26.10.2007 - 14:17 - Kunst & Kultur

JENS NAGELS - out of focus - Defokussierte Fotografie

Pressemitteilung von: galerie f:7.2 / PR Agentur: gruppo|635.com
Bild im Großformat
©Jens Nagels
Durch die gesteuerte Unschärfe verweigern die defokussierten Bilder die genaue Information über das Abgebildete, die meist von Fotografien verlangt wird. Die Unschärfe ist so fokussiert, dass selbst das Korn verschwindet, und die Tonwerte und Farbübergänge so fließend wie bei einem Fotogramm werden. Während der Betrachter sich im Raum bewegt, sich den Bildern nähert und wieder entfernt, soll er die Veränderbarkeit seiner Wahrnehmung und seiner Bildbetrachtung erfahren.

Die einzelnen Bilder der mehrteiligen Arbeiten stehen in einem nicht erkennbaren, aber zu ergründenden Zusammenhang. Jens Nagels möchte einen Anstoß geben und die Phantasie des Betrachters in eine beliebige Richtung in Gang setzen.

Über Jens Nagels
Jens Nagels entwickelt einen sehr besonderen Umgang mit dem Stilmittel der „Defokussierung“. Seiner Laufbahn als Fotograf ging ein Studium der Malerei in Düsseldorf voraus. Und es ist unverkennbar, dass sich seine Aufnahmen, die in der Regel keine Natur reproduzieren, sondern Realitäten aus zweiter Hand zu farbintensiven Visionen verfremden, den malerischen Ansatz bewahrt haben. Wie ein Gourmet selektiert er aus dem, was sich durchs Fernsehen in seine Wohnung ergießt, die Delikatessen: „Ich bin kein Jäger, sondern ein Sammler“, sagt er. Seine zweiteiligen Arbeiten transportieren den Eindruck von Romantik und Auflösung, selbst das Korn verschwindet in den sinnlichen Farbverläufen, und während die einander zugeordneten Bilder scheinbar danach streben, ineinander zu fließen, werden sie zugleich durch die scharfen Kanten der Bildbegrenzungen gezügelt. Die Aufnahmen leben von einem labilen Gleichgewicht: hier Be-, dort Entgrenzung, hier fotografierter Film, dort malerische Fotografie, hier Abbild, dort Informationsverweigerung. Und das überträgt sich auf den Betrachter, dessen Standpunkt sich idealerweise einpendelt zwischen dem Wunsch nach konkretem Erkennen und der Lust an freier Assoziation.


Galerie f:7.2

Eickener Str. 27
41061 Mönchengladbach

Fon: 02161-8261950


www.galerie-f72.net

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Kontakt: Stefan Völker

Ein Raum für Fotografie - mit dieser Idee eröffnet die galerie f:7.2 in Mönchengladbach eine neue Möglichkeit der Präsentation für fotografische Arbeiten. Die von Stefan Völker, Galerist und Fotograf, eröffnete galerie f:7.2 zeigt in abwechselnden Ausstellungen ein breites Spektrum von klassischer schwarz-weiß Fotografie bis hin zur konzeptuellen, zeitgenössischen Fotokunst. Das Programm der Galerie wird von jungen sowie etablierten Fotografen und deren Sichtweisen gestaltet bzw. inspiriert. foto | buch | film und themenabende, sowie Ausstellungs- und Showrom für Künstler aus dem real life sollen erfolgreich kombiniert und zugänglich gemacht werden.

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