Ein Jahr luchserleben.de: Nationalpark Bayerischer Wald überarbeitet die Website zum Luchsforschungsprojekt

Pressemitteilung von: Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

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Ein mit einem GPS-GSM-Halsband besenderter Luchs (NPV Bayerischer Wald; Rall)
Der Nationalpark Bayerischer Wald hat seine Website luchserleben.de überarbeitet. Mit neuen Videos und einem ganz neu gestalteten Bereich "Spurensuche" sollen sich ab sofort noch mehr Nutzer für die projektbegleitende Website begeistern. "In den ersten zwölf Monaten hatten wir über 55.000 Besucher auf unserer Seite und haben mehr als 270.000 Seitenaufrufe erzielt", freut sich der Leiter des Forschungsprojekts, Dr. Marco Heurich. Zum Vergleich: Das Informationszentrum Hans-Eisenmann-Haus im Nationalpark Bayerischer Wald besuchten im gleichen Zeitraum rund 130.000 Menschen. "Die Website ist für uns zu einem ganz wichtigen Tool geworden. Wir können mit www.luchserleben.de auf unsere Forschungsarbeit aufmerksam machen und für unser Anliegen werben: Die Wiederansiedelung des Luchses im Bayerischen Wald." Heurich ist auch Stolz darauf, dass die Website bei "Google"-Abfragen wie "Luchs+Reh", "Luchs+Rothirsch" und "Luchs+Telemetrie" jeweils auf den ersten Plätzen liegt. Fürs nächste Jahr wird deshalb bereits eine mehrsprachige Version der Website geplant.

Die Website www.luchserleben.de informiert über das Forschungsprojekt "Räuber-Beute-Beziehung zwischen Luchs, Reh und Rothirsch". Durch das Projekt gewinnen die Forscher neue Einblicke in das Zusammenleben der Tiere. Die Erkenntnisse werden helfen, den Luchs im deutsch-tschechischen Grenzgebiet wieder heimisch zu machen.

Zur Beobachtung der Tiere werden Halsbandsender eingesetzt, die ihre Aufenthaltsorte per GPS bestimmen und speichern. Darüber hinaus machen es Sensoren im Halsband möglich, das Verhalten der Tiere rund um die Uhr zu beobachten, ohne sie in ihrem natürlichen Umfeld stören zu müssen.

Neu und in dieser Weise einmalig ist die Form der Datenübertragung: Die Aufenthaltsorte der Tiere werden einmal pro Tag über ein im Halsband integriertes GSM-Modem wie eine SMS über Mobilfunk versendet. Parallel ist es auch möglich, dass die Forscher den Tieren eine SMS senden, um die Einstellungen des Halsbandes zu verändern. So kann beispielsweise die Abfragehäufigkeit der SMS heraufgesetzt werden.

Auf der Website www.luchserleben.de können die Besuch selbst die Fährte von Luchs, Reh und Rothirsch aufnehmen, denn der Nationalpark stellt die Bewegungsdaten der Tiere im Internet zur Verfügung. Außerdem hat der Nationalpark einige Touren aufbereitet, die exemplarisch beispielsweise eine Woche im Leben eines Luchses zeigen.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen den Nationalparks Bayerischer Wald und Sumava (Tschechische Republik). Die Forschungsarbeit wird durch das Bayerische Umweltministerium, das Bayerisch Landwirtschaftsministerium, die EU und den Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile gefördert.

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau

Pressekontakt:
Anja Stache
Tel.: 08552 9600 193
E-Mail:

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Hinweis an die Redaktionen: Bilder und sendefähiges Videomaterial zum Luchsprojekt können Sie honorarfrei beim Nationalpark Bayerischer Wald beziehen.

Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald ist die für den Nationalpark Bayerischer Wald zuständige Naturschutzbehörde. Sie untersteht dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Zu den Aufgaben gehören die naturschutzfachliche sowie touristische Planung des ältesten Nationalparks Deutschlands. Darüberhinaus sind die Umweltbildung und die Forschung wichtige Themengebiete.

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