22.11.2007 - 15:58 - Vereine & Verbände
"Wir fordern soziale Gerechtigkeit und Teilhabe" - Positionen zur Bürgerschaftswahl 2008 vorgestellt
Pressemitteilung von: Paritätischer Wohlfahrtsverband
Ein Gleichheitszeichen symbolisiert zukünftig den Grundgedanken der Parität: keine Gleichmacherei, keine Gleichförmigkeit, sondern die Gleichwertigkeit von Ungleichem, die nach gleichem Respekt und gleichen Möglichkeiten verlangt.
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband ist der Idee der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet: „Je-der Mensch hat das Recht auf gleiche Chancen zur Verwirklichung seines Lebens in Würde und zur Entfaltung seiner Persönlichkeit.“ Getragen von der Idee der „Parität" setzt sich der 1924 ge-gründete Verband für die Gleichwertigkeit der verschiedenen Ansätze und Methoden sowie die unterschiedlichen Beweggründe für soziale Arbeit ein. Dieser Anspruch findet seinen Ausdruck im neuen Erscheinungsbild, das der PARITÄTISCHE auf der Mitgliederversammlung vorstellte. „Ein Gleichheitszeichen symbolisiert zukünftig den Grundgedanken der Parität“, sagte Richard Wahser, „keine Gleichförmigkeit, keine Gleichmacherei, sondern die Gleichwertigkeit von Ungleichem, die nach gleichem Respekt und gleichen Möglichkeiten verlangt.“
Mit diesen Fragen hat sich der PARITÄTISCHE Hamburg in seinen „Positionen zur Bürger-schaftswahl 2008“ beschäftigt, die im Rahmen der Mitgliederversammlung vorgestellt und mit den Parteien CDU, Die Linke, FDP, GAL und SPD diskutiert wurden. Moderiert wurde die Veranstal-tung von der Fernseh- und Hörfunk-Journalistin Kerstin Michaelis.
„Wir brauchen große Anstrengungen zur Förderung des Wohnungsbaus“, sagte Richard Wahser, „da Tausende Wohnungen in den nächsten Jahren aus der Wohnungsbindung fallen,“ Bereits heute gebe es nicht genügend Wohnungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf und einen Mangel an geeignetem Wohnraum für betreute Wohn- und Hausgemeinschaften.
Die steigende Kinderarmut in Hamburg sei ein weiteres großes Problem, dem sich der zukünftige Senat stellen müsse, so der Verband weiter. „Jedes fünfte Kind lebt in Armut oder ist von Armut bedroht. Wir brauchen ein gerechteres Bildungssystem, eine präventive Gesundheitsvorsorge und eine frühzeitige Unterstützung von Familien.“ Es müsse ein Bemessungssystem für den Hartz-IV-Regelsatz entwickelt werden, das die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern und Erwachsenen abbildet.
Auf der Veranstaltung forderte der PARITÄTISCHE den Senat zu mehr Klarheit bei der Umset-zung seines „Handlungskonzeptes zur Integration von Zuwanderern“ auf. „Das Konzept be-schreibt richtige Handlungsansätze“, so Richard Wahser, „nur mangelt es an finanziellen Mitteln zur Umsetzung.“
Im Bereich der Pflege setzt sich der PARITÄTISCHE für unabhängige Prüfungen der Pflege- und Versorgungsqualität ein: „Pflegebedürftige haben ein Recht darauf, sich über die Qualität der Leistungen und über die Ergebnisse von Prüfberichten zu informieren. Wer Pflege benötigt, muss sicher sein können, eine angemessene und qualitativ hochwertige Versorgung zu erhalten.“
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.
Christian Böhme
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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22089 Hamburg
Tel. 040/415201-59
Fax: 040/415201-38
Der Verband ist eine Service-Einrichtung für seine zurzeit 326 Mitglieder, die unter eigenem Namen und Logo auftreten. Sie arbeiten auf allen Gebieten der Sozial-, Jugend-, Frauen-, Alten- und Gesundheitshilfe, betreiben ca. 1.000 Einrichtungen und Dienste, in denen 16.000 hauptamtlich Beschäftigte sowie 10.000 ehrenamtlich tätige Helfer/innen und Organmitglieder wirken.
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