetten die Hungerbrunnenvariante für die weitere Detailplanungen und Verhandlungen nicht mehr weiter zu verfolgen. Stattdessen solle nur noch die Nordroute entlang der L1164 als Basis für weitere Untersuchung und Verhandlungen dienen. Kurz darauf die Sensation: Während verschiedene Gemeinderäte diesen Meinungsschwenk zunächst noch kritisierten, erfolgte das Votum dann doch überraschend einstimmig.
Gerd Eckhardt: „Im örtlichen Volksglauben galt es früher als schlechtes Omen, wenn der Hungerbrunnen sprudelte. Ich glaube jedoch, dass die heutige Entscheidung in erster Linie ein gutes Omen für den Erhalt des einzigartigen Naturphänomens des Karstgebietes „Hungerbrunnental“ darstellt. Damals wie heute gilt: man sollte nicht alles leichtfertig glauben. Dies gilt heutzutage meist dann, wenn „Fachleute“ im Vorfeld von Großbauprojekten die Unbedenklichkeit von Eingriffen auf die Natur propagieren. Oftmals hat sich später eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis gezeigt“.
In seinem weiteren Redebeitrag dankte Gerd Eckhardt allen, die an dieser „weisen Kehrtwende“ mitgearbeitet haben. Namentlich herausstellen wollte er aber niemand, da es eben manchmal so ist, „dass die eigentlichen Helden in keinem Geschichtsbuch auftauchen“.
Ökologisch Demokratische Partei (ödp) Kreisverband Heidenheim
Albuchstr. 17
89547 Gerstetten
Tel. 07323/953929
Ansprechpartner: Gerd Eckhardt
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internet: www.oedp-hdh.de
E-Mail: presseservice[at]oedp-hdh.de
Die ödp in Heidenheim ist eine lokale Untergliederung der Ökologisch-Demokratischen Partei. In der ödp arbeiten Menschen zusammen, die dem Streben von Gesellschaft und Wirtschaft nach "Immer mehr" das Prinzip Verantwortung entgegensetzen: "So leben, dass Zukunft bleibt!". Angestrebt wird eine Wende im Lebens- und Wirtschaftsstil - weg von der Überfluss- und Verschwendungswirtschaft, hin zu Nachhaltigkeit und "echter" Lebensqualität.
Für einige Überraschung sorgte Bürgermeister Roland Polaschek am vergangenen Dienstag in dem er einen Verwaltungsvorschlag vorlegte, worin er den Gemeinderäten empfahl, beim geplanten Anschluss an die Sammelkläranlage Mergelstetten die Hungerbrunnenvariante für die weitere Detailplanungen und Verhandlungen nicht mehr weiter zu verfolgen. Stattdessen solle nur noch die Nordroute entlang der L1164 als Basis für weitere Untersuchung und Verhandlungen dienen. Kurz darauf die Sensation: Während verschiedene Gemeinderäte diesen Meinungsschwenk zunächst noch kritisierten, erfolgte das Votum dann doch überraschend einstimmig.
Gerd Eckhardt: „Im örtlichen Volksglauben galt es früher als schlechtes Omen, wenn der Hungerbrunnen sprudelte. Ich glaube jedoch, dass die heutige Entscheidung in erster Linie ein gutes Omen für den Erhalt des einzigartigen Naturphänomens des Karstgebietes „Hungerbrunnental“ darstellt. Damals wie heute gilt: man sollte nicht alles leichtfertig glauben. Dies gilt heutzutage meist dann, wenn „Fachleute“ im Vorfeld von Großbauprojekten die Unbedenklichkeit von Eingriffen auf die Natur propagieren. Oftmals hat sich später eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis gezeigt“.
In seinem weiteren Redebeitrag dankte Gerd Eckhardt allen, die an dieser „weisen Kehrtwende“ mitgearbeitet haben. Namentlich herausstellen wollte er aber niemand, da es eben manchmal so ist, „dass die eigentlichen Helden in keinem Geschichtsbuch auftauchen“.
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