(openPR) Es dürfte unbestritten sein, dass nach dem Krankenhaus Barometer 2007 die finanzielle Situation der Krankenhäuser angespannt ist. In diesem Sinne es richtig, wenn und soweit die Ärzteschaft, Verbände und nicht zuletzt auch die Pflegenden vor einer weiteren Verknappung finanzieller Mittel warnen.
Auch der Deutsche Pflegerat hat sich diesbezüglich positioniert und darauf aufmerksam gemacht, dass rund 40% aller Krankenhäuser einen Stellenabbau im nicht-ärztlichen Bereich planen, um dieser Situation begegnen zu können. Mit einem solchen Schritt allerdings stehen die Patientensicherheit und die Mitarbeiterzufriedenheit auf dem Spiel.
Das Ziel müsse nach Auffassung des DPR eine verlässliche Patientenversorgung und Betreuung durch ausreichend viele Pflegekräfte sein. Dem ist zuzustimmen, wenngleich es problematisch sein dürfte, dass der DPR unmittelbar im Anschluss hieran darauf hinweist, dass „die Pflege künftig vermehrt Aufgaben aus dem ärztlichen Bereich übernehmen solle. „Dazu sind wir grundsätzlich bereit, aber nur, wenn nicht immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt wird“, stellt Müller klar. „Wir brauchen einen Neuzuschnitt der Aufgaben und Kompetenzen, ein klares Profil für professionelle Pflege, eine geordnete Kooperation mit den anderen Gesundheitsberufsangehörigen, insbesondere der Ärzteschaft. Allerdings sind hierfür Rahmenbedingungen erforderlich die ein geordnetes Miteinander für eine sichere Patientenversorgung ermöglichen.“, so Müller weiter.
Quelle: DPR v. 16.10.07 >>> zur Mitteilung im Wortlaut >>> http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/34032B8B033D4844C125737600559F7E
Hier ist der Deutsche Pflegerat daran zu erinnern, dass er selbst im Zuge der Professionalisierungsbemühungen seit Jahren die Forderung nach den sog. Vorbehaltsaufgaben erhebt, um so die Ärzteschaft entlasten und einen Teil ihrer Aufgaben übernehmen zu können. Es entspricht vielmehr dem ausdrücklichen Wunsch der überwiegenden Pflegeverbände, vermehrt Aufgaben aus dem ärztlichen Bereich übernehmen zu wollen. Von einem „sollen oder gar müssen“ kann also keine Rede sein, mal ganz abgesehen davon, dass gerade die Ärzteschaft vor einer Deprofessionalisierung ihrer Tätigkeit und damit einer Light-Medizin eindringlich warnt.


















