(openPR) „Rheuma wird oft viel zu spät diagnostiziert“, weiß Prof. Dr. Martin Fleck, Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie am Asklepios Klinikum Bad Abbach. Unter den Folgen haben die Betroffenen ein Leben lang zu leiden, denn unbehandelt verursacht die Krankheit Schäden an Knochen und Gelenken, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Um möglichst vielen Patienten rechtzeitig die richtige Therapie zukommen zu lassen, engagiert sich das Asklepios Klinikum Bad Abbach in der Aufklärungsarbeit.
„Unser Ziel ist, dass möglichst jeder Rheuma-Patient vom medizinischen Fortschritt profitieren kann“, betont Prof. Fleck. Zwar sei Rheuma nach wie vor nicht heilbar, „doch mit modernen Medikamenten können wir direkt in die Entzündung eingreifen und im besten Falle das weitere Fortschreiten stoppen.“ Voraussetzung ist allerdings, dass die Behandlung frühzeitig beginnt, das heißt, am besten in den drei Monaten nach Auftreten der ersten Symptome.
Das Problem dabei: Die frühen Anzeichen einer rheumatischen Erkrankung sind sehr unspezifisch. Schmerzende, geschwollene Gelenke, ständige Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen: „Die Symptome können auch denen einer beginnenden Grippe ähneln“, so Prof. Fleck. Dann kommt man nicht auf die Idee, dass es sich dabei auch um Rheuma handeln könnte. „Um das zu ändern, brauchen wir eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Internisten, Orthopäden und Rheumatologen“, betont Prof. Fleck. „Als spezialisierte Klinik wollen wir dazu unseren Beitrag leisten.“
Anlässlich des Weltrheumatages hat die Klinik daher eine neue Aufklärungsoffensive gestartet. Zum Auftakt luden Prof. Fleck und sein Team Hausärzte aus ganz Bayern zu einer Fortbildungsveranstaltung ein. In Vorträgen und Workshops lernten die Ärzte wirksame Diagnose-Verfahren kennen und informierten sich über moderne Behandlungsmethoden, die im Asklepios Klinikum zum Einsatz kommen. Eine weitere Schulung richtete sich an Arzthelferinnen, die in Rheumatologie-Praxen tätig sind. „Die Mitarbeiterinnen führen meist die Erstaufnahme durch und sollten daher über die Krankheit Bescheid wissen“, so Prof. Fleck.
Mit der Resonanz auf beide Veranstaltungen zeigt sich der Chefarzt sehr zufrieden. „Das Interesse ist groß, wir hatten bei beiden Fortbildungen weit mehr Anmeldungen als Plätze.“ Die Seminare sollen künftig regelmäßig durchgeführt und durch weitere Veranstaltungen ergänzt werden.
Asklepios Klinikum Bad Abbach
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