(openPR) Noch vor wenigen Jahren mussten Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie lange Zeit ihres Lebens in psychiatrischen Kliniken verbringen und hatten unter schweren Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente zu leiden. Nicht zuletzt durch die Einführung der modernen Antipsychotika hat diese Situation sich verändert. Die medikamentöse Behandlung der Betroffenen ist laut Professor Dr. med. Wolfgang Gaebel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, heute in zentralen Bereichen effektiver und geht mit deutlich weniger motorischen Nebenwirkungen einher. Zudem weist der DGPPN-Präsident darauf hin, dass hinsichtlich der Verordnungspraxis von Medikamenten zur Behandlung einer Schizophrenie eine Qualitätseinbuße zu befürchten sei, die allein durch den ökonomischen Druck provoziert werde. Nach Einschätzung der DGPPN dürfte inzwischen die Hälfte aller Menschen, die in Deutschland an einer Schizophrenie leiden, aus Kostengründen keine effektive Langzeittherapie mehr erhalten.
Alle nationalen wie internationalen Leitlinien fordern hingegen bei der Erstbehandlung von Schizophrenie-Patienten die Verordnung moderner atypischer Antipsychotika.
Allerdings sind Atypika weitaus teurer als die klassischen Neuroleptika. Dies mag erklären, warum um ihre Verordnung inzwischen so intensiv gestritten wird. Die Gegner der Therapie mit Atypika behaupten, dass die kostengünstigen typischen Neuroleptika wie Haloperidol bei der medikamentösen Behandlung von schizophrenen Psychosen keine geringere Wirksamkeit zeigten als die Gruppe der neueren atypischen Neuroleptika. Deshalb ziehen sie den Schluss, es sei nicht berechtigt, Atypika uneingeschränkt als ausschließliche Mittel der ersten Wahl für Akut- und Langzeittherapie in der Schizophreniebehandlung zu empfehlen. Die DGPPN weißt nachdrücklich darauf hin, dass diese Medikamente keineswegs frei austauschbar sind.
DGPPN-Präsident Wolfgang Gaebel: "Die Atypika weisen entscheidende Unterschiede in ihrer spezifischen Wirkweise sowie in ihrem Nebenwirkungsprofil auf. Sie wirken eindeutig besser sowohl auf die affektiven als auch auf die kongnitiven Anteile der Erkrankung und haben entscheidende Bedeutung für die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der betroffenen Patientinnen und Patienten".
>> Zusätzliche Informationen und Internet-TV-Interviews zu diesem Thema finden Sie im eJournal MEDIZIN ASPEKTE unter der URL
http://www.medizin-aspekte.de/07/11/psychologie/schizophrenie_behandeln.html
Weitere Artikel aus der Welt der Gesundheit und Medizin sowie kurze Expertenbeiträge in unserem Internet-TV-Kanal bietet die aktuelle Ausgabe des eMagazins MEDIZIN ASPEKTE, das kostenlos unter www.medizin-aspekte.de zu erreichen ist.
****
Ihr Ansprechpartner:
Dr. J. Wolff
Redaktion MEDIZIN ASPEKTE
Tel.: 06241 - 9 55 421
www.medizin-aspekte.de
****
MCP Wolff GmbH
Verlag für Medizin- und Gesundheitskommunikation
Das Maximum für unsere Kunden zu erreichen, ist Ziel unserer Unternehmens-Philosophie. Auf dem effizientesten Weg zum Erfolg. Über 25 Jahre Erfahrung mit Schwerpunkt im Pharma- und Gesundheits-Marketing nutzen wir für Ihren Erfolg.
Wir offerieren und realisieren komplette Marketing-Konzepte, ausführliche Marktanalysen, klassische PR-Tools sowie Print- und eServices integraler Cross-Media-Projekte, Direct-To-Consumer-Marketing (DTCM) sowie Patient-Relationship-Management (PRM). Unsere Kunden kommen aus der gesamten Industrie und Pharmawelt. (www.mcp-wolff.de)












