12.11.2007 - 12:15 - Kunst & Kultur

"Pornorap ist keine Kunst!" - Künstlerinnen treten gegen Pornorapper an

Pressemitteilung von: ANA & ANDA, Musik und Bühnenkunst
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ANA & ANDA: "Pornorap ist keine Kunst!"
Die Texte handeln von Erniedrigung und Vergewaltigung von Frauen, die Rhythmen hämmern sich zwingend ins Ohr und die Videos dazu zeigen gewalttätige Sexualpraktiken. Die Rede ist von Pornorap, einem Musikstil, der unter Jugendlichen große Erfolge feiert. Die Videos werden von Handy zu Handy gereicht und die Pornorapper machen große Kasse.

"Pornorap ist keine Kunst. Künstlerische Freiheit endet genau da, wo jede andere Freiheit auch aufhört: Bei der Achtung vor der Würde des Menschen. Was dagegen verstößt, kann sich nicht Kunst nennen." Das sagen Zwei, die selber als Künstlerinnen arbeiten und damit ihr Geld verdienen: ANA & ANDA, Duo für Musik und Bühnenkunst aus Karlsruhe. Jetzt protestieren die Komponistin und die Texterin mit eigenen "Neue Kunstliedern" gegen Pornorapper wie Sido, Bushido, Frauenarzt und andere. Zum ersten Mal präsentieren sie sich damit am 23. November um 20 Uhr im Theater Sapperlot in Lorsch. Engagiert wurden sie dafür von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Brunhilde Schieb. Sie hat die Lieder für ihre Veranstaltung anläßlich des Internationalen Gedenktages am 25. November "Nein zu Gewalt an Frauen" in Auftrag gegeben.

Künstlerische Verantwortung lässt sich nicht abstreiten

"Ekelhaft sind die Versuche der Pornorapper und ihrer Label wie Aggro Berlin, ihre Umwelt für die Inhalte ihrer Werke verantwortlich zu machen. Selbstverständlich sind Künstlerinnen und Künstler für ihr Handeln genau so verantwortlich, wie alle anderen Menschen auch", sagen die beiden Musikerinnen. Mit ihren zeitgenössischen Kompositionen und gesellschaftskritischen Texten nehmen sie sich deshalb immer wieder aktueller Themen an. Lieder zu Menschenrechten, sozialen Themen oder Gender-Fragen sind ihre Spezialgebiete. "Ganz bewusst setzen wir ein Gegengewicht zur sogenannten Spaßgesellschaft. Es ist höchste Zeit, dass die Gesellschaft sich den aktuellen Fragen stellt und nach Antworten sucht". Natürlich könnten Künstlerinnen und Künstler diese Antworten nicht liefern, betonen die Beiden. Vielmehr gehe es darum, den Mut zu haben, heikle Themen anzusprechen und die entsprechenden Fragen zu stellen, um damit ein Nachdenken in Gang zu setzen.

Weg von der Opfermentalität

"Die Pornorapper aber zementieren Missstände in der Gesellschaft - und noch schlimmer: Sie leisten den Fehlentwicklungen auch noch Vorschub!". Offensichtlich sei Vielen immer noch nicht klar, dass Freiheit nichts damit zu tun habe, jede noch so absurde Grenzüberschreitung zuzulassen. "Die sexuelle Befreiung hat in weiten Bevölkerungsteilen gar nie stattgefunden", sind die beiden Künstlerinnen überzeugt. "Warum sonst hätten junge Mädchen heute noch Mühe, sich Praktiken wie dem Gangbang zu entziehen, aus Angst, dann als prüde und frigide zu gelten?" Bei der Anklage lassen es ANA & ANDA aber nicht bewenden. "Unsere Kunst ruft stets zum Handeln auf. Im Gegensatz zu den Pornorappern sehen wir uns nicht als Opfer unserer Herkunft, sondern als selbstverantwortliche Frauen, die wissen, was sie tun und wann es Zeit ist, nein zu sagen!"

Die Veranstaltung in Lorsch findet nun zum vierten Mal anlässlich des Internationalen Gedenktages am 25. November "Nein zu Gewalt an Frauen" statt.

""NEIN zu Gewalt an Frauen" - ein Blick in die aktuellen Gewaltverhältnisse, 23. November, 20 Uhr, Theater Sapperlot, Stiftstr. 18, 64653 Lorsch

www.lorsch.de/stadt/aktuelles/meldungen2007/2007-11-04-po...

Mehr über ANA & ANDA unter www.ANAundANDA.de

Pressebereich ANA & ANDA: www.ANAundANDA.de/html/pressebereich.html

Pressefoto: www.anaundanda.de/Lorsch.jpg

ANA & ANDA
Musik und Bühnenkunst
Gellertstr. 7
76185 Karlsruhe
Tel. 0721 384 16 84
Fax 0721 625 41 20

www.ANAundANDA.de

Als Duo für Musik und Bühnenkunst bieten wir anspruchsvolle und hintergründige kulturelle Beiträge für die verschiedensten Anlässe. Dabei lassen wir uns von den Themen unserer Auftraggeber/innen inspirieren und setzen sie künstlerisch um - je nach Wunsch in Form von Liedern oder Instrumentalmusik. Was Dauer, Ort und Themen eines Auftritts betrifft, sind wir flexibel - je ungewöhnlicher die Aufgabe, desto besser!

Die Themen erhalten so eine emotionale Ebene, die neue Sichtweisen eröffnen, eine Botschaft auf den Punkt bringen oder einen Sachverhalt zusammenfassen kann. Großen Wert legen wir dabei auf intelligente und hintergründige Texte und ungewöhnliche Kompositionen für Klavier, Akkordeon, Percussion und Schlagzeug.

Gerne nennen wir ein paar Beispiele aus der Praxis:

- Für das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe komponierten wir Instrumentalmusik für Akkordeon und Schlagzeug zu einer Feierstunde

- Für Stora Enso schrieben wir Lieder zu Exponaten der Ausstellung "Die Zukunft steht auf Papier", die wir zwischen den Redebeiträgen der Vernissage präsentierten. .

- Für den medizinischen Springer-Verlag in Heidelberg kreierten wir einen künstlerischen Beitrag zum Thema "Wissenschaft und Kunst"

- Für das Wasser-Bad-Design-Museum in Schiltach schrieben wir Lieder und Texte

- Für Hewlett Packard Schweiz übernahmen wir die künstlerische Gestaltung der Halloween-Feier

- Für attac Karlsruhe schrieben wir einen Programmpunkt zum Thema "Globalisierung"

- Für das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung komponierten wir Lieder zum Thema "Geschlechterverhältnisse 2020"

- Zur "langen Nacht des Rechts" der Stadt Karlsruhe präsentierten wir 21 Kommentare in Wort und Ton zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948

- Für die Karlsruher Museumsnacht stellten wir passend zum Motto "Da klingt die Nacht!" ein Liederprogramm mit dem Titel "Nachtausgabe" zusammen.

- Für die Sparkasse Germersheim-Kandel schreiben wir gerade maßgeschneiderte Lieder zum Thema Vorsorge, Versicherungen, Geldangelegenheiten

- Zur Eröffnung der Ausstellung "Justitia ist eine Frau" in Karlsruhe traten wir mit einem Ausschnitt aus dem Menschenrechtsprogramm auf.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

- In Darmstadt traten wir mit neu geschriebenen Liedern zur Ausstellungseröffnung von "Der Frauenzoo der Werbung" auf.

Die Referenzen zu diesen und vielen anderen Aufträgen finden Sie unter: www.anaundanda.de/html/referenzen.html

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