12.11.2007 - 16:11 - Kunst & Kultur

Warum ein individuelles Grabzeichen auch heute noch Sinn machen kann

Pressemitteilung von: Helmut Hirte, Bildhauer, Aschaffenburg / PR Agentur: Dobler Communications
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Werkstattgespräch bei Helmut Hirte, Bildhauer, Aschaffenburg
Im Rahmen der „Werkstattgespräche“ des Aschaffenburger Bildhauers Helmut Hirte hielt Gerold Eppler, Stellvertretender Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel, am 11. November einen Vortrag zum Thema »Vom Erinnern zum Gedenken. An der Grenze des Vergessens – Das Grabmal als letzter Bezugspunkt.«

Eppler legte in seinem Vortrag dar, warum ein individuelles Grabzeichen auch heute noch Sinn machen kann und zeigte, welche neuen, teils ungewöhnlichen Gestaltungsansätze Handwerker, Künstler, Architekten und Designer anbieten. Er bedauerte, dass sich viele Menschen bei ihrer Entscheidung für ein Erinnerungszeichen mit standardisierten Grabsteinen zufrieden geben. Dabei habe das gekennzeichnete Grab nach wie vor eine wichtige Funktion, denn es halte den Prozess des Erinnerungsverlustes auf. Es sei die Rückversicherung, dass einem der Verstorbene nicht vollständig entgleitet.

Das Paradoxe dabei sei, dass sich gerade durch den Versuch, das Vergessen aufzuhalten, die Bindungen zum Verstorbenen lösen. Im Laufe der Zeit stellten die Menschen bei ihren Grabbesuchen fest, dass sich ihre Gefühle dem Bestatteten gegenüber verändern. Eppler: „Er hat einen neuen Platz in ihrem Leben eingenommen. Einen Platz, den man aufsuchen, und den man auch wieder verlassen kann. Das gekennzeichnete Grab schafft dadurch auch die Möglichkeit, alte Beziehungen zu lösen und in neue einzutreten; neue Beziehungen die notwendig sind, um den Alltag ohne den Verstorbenen zu organisieren.“

Dobler Communications
Wolfgang Dobler
Tel.: 069 76 75 38 11
Mobil: 0163 989 66 63
e-Mail:

Über Helmut Hirte:

Helmut Hirte ist Bildhauer und Diplombauingenieur. Er betreibt seit 1980 eine eigene Werkstatt in Aschaffenburg in unmittelbarer Nähe zum Altstadtfriedhof. Im Rahmen der von Helmut Hirte und seiner Frau Katharina Gauly organisierten „Werkstattgespräche“ sprechen namhafte Experten zu den verschiedenen Gestaltungsformen des Abschiednehmens. Mehr über Helmut Hirte im Internet unter www.helmut-hirte.de.

Helmut Hirte
Bildhauer
Güterberg 6
63739 Aschaffenburg
Tel.: 06021/ 26217
e-Mail:

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Über Gerold Eppler:

Gerold Eppler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (AFD) und Stellvertretender Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Er ist gelernter Steinbildhauer und Kunstpädagoge. Mehr über die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal und das Museum für Sepulkralkultur unter www.sepulkralmuseum.de.

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