07.11.2007 - 10:04 - Politik, Recht & Gesellschaft
Stellungnahme des pro familia-Bundesverbands zur geplanten Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung
Pressemitteilung von: pro familia-Bundesverband
Frankfurt am Main, 7. November 2007. Am 9. November 2007 soll im Bundestag über den Gesetzentwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung abgestimmt werden. Der pro familia-Bundesverband weist mit Entschiedenheit das Aufzeichnen von Daten von Telefon- und Internetverbindungen an und von Beratungsstellen als Eingriff in den Datenschutz zurück.
Das Aufzeichnen dieser Telekommunikationsdaten stellt eine Gefahr für die Klientel von Beratungsstellen dar, sich vertraulich an eine Beratungsstelle zu wenden, um sich aus unterschiedlichen persönlichen Anlässen für eine selbstbestimmte Entscheidung die erforderliche Aufklärung, Information und notwendige schriftliche Bestätigung zu holen.
Die Klientel von Beratungsstellen muss von der Sicherheit ausgehen können, dass sowohl der eigene Telefonanruf zu einer Beratungsstelle als auch der Rückruf von einer Beratungsstelle auf beiden Seiten vertraulich ist und bleibt, ebenso wie die gewünschten Beratungsgespräche, die per Gesetz dem Datenschutz unterliegen.
Fachkräfte in Beratungsstellen, die Vertraulichkeit der Klientel gegenüber gewährleisten müssen, ebenso wie haupt- und ehrenamtlich verbandspolitisch Tätige müssen davon ausgehen, dass für ihre Tätigkeiten im sensiblen Bereich der Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit Datenschutz gewährleistet ist.
Der Bundesverband wendet sich aus diesen Gründen, aber auch grundsätzlich, gegen das geplante Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung.
Pressekontakt: Regine Wlassitschau, Tel.: 069 - 63 90 02, E-Mail:
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
pro familia – Bundesverband
Stresemannallee 3
D-60596 Frankfurt am Main
Tel. 069 - 63 90 02
Fax 069 - 63 98 52

www.profamilia.de
Seit 1952 setzt sich pro familia für die Interessen von Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Rechte ein. Heute gehört der Verband zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern der Sexualpädagogik, Familienplanungs-, Sexual-
und Schwangerschaftsberatung. In den 170 Beratungsstellen in Deutschland finden Menschen aller Religionen und Nationalitäten fachlich und menschlich qualifizierten Rat. Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung sozial benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung.
Der pro familia-Bundesverband wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.
Das Aufzeichnen dieser Telekommunikationsdaten stellt eine Gefahr für die Klientel von Beratungsstellen dar, sich vertraulich an eine Beratungsstelle zu wenden, um sich aus unterschiedlichen persönlichen Anlässen für eine selbstbestimmte Entscheidung die erforderliche Aufklärung, Information und notwendige schriftliche Bestätigung zu holen.
Die Klientel von Beratungsstellen muss von der Sicherheit ausgehen können, dass sowohl der eigene Telefonanruf zu einer Beratungsstelle als auch der Rückruf von einer Beratungsstelle auf beiden Seiten vertraulich ist und bleibt, ebenso wie die gewünschten Beratungsgespräche, die per Gesetz dem Datenschutz unterliegen.
Der Bundesverband wendet sich aus diesen Gründen, aber auch grundsätzlich, gegen das geplante Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung.
Pressekontakt: Regine Wlassitschau, Tel.: 069 - 63 90 02, E-Mail:
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und Schwangerschaftsberatung. In den 170 Beratungsstellen in Deutschland finden Menschen aller Religionen und Nationalitäten fachlich und menschlich qualifizierten Rat. Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms ist die besondere Förderung sozial benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung.
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