17.10.2007 - 09:27 - Medien & Telekommunikation
Klares Votum: Herman-Rauswurf ungerechtfertigt
Pressemitteilung von: Inside-Digital.de
Inside-digital.de-Leser kritisieren Moderator Kerner
Brühl - Er wollte nach eigenen Angaben eigentlich nur „fair“ sein und Ex-NDR-Moderatorin Eva Herman die „Chance zur Rehabilitation“ geben. Doch Johannes B. Kerner beförderte sich mit dem Rauswurf Hermans aus seiner ZDF-Talkshow in der vergangenen Woche offenbar selbst ins Abseits der öffentlichen Meinung. Dies bestätigt auch das Ergebnis eine User-Umfrage auf inside-digital.de.
Eindeutiges Ergebnis
Das Digital-TV-Wissensportal befragte seine Leser im Zeitraum vom Mittwoch (10. Oktober) bis Montag (15. Oktober): "Kerner warf Herman aus Talkshow. War die Aktion gerechtfertigt?". Satte 78 Prozent der Befragten antworteten mit "Nein". Noch nicht einmal ein Viertel (22 Prozent) der User stimmte mit "Ja".
„Wichtige Werte abgeschafft“
Ein klares Votum gegen Kerner, der bereits zu Beginn der Talkrunde jegliche Fairness über Bord warf. „Sie hat sich ein wenig verharmlosend über die Familienpolitik im Dritten Reich geäußert", stellte der 42-Jährige die Autorin vor. Das Originalzitat hörte sich jedoch anders an: “Wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde“, sagte Herman am 9. September bei der Vorstellung ihres neuen Buches “Das Prinzip Arche Noah“ in Hamburg. „Mit den 68ern wurde damals praktisch alles, was wir an Werten hatten […], das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft“.
„Öffentliche Hinrichtung“
Ob die dramatische Fehlinterpretation dieser Aussagen alleine auf Kerner oder seine TV-Redaktion zurückzuführen ist, bleibt offen. Den etwa 50-minütigen Auftritt Hermanns bei Kerner titulierte jedenfalls eine große deutsche Tageszeitung einen Tag nach der Aufzeichnung mit „öffentlicher Hinrichtung“. Ein trauriges Stück Fernsehgeschichte.
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Redaktion inside-digital.de
Fabian Nast
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Fax: +49 (0) 2232-50 44 61 9
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Brühl - Er wollte nach eigenen Angaben eigentlich nur „fair“ sein und Ex-NDR-Moderatorin Eva Herman die „Chance zur Rehabilitation“ geben. Doch Johannes B. Kerner beförderte sich mit dem Rauswurf Hermans aus seiner ZDF-Talkshow in der vergangenen Woche offenbar selbst ins Abseits der öffentlichen Meinung. Dies bestätigt auch das Ergebnis eine User-Umfrage auf inside-digital.de.
Eindeutiges Ergebnis
Das Digital-TV-Wissensportal befragte seine Leser im Zeitraum vom Mittwoch (10. Oktober) bis Montag (15. Oktober): "Kerner warf Herman aus Talkshow. War die Aktion gerechtfertigt?". Satte 78 Prozent der Befragten antworteten mit "Nein". Noch nicht einmal ein Viertel (22 Prozent) der User stimmte mit "Ja".
„Wichtige Werte abgeschafft“
Ein klares Votum gegen Kerner, der bereits zu Beginn der Talkrunde jegliche Fairness über Bord warf. „Sie hat sich ein wenig verharmlosend über die Familienpolitik im Dritten Reich geäußert", stellte der 42-Jährige die Autorin vor. Das Originalzitat hörte sich jedoch anders an: “Wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde“, sagte Herman am 9. September bei der Vorstellung ihres neuen Buches “Das Prinzip Arche Noah“ in Hamburg. „Mit den 68ern wurde damals praktisch alles, was wir an Werten hatten […], das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft“.
„Öffentliche Hinrichtung“
Ob die dramatische Fehlinterpretation dieser Aussagen alleine auf Kerner oder seine TV-Redaktion zurückzuführen ist, bleibt offen. Den etwa 50-minütigen Auftritt Hermanns bei Kerner titulierte jedenfalls eine große deutsche Tageszeitung einen Tag nach der Aufzeichnung mit „öffentlicher Hinrichtung“. Ein trauriges Stück Fernsehgeschichte.
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