26.11.2007 - 13:27 - Politik, Recht & Gesellschaft

Landkreise engagieren sich gegen Fremdenfeindlichkeit

Pressemitteilung von: Deutscher Landkreistag
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Initiative „Orte der Vielfalt“ ruft Kommunen zur Teilnahme auf

AnlĂ€sslich der heutigen Auftaktveranstaltung zur bundesweiten Initiative „Orte der Vielfalt“ hat der Deutsche Landkreistag (DLT) das Engagement der Landkreise gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bekrĂ€ftigt. DLT-PrĂ€sident Landrat Hans Jörg DupprĂ© (SĂŒdwestpfalz) sagte: „Es ist wichtig, ein klares Signal gegen die schleichende Ausbreitung des Rechtsextremismus in unserem Land zu setzen. Die Landkreise nutzen bereits eine FĂŒlle von Möglichkeiten, angefangen von der Wissensvermittlung in Schulen oder Jugendclubs bis hin zu internationalem SchĂŒleraustausch, Sportförderung oder Streetwork.“ Der kommunale Spitzenverband beteiligt sich an der Initiative und hat zudem heute unter www.kreise-fĂŒr-vielfalt.de eine eigene Homepage zum Thema freigeschaltet, die einen Überblick ĂŒber die AktivitĂ€ten der Landkreise bietet.

www.kreise-fĂŒr-vielfalt.de freigeschaltet

Mit dem von der Bundesregierung initiierten Projekt „Orte der Vielfalt“ unterstĂŒtzt der Deutsche Landkreistag das Engagement der demokratischen KrĂ€fte auf kommunaler Ebene zur StĂ€rkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie und ruft Kommunen mit besonderem Engagement dazu auf, sich ab sofort unter www.orte-der-vielfalt.de an der Kampagne zu beteiligen.

DupprĂ© erlĂ€uterte die Bedeutung der Thematik fĂŒr die Landkreise: „Die Landkreise sehen es als eine ihrer selbstverstĂ€ndlichen Aufgaben an, jeder Form von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Gerade die Kommunen sind fĂŒr die StĂ€rkung von Toleranzdenken und Demokratie die geeignete politische Ebene, weil hier die BĂŒrger selbst Verantwortung fĂŒr die Gestaltung der Lebenswirklichkeit vor Ort ĂŒbernehmen können. Kommunale Selbstverwaltung eben.“ Insofern stehe ein ernsthafter Umgang mit dieser Problematik ganz oben auf der kommunalen Agenda, um der Verbreitung und Verfestigung rechtsextremistischer EinflĂŒsse wirksam entgegenzuwirken. Rechtsextreme Aktionen und Versammlungen seien vor allem und in erster Linie im kommunalen Kontext wahrnehmbar und belasteten das Zusammenleben der BĂŒrger. „Von Fremdenfeindlichkeit sind zudem die Landkreise regional sehr unterschiedlich betroffen, so dass gemĂ€ĂŸ der konkreten Gegebenheiten entsprechend flexibel agiert werden muss.“

„In ihrer AufklĂ€rungsarbeit können die Landkreise ihre vielfĂ€ltigen Einflussmöglichkeiten nutzen und etwa in sozialen Einrichtungen Kindern und Jugendlichen das nötige Wissen vermitteln, um sie bereits frĂŒh fĂŒr extremistisches Gedankengut zu sensibilisieren.“ So gesehen handelt es sich vor allem um eine Bildungsaufgabe. Generell, so DupprĂ©, mĂŒsse man der jungen Generation Perspektiven und Chancen eröffnen, um sie zum verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Herkunft und der anderer Menschen zu ermutigen.

Zahlreiche Landkreise prĂ€sentieren ihre AktionsplĂ€ne, AktivitĂ€ten und Initiativen gegen Rechts auf der eigens fĂŒr diesen Zweck eingerichteten Homepage. Die dokumentierten Beispiele reichen von AufklĂ€rungsarbeit auf der Strasse, in Schulen und in Kinder- und Jugendtreffs ĂŒber die Bildung lokaler Netzwerke und die Förderung von Vereinsarbeit und ehrenamtlichem Engagement bis hin zu Ausstellungen, Seminaren und Austauschprogrammen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Deutscher Landkreistag
Lennéstr. 11
10785 Berlin
Pressesprecher: Dr. Markus Mempel, Tel. 030/590097-312

Der Deutsche Landkreistag ist der kommunale Spitzenverband der 313 deutschen Landkreise auf Bundesebene.

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