(openPR) Bereits im Jahre 1996 hat Richard Klausner, Direktor des National Cancer Institutes, anlässlich der Initiierung des Cancer Genome Projects folgendes Statement abgegeben:
„It´s hard to do medicine without an accurate diagnosis. Right now, we lump patients together and treat them with the same drugs and then deal with their variable response to treatment. We´re essentially treating different diseases with the same medicine.”
Nicht erst seit diesem Statement sehen sich unzählige klinische Onkologen täglich dem Problem gegenüber, dass Leitlinienkonforme Medizin längst nicht immer das therapeutische Optimum für den individuellen Patienten/die individuelle Patientin darstellt.
Die individualisierte Systemtherapie onkologischer Erkrankungen ist daher, insbesondere angesichts der limitierten Erfolge Leitlinienkonformer Behandlungen, ein attraktives therapeutisches Konzept. Ein technologisches Mittel zur Umsetzung der individualisierten onkologischen Therapie sind innovative, nicht klonogene Testsysteme zur prätherapeutischen Evaluierung der individuellen Chemosensitivitität,
wie dem DiSC Assay, dem HDRA, dem EVA-Assay oder verschiedener Modifikationen des ATP-Assays, wie dem ATPCVA oder dem ATP-TCA.
Einen weiteren wichtigen Aspekt bei dem Thema „Individualisierte Therapie“ stellen so genannte „targeted therapies“ dar. Die wichtigsten, da kommerziell erhältlichen Medikamente in diesem Sektor
sind Trastuzumab, Bevacizumab und Lapatinib. Neu zugelassen im vergangenen Jahr wurden Sorafenib bzw. Sunitinib. Diese ärztliche Fortbildungsveranstaltung soll daher nicht nur gegenwärtig verfügbare Daten zu individualisierten Therapien zusammen fassen, sondern auch Anregungen zu künftigen individualisierten Systemtherapien geben.
Dies beinhaltet sowohl die Themen „Individualisierte Chemotherapie“ als auch „Anti-Angiogenese“ und neue Möglichkeiten therapeutischer Beeinflussung mit Tyrosinkinase-Inhibitoren. Die L.a.n.c.e.-Laborgemeinschaft hat dazu national und international renommierte Referenten gewonnen:
Prof. Ian Cree, Portsmouth:
Individualizing chemotherapies for solid tumors – is there any alternative?
Prof. Dr. med. Nadia Harbeck, München:
Einsatz von Angiogenese-Inhibitoren in der systemischen Therapie des operablen und metastasierten Mammakarzinoms
Priv.-Doz. Dr. med. Chistian M. Kurbacher:
Chemosensitivitätstestung bei gynäkologischen Karzinomen
Dr. med. Herwart Müller, Hammelburg:
Multimodales Therapiekonzept zur Behandlung der Peritonealkarzinose – Möglichkeiten und Grenzen
Prof. Dr. med. Uwe Reinhold, Bonn:
Chemosensitivitätstestung bei malignen Melanomen
Dr. med. Sonja Schäfer, Bonn:
Individueller Einsatz von Tyrosinkinase-Inhibitoren bei soliden Tumoren
Dazu in einer Diskussionsrunde Patienten und Vertreter von Selbsthilfeorganisationen.
Termin: 1. Dezember 2007
Zeit: 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Ort: Steigenberger Grandhotel Petersberg in Königswinter
Die Veranstaltung ist mit 6 Fortbildungspunkten zur Zertifizierung angemeldet.
Anmeldung und Anforderung des Programms unter: 02241-93575000 (Frau Simone Hellwig)
MedicalUnit
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