18.10.2007 - 11:05 - Freizeit, Buntes, Vermischtes

Transsilvanien: Draculas Weine haben eine deutsche Seele

Pressemitteilung von: Messe Düsseldorf GmbH - ProWein
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Quelle: Rumänisches Touristenamt / ProWein
Kühles Klima sorgt für fruchtige und körperreiche Weine

Die schroffen Gipfel der Karpaten, verträumte Bauerndörfer des transsilvanischen Hügellandes, ausgedehnte Wälder sowie Seen, Lagunen und Schilfinseln – all das zeichnet die unberührte Natur Rumäniens aus. Inmitten dieser ökologischen Oase wird ausgezeichneter Wein angebaut. Hierzulande ist dies jedoch nur wenigen bekannt. Dabei waren es gerade Deutsche, die die mehr als 6.000-jährige Entwicklung des Weinbaus im Karpatenland geprägt haben.

Rumänische Weine unter deutschem Einfluss

Bereits im 12. Jahrhundert zog es tausende Siedler von Rhein und Mosel nach Transsilvanien, das heutige Siebenbürgen. Rund 600 Jahre später folgten rheinhessische und pfälzische Siedler, die sich in der benachbarten Region Banat niederließen. Beide Gruppen prägten den rumänischen Weinbau und sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Weinbauindustrie heute einer der wichtigen Eckpfeiler in der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ist. „Mehr als eine Million der rund 22 Millionen Rumänen arbeiten derzeit im Anbau oder der Vermarktung von Wein“, erklärt Danila Avdiu, Projektleiterin der internationalen Leitmesse für Weine und Spirituosen ProWein in Düsseldorf.

Draculas Lieblingsgetränk ist „weiß“ – nicht „rot“

Transsilvanien, von deutschen Siedlern in Siebenbürgen umbenannt, wird abseits der Weinwelt stets mit dem tyrannischen Herrscher Vlad Draculae III assoziiert. Draculae, der angeblich das Blut seiner Opfer trank, inspirierte Bram Stoker im Jahr 1897 zu seinem Roman „Dracula“. Heutzutage ist das bevorzugte Getränk der Bewohner Siebenbürgens jedoch nicht rot, sondern weiß. „Die ‚Mosel Rumäniens’, wie Siebenbürgen häufig genannt wird, steht vor allem für seine körperreichen und fruchtigen weißen Qualitätsweine. Das kühle Klima des von den Karpaten eingeschlossenen Siebenbürgener Hochlands bietet den Reben ideale Wachstumsbedingungen“, so Avdiu. Dazu zählen vor allem Weine, die aus den ortsansässige Feteasca Alba (weiße Mädchentraube), Feteasca Regala (königliche Mädchentraube) oder auch Pinot Gris und Traminern gekeltert werden.

Rumänische Weine auf dem Vormarsch – mit deutscher Unterstützung

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde deutlich, dass in einigen Anbaugebieten kaum in Weinberge, Anlagen und Kellertechnik investiert wurde. Aufgrund der Privatisierung eines Großteils der staatlichen Weinbaubetriebe nahmen in- und ausländische Direktinvestitionen zu. „Heute befinden sich nur noch rund 15 Prozent der insgesamt 170 weinanbauenden Unternehmen in staatlicher Hand. Der Großteil wurde teilweise oder vollständig privatisiert beziehungsweise in Genossenschaften überführt“, erläutert Hermann Recknagel, internationaler Experte der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH und verantwortlich für die Beratung des rumänischen Weinbaus. Auch wenn bereits erhebliche Investitionen getätigt worden seien, bestünde nach wie vor großer Investitionsbedarf. Positive Entwicklungen seien bereits auszumachen, so Recknagel: „Zwar sind die Exportmengen rumänischen Weines in Großgebinden rückläufig; dafür hat der Export von hochwertigen Qualitätsweinen deutlich zugenommen. Einhergehend mit der starken Inlandsnachfrage ist dies eine Entwicklung, die die rumänischen Winzer durchaus zufrieden stellt.“

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Hintergrundinformationen

Über die GTZ im rumänischen Weinbau:

Die GTZ engagiert sich im rumänischen Weinbau mit Maßnahmen zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung. Dazu zählen unter anderem die Beratung des rumänischen Landwirtschaftsministeriums in strategischen und praktischen Weinbaufragen, die Beratung der Verbände der Weinbrache und die Unterstützung ausgewählter Marketingmaßnahmen in der Inlands- und Exportförderung. Alle Maßnahmen, die von der GTZ unterstützt werden, zielen auf die Steigerung von Qualität und Wettbewerbsfähigkeit rumänischer Weine ab.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Über die ProWein:

Die ProWein, die weltweit wichtigste internationale Fachmesse für Weine und Spirituosen, findet 2008 vom 16. bis 18. März in Düsseldorf statt. Die Messe ist der Branchentreffpunkt für das globale Business. Jedes Jahr besuchen rund 32.000 Fachleute die ProWein, auf der mehr als 3.000 Aussteller aus aller Welt ihre Produkte präsentieren. Fast alle Anbauländer und -regionen sind vertreten. Besonderes Highlight sind die internationalen Verkostungen, die in dieser Form weltweit einzigartig sind. In der zentralen Verkostungszone werden knapp 1.000 Sorten zum Probieren angeboten. Die ProWein findet seit 1994 jährlich in Düsseldorf statt.

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