29.10.2007 - 09:25 - Politik, Recht & Gesellschaft

Konrad Freiberg (GdP): Die Politik setzt falsche Prioritäten

Pressemitteilung von: Sicherheit-Heute.de
Laut Polizeistatistik hat die Computerkriminalität in den letzten zehn Jahren um die Hälfte zugenommen. Auch wenn heute die Aufklärungsquote noch immer bei 50 Prozent liegt, sieht der Bundesvorsitzende der Polizei, Konrad Freiberg, keinen Grund für eine Entwarnung. Nach seiner Ansicht ist das Dunkelfeld zehnmal so groß die die bekannten Straftaten. Bereits im Jahr 2001 hatte die Gewerkschaft einen Katalog mit Vorschlägen zur Bekämpfung Online-Kriminalität gemacht und muss nun feststellen, dass sich die Lage seitdem verschlechtert hat.

Das Internet, das heute zum Alltag der Bevölkerung gehört, ist auch für Kriminelle attraktiver geworden. Der oft naive Umgang der Nutzer mit sicherheitsrelevanten Daten macht Identitätsdiebstahl, Betrug beim Onlinebanking und andere Delikte leicht möglich. Auch die Extremisten nutzen das Medium zur Verbreitung ihrer Botschaften und zur Planung von Anschlägen.

Eine Anpassung der personellen und qualitativen Rahmenbedingungen fordert Freiberg von der Politik: „Unter dem Strich fehlt in allen Ländern und auch bei den Bundespolizeien qualifiziertes Personal.“ Gründe dafür sieht der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft im Abbau von 17.000 Stellen bei der Polizei seit dem Jahr 2000 und in der von anderen Wirtschaftszweigen abgekoppelten Einkommensentwicklung. „Was heute eingespart wird, muss morgen doppelt bezahlt werden“ kritisiert Freiberg die Politik. Verschärft werde die die Situation auch dadurch, dass hoch qualifizierte Polizisten aus ihren Bereichen herausgelöst würden, um die dringenden Lücken der Personaldecke in anderen Bereichen zu schließen.

Mehr Sicherheit im Internet kann nicht nur durch eine bessere Ausstattung der Polizei, sondern auch durch einen internationalen Rechtsrahmen für das Internet erreicht werden. Denn heute können sich Kriminelle häufig hinter Landesgrenzen und unterschiedlichen Gesetzen verstecken. Hintergründe zum Thema berichtet das auf Sicherheitsfragen spezialisierte Online-Magazin Sicherheit-Heute in seiner aktuellen Ausgabe. Informationen im Internet: www.sicherheit-heute.de

Ihr Ansprechpartner:
Jochen Denso

Waldstraße 35, 53177 Bonn
www.sicherheit-heute.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Tel.: 0228/318801
Fax: 0228/318835
Mobil: 0179/3284312
E-Mail:

Drei Dinge finden Sie bei uns: Tatsachen, Tatsachen, Tatsachen – alles zum Thema Sicherheit: Über deutsche Netzwerke organisierter Kriminalität, über die islamische und islamistische Szene in Deutschland, von Deutschen, die zu Minderheiten in der Multi-Minoritäten-Gesellschaft werden und über „Un- Sicherheiten“ bei der Informationstechnik. Sicherheit-heute enthält Beiträge namhafter, unabhängiger Experten zu den Bereichen Terrorismus, Islamismus und Organisierte Kriminalität. Das Onlinemagazin will Hintergründe und Motivationen aufzeigen sowie Maßstäbe für die Beurteilung aktueller Entwicklungen vermitteln, für Interessierte eine unentbehrliche Quelle zeitnaher und zuverlässiger Informationen Sicherheit-heute ist weder politisch noch wirtschaftlich gebunden. Als Herausgeber zeichnet Jochen Denso, der mit einem Kreis namhafter Autoren zusammenarbeitet.

News-ID: 167367 • Views: 979

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr