25.11.2007 - 20:36 - Vereine & Verbände

Braucht Köln den Dom? Podiumsdiskussion im Wirtschaftsclub Köln e. V.

Pressemitteilung von: Wirtschaftsclub Köln e. V. / PR Agentur: pr cologne agentur für kommunikation
Diese Frage diskutierten fünf Referenten am 6. November im Kölner Wirtschaftsclub. Auf dem Podium des Kaminraums im Kölner Dom Hotel saßen Angela Spizig, Bürgermeisterin der Stadt Köln, Jürgen Sziegoleit, General Manager des Dom Hotels, Köln, Norbert Minwegen, Leiter Unternehmenskommunikation der Sparkasse KölnBonn, Ioannis Golias,, Geschäftsführer der Marketingagentur ged-artworks und Volker Motz, Redakteur des Wirtschaftsblatts. Moderiert wurde die Veranstaltung – nach der Begrüßung durch den 2. Vorsitzenden des Kölner Wirtschaftsclub e. V., Christian Kerner – von Antonie Schweitzer, pr cologne.

Ihren sehr unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen entsprechend gingen die Referenten auf die einzelnen Aspekte des Themas aus Historie, Architektur, Städtebau, Kultur, Wirtschaft, Medien und Tourismus ein. Der Kölner Dom ist, wie einleitend hervorgehoben wurde, laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Tourismus-Verbandes (DTV) und des Städteportals meinestadt.de die touristische Attraktion Nummer 1 in Deutschland. Von 3.000 Befragten votierten 15,2 Prozent für den Dom, während Schloss Neuschwanstein nur 9,2 Prozent erhielt und die Dresdner Frauenkirche 6,5 Prozent. Der Dom ist für die Stadt Gold wert, ein Pfund, mit dem sie wuchern kann: 2006 hatte die Dom-Stadt rund 6 Millionen Tagestouristen, 2,4 Mio. Hotelgäste mit 7 Millionen Übernachtungen. In diesem Jahr konnte sogar noch ein Plus von 8,3 Prozent im April und 4,8 Prozent im Mai verzeichnet werden. Insgesamt machen die Touristen einen Bruttoumsatz von 4,34 Milliarden €, davon fließen rund 100 Mio. € Steuern in die Kassen der Stadt. Hiervon profitiert auch die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Entsprechend wichtig ist der Dom, hierin stimmten die Referenten überein, als „die“ Sehenswürdigkeit Kölns, für die Gastronomie und Hotellerie wie auch für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Jürgen Sziegoleit betonte allerdings auch, dass es deutlich mehr Businessreisende als Touristen sind, die in die Stadt kommen. Er kritisierte in diesem Zusammenhang die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit der Stadt gegenüber allen störenden Einflüssen im Umfeld des Doms: Insbesondere die lärmenden Skater auf der Domplatte sind, so der Direktor des Dom Hotels, nicht nur für Spaziergänger ein Problem, sondern auch für die Gäste des Hotels. Durch einen Platz voller Skater wird der Dom, so Sziegoleit, nicht gut repräsentiert.

Bürgermeisterin Angela Spizig hingegen ging auf die Lebendigkeit, Beliebtheit und Attraktivität der Stadt, insbesondere für junge Menschen, ein. Köln zieht Jahr für Jahr eine relativ hohe Anzahl von Zuziehenden an, die hier ihre Wahlheimat finden. Auch für Studenten ist sie sehr attraktiv. Die Bürgermeistern wies auf die Bedeutung der Stadt für Kunst, Kultur und Design und die zahlreichen hiermit verbundenen Initiativen und Veranstaltungen hin. Köln hat eine schillernde Kulturszene, obwohl die Stadt, so Angela Spizig, weniger Fördergelder für schöne Projekte erhält als Düsseldorf. Norbert Minwegen, Kommunikationschef der Sparkasse KölnBonn, unterstützte die Argumentation der Bürgermeisterin, indem er die „Nacht der Museen“ als zum wiederholten Mal erfolgreiches Event anführte.

Und die Kehrseite der Medaille? Im Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift Wirtschaftswoche liegt Köln als viertgrößte Stadt Deutschlands nur auf Platz 15. Das Wirtschafswachstum sei zu schwach, die Schulden zu hoch, lautet das Urteil. Ganz vorne liegen München und Dresden; unsere Nachbarstadt Düsseldorf, die in diesem Jahr sogar schuldenfrei wurde, rangiert immerhin auf Platz sieben. Ist Köln, wie die Schlagzeilen verkündeten, zu selbstzufrieden? Versinkt es im Mittelmaß? Verlässt sich die Stadt zu sehr auf ihre historischen Pluspunkte? Lähmt das Vertrauen in den Dom, die romanischen Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten zeitgenössische städtebauliche Initiativen und innovative Projekte? In diesem Zusammenhang wurde – insbesondere von den Marketingexperten auf dem Podium – die Konzeptionslosigkeit und mangelnde Konsequenz in der Realisierung städtebaulicher Initiativen kritisiert. Köln fehlt es nach Ansicht von Ioannis Golias, Geschäftsführer der Marketingagentur ged-artworks, an spektakulären Neubauten, die allerdings auch mit Konsequenz umgesetzt werden sollten. Projekte werden, so der Eindruck von Volker Motz, Redakteur im Düsseldorfer Wirtschaftsblatt, in unserer Nachbarstadt zügiger und konsequenter realisiert. Nicht die Quantität ist entscheidend, sondern die Qualität und Stringenz. Den Blick auf die Achse Köln Bonn lenkte schließlich Norbert Minwegen, der auf die Bedeutung der Medienstadt Köln hervorhob und die hiermit verbundenen Chancen. Das Publikum beteiligte sich lebhaft und engagiert an der anschließenden Diskussion, in der zahlreiche zusätzliche persönliche Aspekte und Eindrücke zur Sprache kamen.

Christian Kerner bedankte sich im Namen des Wirtschaftsclub bei allen Referenten und merkte abschließend an, dass der Kölner Wirtschaftsclub die Vielzahl von Anregungen an diesem Abend aufgreifen werde und auch im nächsten Jahr ein Augenmerk seiner Arbeit auf die Standortfrage legen werde.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die folgende Adresse.

Mit freundlichen Grüßen,

pr cologne
agentur für kommunikation

Antonie Schweitzer
Ehrenstraße 18
50672 Köln

Tel: 0221-250 8993
Fax: 0221-250 8994
Mobil: 0179-469 0444


www.pr-cologne.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Unsere Ziele
Der Wirtschaftsclub Köln ist ein noch junger Verein aus Unternehmern und leitenden Angestellten, die aktiv und engagiert am wirtschaftlichen Leben dieser Stadt teilnehmen. Sein Ziel ist es, die ökonomischen Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, ihre unternehmerischen Aktivitäten mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen und ein positives Bild von ihnen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Die optimale Plattform für Ihre Geschäftskontakte
Repräsentanten aus den unterschiedlichsten Branchen schließen sich im Wirtschaftsclub Köln zu einem vielfältigen Netzwerk zusammen, das auch differenzierten Ansprüchen an interdisziplinäre Kommunikation gerecht wird. Dieser Austausch ermöglicht die Bündelung und Konzentration von Ideen, Konzepten und Projekten sowie die Nutzung sinnvoller Synergie- und (Cross-)Marketingeffekte. Hierdurch wird die Präsenz und Durchsetzungsfähigkeit der einzelnen Unternehmen auf dem Markt verstärkt.

Starthilfe für Firmen-Neugründungen und -Neuansiedlungen
Der Wirtschaftsclub Köln unterstützt Existenzgründer und junge Unternehmen, deren Position auf dem Markt noch nicht gefestigt ist. Er gibt ihnen Gelegenheit, sich mit ihrem Leistungsspektrum und Angebot vor einem größeren Forum zu präsentieren, gemeinsame Interessen mit anderen Mitgliedern zu eruieren, bestehende Kontakte zu vertiefen und zusätzliche zu entwickeln, Aufträge zu generieren und Kooperationspartner zu finden. Er bietet Firmen, die sich in unserer Stadt ansässig machen, seine Unterstützung an, stellt ihnen sein Netzwerk zur Verfügung und steht ihnen mit Rat und Tat und all seinen Kontakten zur Verfügung. Auf diese Weise fördern die Aktivitäten des Vereins die Wirtschaft unserer Stadt und ihrer Region.

Ein Diskussionsforum für aktuelle wirtschaftliche Themen
Die Mitglieder des Wirtschaftsclubs Köln werden in alle den Verein betreffenden Prozesse eingebunden. Sie diskutieren aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und unternehmerische Themen im Forum und partizipieren auf diese Weise am Erfahrungshorizont und branchenspezifischen Know-how der anderen Clubmitglieder. So können nicht nur individuelle Lösungen für allgemeine ökonomische Fragen, Konflikte und Probleme gefunden werden.

Die Verbindung Wirtschaft und Ethik – ein besonderes Anliegen des Vereins
Wirtschaftlich relevantes Handeln kann nie ganz frei von politischen Implikationen sein, und dieser Herausforderung stellen sich die Mitglieder im gleichen Maße wie ihrer sozialen und ethischen Verantwortung. Diskussionen zum komplexen Spannungsverhältnis von Profit und Ethik sind gegenwärtig ebenso relevant wie arbeitsrechtliche Novellierungen oder Fragen der Unternehmensgründung und formierung. Auch zu diesen im Alltagsgeschäft häufig vernachlässigten Aspekten des Unternehmertums bietet der Kölner Wirtschaftsclub seinen Mitgliedern nicht nur wertvolle Informationen und Denkanstöße, sondern Bewusstseinsbildende und handlungsrelevante Gesprächsforen.

Regelmäßige Treffen im exklusiven Dom Hotel À Le Méridien Hotel, Köln
Der gesellige Aspekt des Vereinslebens darf auch im Wirtschaftsclub Köln nicht vernachlässigt werden: An jedem 1st Tuesday des Monats treffen sich die Vereinsmitglieder in einem der komfortablen Konferenzräume des Kölner Dom Hotels À Le Méridien Hotel. Nach diesen Meetings findet ein zwangloses Get Together in der stilvollen Sir Peter Ustinov´s Bar International des Hotels statt. In entspannter Atmosphäre, beim Kölsch und mit der unvergleichlichen Aussicht auf das Wahrzeichen unserer Stadt, können weiterführende Gespräche geführt, Kontakte vertieft und Geschäftsbeziehungen geknüpft werden (Vgl. hierzu auch die Informationen zur „Location“).

Mitgliedschaft
Sie möchten Mitglied im Wirtschaftsclub Köln werden? Dann melden Sie sich doch bitte zu einem unserer nächsten Treffen am 1st Tuesday des Monats an. Bei dieser Gelegenheit können Sie sich einen Eindruck von den Aktivitäten des Vereins und von seinen Mitgliedern verschaffen. Sie knüpfen erste Kontakte und stellen sich den Vereinsmitgliedern vor. Über die Aufnahme neuer Vereinsmitglieder entscheidet der Vorstand (Vgl. hierzu auch die Informationen auf der Website unter „Vorstand“) jeweils nach Antragstellung (Das Formular finden Sie auf der Website unter „Aufnahmeantrag“).

Anmeldung zum 1st Tuesday wird erbeten.
Weitere Informationen unter www.wirtschaftsclub-koeln.de.

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