15.10.2007 - 12:35 - Vereine & Verbände
Neues Projekt in Vietnam: Opfern von Agent Orange und Landminen helfen
Pressemitteilung von: Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)
Der dunkle Schatten des Krieges lastet noch immer auf Millionen Menschen in Vietnam. Er verursacht körperliches Leid, hindert Menschen, sich aus der Armut zu befreien, ein Leben in Würde zu führen. Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) hilft Opfern von Agent Orange und Landminen und setzt damit sein Engagement zur Überwindung der Kriegsfolgen in der Provinz Quang Tri im Rahmen seines Integrierten Programms zur Minen- und Blindgängerräumung und zur Wiederansiedlung fort.
Drei Millionen Vietnamesen sind Opfer des hochgiftigen, dioxinhaltigen chemischen Kampfstoffes Agent Orange. Die US-Airforce hatte das Gift aus orangefarbenen Containern als Entlaubungsmittel über den Wäldern und Feldern Vietnams, Kambodschas und Laos versprüht – insgesamt 40 Millionen Liter. Menschen, über die sich der graue Nebel legte, starben, wurden krank, erlitten Schädigungen des Erbgutes. Viele Neugeborene kommen auch drei Generationen danach noch mit schweren Missbildungen zur Welt. Die Umwelt ist in den Einsatzgebieten auf lange Zeit geschädigt, die Nahrungskette verseucht.
Mit der Unterstützung für 320 Familien mit Opfern von Agent Orange sowie von Landminen und Streumunition setzt SODI sein Engagement zur Überwindung der Kriegsfolgen in der Provinz Quang Tri fort. Die Vietnamesische Vaterlandsfront – Projektpartner von SODI – ermittelte gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Heimatgemeinden, wie Hilfe zur Selbsthilfe am wirksamsten geleistet werden kann. Die Familien leben in instabilen Hütten aus Lehm und Bambus. Stets gehören sie zu den ersten Opfern von Taifunen und extremen Wetterlagen. Die Verbesserung der Wohnverhältnisse hat für sie oberste Priorität. Deshalb erhalten die Familien je 826 Euro, soviel kostet der Bau eines kleinen Hauses mit Toiletten. 688 Euro davon werden aus Projektmitteln bezahlt, den Rest schießt die Vaterlandsfront aus ihrem eigenen Spendenaufkommen zu. Für Familien, die noch kein Land besitzen, stellen die Gemeinden Grundstücke zur Verfügung. Die finanziellen Ressourcen der 320 Familien sind äußerst schwach. Sie sollen mit einem Kleinkreditprogramm nachhaltig gestärkt werden. Jede Familie wird 138 Euro für die Anschaffung eines Jungrindes oder von drei Schweinen erhalten. In einem Trainingsprogramm lernen sie, wie man für die monatlichen Zinszahlungen und die Rückzahlung des Kredits sparen kann. Es werden Tipps für Tierhaltung, aber auch für Gesundheitsvorsorge und Hygiene, vermittelt.
Darüber hinaus fordert SODI gemeinsam mit anderen, dass sich die USA zu ihrer Verantwortung gegenüber den Opfern bekennen. SODI unterstützt die Forderungen nach einer Entschädigung der Opfer durch die Hersteller des Giftes, Dow Chemicals, dem heutigen Monsanto Konzern.
In der Provinz Quang Tri, an der ehemaligen Trennlinie zwischen Nord- und Südvietnam gelegen, behindern die Kriegsfolgen Entwicklung und Überwindung der Armut noch immer in gravierender Weise. Hier wurden bisher 15.451 Opfer von Agent Orange registriert, 2.290 von ihnen starben. Seit 1975 wurden fast 7.000 Menschen bei Unfällen mit Minen und Streumunition getötet oder schwer verletzt.
Ilona Schleicher
Für das SODI-Projekt können Spenden unter dem Kennwort "Agent Orange"
auf das SODI-Spendenkonto 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00 getätigt werden.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)
Sylvia Werther
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Grevesmühlener Straße 15, 13059 Berlin
Telefon: 030 – 9 28 60 47
www.sodi.de,

Der Solidaritätsdienst-international e. V. (SODI) ist eine Organisation, die nachhaltige Projekte der Entwicklungszusammenarbeit realisiert und humanitäre Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen, Kriegen und Bürgerkriegen leistet. Seit 1990 hat SODI 802 Projekte im Wert von 55 Millionen Euro in 28 Ländern verwirklicht. Möglich wurde dies durch private Geld- und Sachspenden sowie durch öffentliche und private Zuschüsse, z.B. der Europäischen Union und der Bundesregierung. Die Projekte auf vier Kontinenten, die SODI in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und kommunalen Organisationen realisierte, dienen der selbsthilfeorientierte Armutsbekämpfung.
SODI leistet in Deutschland Informations- und Bildungsarbeit über Ursachen und Verantwortlichkeiten von Kriegen, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Armut und Umweltzerstörungen. Wir engagieren uns gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Netzwerken und Kampagnen gegen neoliberale Globalisierung, für ein Verbot von Landminen und für gerechte Weltwirtschaftsbeziehungen, für Frieden und ein tolerantes Miteinander der Menschen, Völker und Kulturen.
Für den verantwortungsvollen Umgang mit Spenden und deren zweckgebundenen Einsatz wird SODI seit 1994 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) verliehen.
Drei Millionen Vietnamesen sind Opfer des hochgiftigen, dioxinhaltigen chemischen Kampfstoffes Agent Orange. Die US-Airforce hatte das Gift aus orangefarbenen Containern als Entlaubungsmittel über den Wäldern und Feldern Vietnams, Kambodschas und Laos versprüht – insgesamt 40 Millionen Liter. Menschen, über die sich der graue Nebel legte, starben, wurden krank, erlitten Schädigungen des Erbgutes. Viele Neugeborene kommen auch drei Generationen danach noch mit schweren Missbildungen zur Welt. Die Umwelt ist in den Einsatzgebieten auf lange Zeit geschädigt, die Nahrungskette verseucht.
Mit der Unterstützung für 320 Familien mit Opfern von Agent Orange sowie von Landminen und Streumunition setzt SODI sein Engagement zur Überwindung der Kriegsfolgen in der Provinz Quang Tri fort. Die Vietnamesische Vaterlandsfront – Projektpartner von SODI – ermittelte gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Heimatgemeinden, wie Hilfe zur Selbsthilfe am wirksamsten geleistet werden kann. Die Familien leben in instabilen Hütten aus Lehm und Bambus. Stets gehören sie zu den ersten Opfern von Taifunen und extremen Wetterlagen. Die Verbesserung der Wohnverhältnisse hat für sie oberste Priorität. Deshalb erhalten die Familien je 826 Euro, soviel kostet der Bau eines kleinen Hauses mit Toiletten. 688 Euro davon werden aus Projektmitteln bezahlt, den Rest schießt die Vaterlandsfront aus ihrem eigenen Spendenaufkommen zu. Für Familien, die noch kein Land besitzen, stellen die Gemeinden Grundstücke zur Verfügung. Die finanziellen Ressourcen der 320 Familien sind äußerst schwach. Sie sollen mit einem Kleinkreditprogramm nachhaltig gestärkt werden. Jede Familie wird 138 Euro für die Anschaffung eines Jungrindes oder von drei Schweinen erhalten. In einem Trainingsprogramm lernen sie, wie man für die monatlichen Zinszahlungen und die Rückzahlung des Kredits sparen kann. Es werden Tipps für Tierhaltung, aber auch für Gesundheitsvorsorge und Hygiene, vermittelt.
Darüber hinaus fordert SODI gemeinsam mit anderen, dass sich die USA zu ihrer Verantwortung gegenüber den Opfern bekennen. SODI unterstützt die Forderungen nach einer Entschädigung der Opfer durch die Hersteller des Giftes, Dow Chemicals, dem heutigen Monsanto Konzern.
In der Provinz Quang Tri, an der ehemaligen Trennlinie zwischen Nord- und Südvietnam gelegen, behindern die Kriegsfolgen Entwicklung und Überwindung der Armut noch immer in gravierender Weise. Hier wurden bisher 15.451 Opfer von Agent Orange registriert, 2.290 von ihnen starben. Seit 1975 wurden fast 7.000 Menschen bei Unfällen mit Minen und Streumunition getötet oder schwer verletzt.
Ilona Schleicher
Für das SODI-Projekt können Spenden unter dem Kennwort "Agent Orange"
auf das SODI-Spendenkonto 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00 getätigt werden.
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Der Solidaritätsdienst-international e. V. (SODI) ist eine Organisation, die nachhaltige Projekte der Entwicklungszusammenarbeit realisiert und humanitäre Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen, Kriegen und Bürgerkriegen leistet. Seit 1990 hat SODI 802 Projekte im Wert von 55 Millionen Euro in 28 Ländern verwirklicht. Möglich wurde dies durch private Geld- und Sachspenden sowie durch öffentliche und private Zuschüsse, z.B. der Europäischen Union und der Bundesregierung. Die Projekte auf vier Kontinenten, die SODI in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen und kommunalen Organisationen realisierte, dienen der selbsthilfeorientierte Armutsbekämpfung.
SODI leistet in Deutschland Informations- und Bildungsarbeit über Ursachen und Verantwortlichkeiten von Kriegen, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Armut und Umweltzerstörungen. Wir engagieren uns gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Netzwerken und Kampagnen gegen neoliberale Globalisierung, für ein Verbot von Landminen und für gerechte Weltwirtschaftsbeziehungen, für Frieden und ein tolerantes Miteinander der Menschen, Völker und Kulturen.
Für den verantwortungsvollen Umgang mit Spenden und deren zweckgebundenen Einsatz wird SODI seit 1994 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) verliehen.
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