26.10.2007 - 17:38 - Tourismus, Auto & Verkehr
Aktuelle Türkei: Urlaub in der Türkei, Urlaub mit Restrisiko - was der Fall Marco W. lehrt
Pressemitteilung von: Aktuelle Türkei Rundschau ATR
Antalya 26. Okt. – «Die heutige Gerichts-Entscheidung im Fall des 17-jährigen Deutschen Marco W. macht uns in dramatischer Form deutlich, dass jeder Türkei Urlaub mit einem gewissen Restrisiko behaftet ist,» meinte der Chefredakteur der Aktuellen Türkei Rundschau, Jürgen P. Fuß am heutigen Freitag.
«Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering war, dass das türkische Gericht auf Grund der aktuellen Beweislage eine Aufhebung der Untersuchungshaft - gegebenenfalls unter bestimmten Auflagen - zustimmen würde, hatten wir in der ATR-Redaktion auf eine positive Entwicklung in diesem Fall gehofft.»
Doch der schlimmste denkbare Fall ist eingetreten. Weder ist die Schuld oder Unschuld von Marco W. festgestellt worden, was ein Urteil und damit zum Beispiel eine Auslieferung des Deutschen nach Deutschland ermöglicht hätte, hat sich das Gericht wieder einmal vertagt. Und das, obwohl keinerlei Beweise für die Schuld vorliegen, zu denen es nicht auch gegenteilige Beweise - sprich: entlastende Beweise - geben würde.
«ANWENDUNG DER NEUEN STRAFPROZESSORDNUNG MUSS NOCH GELERNT WERDEN»
Niemand wird die Unabhängigkeit eines türkischen Gerichtes in Frage stellen wollen, schon allein deshalb, weil er damit den Stolz dieser Nation verletzen würde. Doch eben dieses Land ist stolz darauf, dass es 2005 eine Strafprozessordnung eingeführt hat, die europäischen Rechtsnormen entspricht - zumindest auf dem Papier.
Wie hatte ein angesehener Rechtsprofessor aus der Türkei in einer Fernsehsendung Anfang dieser Woche die Situation in der Justiz zutreffend beschrieben? «Wir haben seit 2005 eine sehr moderne Strafprozessordnung, die sich an europäische Rechtsnormen orientiert, aber viele unserer Richter müssen erst noch lernen, diese neue Strafprozessordnung anzuwenden.»
KONSEQUENZEN FÜR TÜRKEIURLAUBER
Welche Konsequenzen ergeben sich dabei für Türkei Urlauber? Dass man die Finger grundsätzlich von Rauschgift weglassen sollte, gilt in vielen europäischen Ländern und noch weit mehr in der Türkei. Und das, obwohl es die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass es auch in diesem Land eine florierende Rauschgiftproduktion und natürlich Rauschgiftkonsum gibt.
Herumgesprochen hat sich mittlerweile auch bei den meisten Touristen, dass man die Finger von allen Steinen lassen sollte, die alt sind oder auch nur alt aussehen. Und natürlich gilt dies auch für jede andere Art von Gegenständen.
In beiden Fällen riskiert man, spätestens an der Grenze festgenommen und zunächst einmal in Untersuchungshaft zu landen.
Und dann bleiben die Uhren zunächst einmal stehen, denn Ermittlungsverfahren werden nicht allzu hektisch durchgeführt. Das hat der Fall Marco W. der Welt deutlich vor Augen geführt.
WAS TOURISTEN AUS DEM FALL MARCO W. NOCH LERNEN KÖNNEN
Das Leben in den Hotels war früher wie das Leben in einem abgeschotteten Bereich, fern ab vom Rest der Türkei. Doch spätestens seit Marco wissen wir, dass auch Vorkommnisse innerhalb der geschlossenen Hotelanlage eine unerwartete Außenwirkung haben können. Da braucht nur eine Mutter zu sein, die einen jungen Mann beschuldigt, ihre Tochter sexuell vergewaltigt zu haben. Beweislage: offen!
Es kann aber auch - wie es vor einigen Wochen einige Engländer erleben durften - das im Heimatland regelmäßig praktizierte Glücksspiel sein, das einen in die Arme der Jandarma führt. Wohlgemerkt: gespielt wurde mit Landsleuten innerhalb einer geschlossenen Hotelanlage! Doch Glücksspiele sind in der Türkei (noch) verboten. Das Ergebnis war, dass alle einen nennenswerten Betrag in Euro zu zahlen hatten, um ihre Freiheit zurück zu bekommen.
Bleibt die Frage, ob man auf solche Weise neue Touristen gewinnen kann oder vielleicht eher langjährige Touristen verliert.
Die nächste Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau (ATR) steht ab 27. Oktober als gedruckte Ausgabe im türkischen Zeitschriftenhandel und zeitgleich auf der ATR-Homepage als pdf-Datei gegen einen geringen Kostenbeitrag als Download zur Verfügung.
www.atr-zeitung.com
Auf der ATR-Homepage finden Sie auch interessante Immobilienangebote, Adressen guter Restaurants und Restauranttipps („ATR zum Nachschlagen“), Kleinanzeigen sowie wichtige Adressen und Telefonnummern.
Außerdem können Sie auf der Homepage das Internet-Abo der ATR und ATR- Sonderdrucke (pdf-Dateien) gegen Bezahlung bestellen, sowie kostenlos die ATR-Kalenderblätter und ATR-Desktopbilder mit Monatskalender downloaden.
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PRESSEKONTAKT:
AKTUELLE TÜRKEI RUNDSCHAU »ATR«
- gegründet 2004 - seit 2006 vereinigt mit Prima Leben -
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Telefon: +90-242-517 34 31
Mobil: +90-537 46 48 628
Telefax: 0242 517 34 27
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Redaktionen können den gesamten Beitrag (ca. 80 Zeilen) zum Abdruck gegen Honorar bei der ATR anfordern.
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Abdruck des Pressemitteilung mit Quellenangabe gerne gestattet
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MEDIENDATEN:
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- gegründet 2004 - seit 2006 vereinigt mit Prima Leben -
Einzige überregionale deutschsprachige Wochenzeitung für die Türkei
Herausgeber:
New Press Polska sp. z o.o.
Ul. Grzymalitow 7
2603-141 Warszawa, Polen
Chefredakteur: Jürgen P. Fuß
ATR - DAS WICHTIGSTE IN STICHWORTEN
● Die ATR erscheint seit 2004. Sie war die erste und ist bis heute die einzige überregionale deutschsprachige gedruckte Wochenzeitung für die Türkei. Im Mai 2006 wurde die vierzehntägig erscheinende Zeitung «Prima Leben» in die ATR integriert.
● Die ATR richtet sich an deutschsprachige Menschen in der Türkei, Türkei-Touristen, sowie Menschen und Institutionen, die aus der Türkei Nachrichten über die Türkei in deutscher Sprache suchen. Mehr als 20.000 Menschen lesen Monat für Monat die Aktuelle Türkei Rundschau.
● Ziel der ATR ist eine objektive Berichterstattung über die Türkei, sowie die Kommentierung der Ereignisse aus europäischer Sicht.
● Die ATR wird in der Türkei an rund 170 Verkaufsstellen und ATR-Abholstellen (letztere nur für Abonnenten) als gedruckte Zeitung angeboten. Die Zeitung kann außerdem über das Internet weltweit als E-Zeitung bezogen werden (im Abonnement oder als einzelne Ausgabe).
● Parallel zur Zeitung steht im Internet die ATR-Homepage zur Verfügung, die allein seit Januar 2007 bis heute (Stand: Oktober 2007) rund 1,1 Mio. Zugriffe zu verzeichnen hat.
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