09.11.2007 - 17:34 - Kunst & Kultur

Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling startet Kartenvorverkauf am 12. November 2007

Pressemitteilung von: OPHELIAS - PR für Kultur / PR Agentur: OPHELIAS - PR für Kultur
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Beim 12. Heidelberger Frühling mit dabei: Murray Perahia und die Academy of St. Martin in the Fields, Thomas Hampson, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, City of Birmingham Symphony Orchestra und viele andere

Das internationale Musikfestival Heidelberger Frühling bietet vom 29. März bis 25. April 2008 unter dem Motto „Zwischentöne“ zahlreiche Konzerte mit international renommierten Künstlern und Orchestern. Zu Gast in Heidelberg sind in rund 80 Konzerten Orchester wie die Academy of St. Martin in the Fields und das City of Birmingham Symphony Orchestra mit Dirigenten wie Sakari Oramo und Hans Zender, sowie herausragende Künstler wie die Pianisten Murray Perahia, Fazıl Say, der Bariton Thomas Hampson und die seit ihrem Premieren-Debüt bei den Salzburger Festspielen 2007 weltweit gefeierte Sopranistin Annette Dasch.

Inhaltlich zeichnet sich der Heidelberger Frühling innerhalb der Festivallandschaft durch sein besonderes Profil aus. Er verbindet in seinen Programmen die inhaltliche Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen und die intensive Begegnung zwischen Künstlern und Publikum mit den großen festlichen Konzerten internationaler Ausnahmekünstler. Neben diesem Anspruch der Förderung von Begegnung und Dialog steht dabei die Musikvermittlung im Zentrum der Programmgestaltung des Heidelberger Frühling.

Unter dem Motto „Zwischentöne“ geht der Heidelberger Frühling 2008 auf die Suche nach dem, was weder Einzeltöne noch Partituren zu sagen vermögen. Denn nicht der Einzelton, sondern das komplexe Zusammenspiel von Klangereignissen, das von keiner Partitur umfassend wiedergegeben werden kann, macht die Musik. Eine Partitur verzeichnet Töne, dazu eine begrenzte Anzahl ihrer Eigenschaften. Sie verschweigt jedoch, was „zwischen“ diesen Tönen liegt, was das musikalische Kunstwerk ausmacht: Stimmung, Klangfarbe, Aura, Zusammenhang, Bedeutung. Erst eine Aufführung legt dieses Zwischenreich offen – weshalb Musik nur dann Musik ist, solange sie gespielt und gehört wird. So kommen beim Heidelberger Frühling 2008 vor allem Werke zur Aufführung, die jede Eindeutigkeit vermeiden und sich durch Doppelbödigkeit auszeichnen, wie etwa Schumanns romantische Vexierbilder in Kammermusik, Lied und Klavierschaffen oder die Musik von Gustav Mahler und Dmitri Schostakowitsch. Hinzu kommen Kategorien wie Ironie, Sarkasmus und Parodie, wenn beispielsweise Vertonungen von Heinrich Heine in mehreren Veranstaltungen auf dem Programm stehen.

Herzstücke des Heidelberger Frühling 2008 sind wieder das „Heidelberger Atelier“ (03. - 06. April), das „Forum junger Künstler“, das „Streichquartettfest“ (10. - 13. April) sowie der „Lied-Schwerpunkt“ mit Thomas Hampson. Konzerte zweier großer Orchester fungieren als musikalische Klammer: Den Auftakt macht das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter der Leitung von Hans Zender mit Till Fellner am Klavier (29. März), den glanzvollen Schlussakkord setzt das City of Birmingham Symphony Orchestra unter Sakari Oramo mit der aus Heidelberg stammenden Violinistin Alina Pogostkina (25. April). Mit Il Giardino Armonico (18. April) kommt zudem erstmals eines der weltweit besten Barockensembles für ein Gastspiel nach Heidelberg. Daneben hat der Heidelberger Frühling mit den Pianisten Martin Stadtfeld (5. April) und Rafał Blechacz (30. März) sowie der Sopranistin Annette Dasch (2. April) junge Künstler engagiert, die sich in den letzten Monaten durch herausragende künstlerische Leistungen international hervorgetan haben.

Thomas Hampson faszinierte bereits beim „Lied-Schwerpunkt“ im Rahmen des Heidelberger Frühling 2006 mit seiner intensiven Auseinandersetzung zu „Des Knaben Wunderhorn“. Nun kehrt er zurück in die Stadt am Neckar, wo er neben einem Liederabend mit Robert Schumanns „Dichterliebe“ in der Urfassung (24. April) auch einen Meisterkurs mit ausgewählten, jungen Sängern und Sängerinnen aus aller Welt gestaltet (22. - 25. April).

Im „Forum junger Künstler“ gastieren u.a. Marie-Elisabeth Hecker (22. April) und Johannes Moser, Violoncello (01. April), Nikolay Borchev, Bariton (16. April), Francesco Piemontesi, Klavier (23. April) sowie mit dem Morgenstern Trio (31. März) und dem Tecchler Trio (15. April) Preisträger des diesjährigen ARD-Musikwettbewerbs in der Kategorie Klaviertrio.

Künstlerischer Kopf des „Heidelberger Atelier“ (03. – 06. April), dem Programmschwerpunkt des Heidelberger Frühling für Neue Musik, ist 2008 der international renommierte Komponist Matthias Pintscher. Im Mittelpunkt des Ateliers mit insgesamt mehr als zehn Tages- und Abendveranstaltungen stehen seine eigenen Kompositionen, die er mit Werken von Franz Schubert, Anton Webern, Arnold Schönberg und Alban Berg kontrastiert.

Das „Streichquartettfest“ (10. – 13. April) wird im kommenden Jahr von fünf Quartetten bestritten. Auf ein besonderes Highlight darf man sich dabei beim Nachtkonzert „Zwischentöne“ mit dem Quatuor Ébène und Slam Poetry von Bas Boettcher (12. April) freuen. Zu den weiteren geladenen Streichquartettformationen gehören das Klenke Quartett, sowie das Atrium Quartett und das Zemlinsky Quartett.

An zwei Tagen (30. März und 20. April) beleuchtet Dieter Borchmeyer in Gesprächen, Lesungen und Musik mit international renommierten Künstlern die Schnittstelle von „Literatur und Musik“. Themen sind dabei das 200. Erscheinungsjahr von Goethes Haupt- und Lebenswerk „Faust“ („Musik im Faust – Faust in der Musik“ mit der Sopranistin Ruth Ziesak, Ulrich Eisenlohr und Siegfried Mauser am Klavier) sowie Vertonungen Heinrich Heines in „Heinrich Heines Zwischentöne“ (mit Tenor Markus Schäfer, begleitet von Christian de Bruyn und Siegfried Mauser am Klavier). Darüber hinaus vermittelt der Schauspieler Dominique Horwitz mit der Pianistin Ragna Schirmer in „Ich möchte lachen vor Todesschmerz“ (06. April) einen Eindruck über die schmerzlich-romantische Künstlerliebe zwischen Clara und Robert Schumann.

Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche steht nach dem großen Erfolg der letzten beiden Jahre wieder im Zentrum von „Ohren auf! Das Schulprojekt des Heidelberger Frühling“. 2008 gestaltet der Leipziger Installationskünstler Erwin Stache in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar einen Projekttag zum Thema Klanginstallationen (19. April). Zudem bietet die neu ins Leben gerufene Jugenddramaturgengruppe „classic scouts“ interessierten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich unter Anleitung mit den Inhalten ausgewählter Konzerte zu beschäftigen, kleine Werkeinführungen zu erarbeiten und diese gleichaltrigen Konzertbesuchern zu präsentieren.

„Wirtschaft und Kultur – Gemeinsam für den Erhalt einer zukunftsfähigen, humanen Gesellschaft“: Dieser Fragestellung widmen das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling und der Heidelberger Club für Wirtschaft und Kultur ein interdisziplinäres „Jubiläumskolloquium Wirtschaft und Kultur“ anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Clubs (24. April). Nach einer grundsätzlichen Bestandsaufnahme der aktuellen Situation von Wirtschaft und Kultur erörtern drei Panels Möglichkeiten zur Vertiefung dieses Verhältnisses.

Neu im Programm des Heidelberger Frühling 2008 ist die Veranstaltungsreihe Friday Night Jazz im Restaurant Stadtgarten, die jungen Jazz-Musikern ein Podium im ungezwungenen Ambiente des beliebten Heidelberger Restaurants bietet. Außerdem ist mit Film ab! erstmals ein Festival-Filmprogramm beim Heidelberger Frühling vertreten, das in Kooperation mit dem Medienforum Heidelberg e.V. angeboten wird.

1997 gegründet, hat sich das Internationale Musikfestival Heidelberger Frühling innerhalb kürzester Zeit als eines der „spannendsten und innovativsten Musikfestivals in Deutschland“ etabliert (Deutschlandradio). Mit ca. 80 Veranstaltungen pro Jahr, einem innovativen Programmkonzept und einem einzigartigen Finanzierungsmodell gehört der Heidelberger Frühling mittlerweile zu den führenden Festivals für klassische und zeitgenössische Musik in Deutschland.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 12. November 2007.
Kartenbestellungen unter +49 – (0)6221 – 14 22 422 sowie bei allen Vorverkaufsstellen der Rhein-Neckar-Zeitung und der CTS/Eventim AG

Weitere Informationen unter www.heidelberger-fruehling.de

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dominik Winterling
Tel. +49 – (0)6221 – 14 22 431
Fax: +49 – (0)6221 – 14 22 433
E-Mail:

Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling GmbH
Ziegelhäuser Landstraße 5, 69120 Heidelberg,
Tel. +49 – (0)6221 – 14 22 411, Fax +49 – (0)6221 – 14 22 433
www.heidelberger-fruehling.de


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