(openPR) In Zusammenarbeit mit dem DRK-Schul- und Therapiezentrum Raisdorf und unter Leitung von Arvid Spiekermann, wurde die von Jürgen Pastorino entwickelte Beluga-Sandtherapie in einer 6-monatigen Erprobungsphase umfangreich getestet und ihre Erfolge dokumentiert.
Das DRK-Zentrum Raisdorf fördert 120 Menschen mit Behinderungen in vielen Erscheinungsbildern, vom Vorschul- bis zum Erwachsenenalter. Im Vordergrund stehen dabei die Förderung der körperlichen Entwicklung, die größtmögliche Eigenaktivität, die Verbesserung der individuellen Möglichkeiten bzw. die Verhinderung einer Verschlechterung des Krankheitsbildes.
In der Therapieabteilung dieses Zentrums, in den Internatswohnräumen, der Sonderschule und bei den Patienten zu Hause wurden Beluga-Sandwesten und Sanddecken als Haupthilfmittel der Sandtherapie mit beachtlichem Erfolg eingesetzt. Die anfängliche und auslösende Fragestellung für die Erprobung dieser Therapie war: bewegen sich Patienten vermehrt, weil sie zentral nervös erregt sind oder weil sie ihren Körper und ihre Umgebung spüren möchten. Ist eine Hyperaktivität also ein Teil der Symptomatik oder sogar ein Teil der Ursache dafür? Diese Fragestellung gilt gleichemaßen für hyperaktive Kinder wie auch für erwachsene neurologische Patienten.
Für diesen Kreis ist die Beluga-Sanddecke ein effektives Therapiemittel. Sie vermittelt einen großflächigen Körpereindruck und wirkt viel intensiver als die bekannten kleinen Sandsäckchen. Sie erlaubt eine nicht-medikamentöse Beruhigung. Sie bietet eine spastikhemmende Lagerung und öffnet durch die stabilen Informationen über Körperpositionen einen Freiraum für neue ergotherapeutische Impulse.
Kindern, die zu früh oder zu schnell geboren wurden, vermittelt die Sanddecke elementare Kuschelerfahrungen, die durch den notwendigen Aufenthalt im Inkubator meistens für das eigene Körperverständnis fehlen. Die Kinder, die eine Behinderung seit der Geburt haben, weisen oftmals auch große Defizite in den Bereichen der frühkindlichen Erfahrung von mütterlicher Nähe, Geborgenheit und körperlicher Begrenzung. Dies fällt im Einzelfall nicht so auf, da die körperliche Behinderung in den Vordergrund rückt und andere Prioritäten setzt. Unter der Sanddecke fühlen die Kinder sich trotz des hohen Gewichtes sehr wohl und können ihren Körper völlig neu erleben. Spastiken werden gehemmt, erwünschte Lagerungen können durch Wülste mit der Decke fixiert werden. So können Kinder allein und ohne Beaufsichtigung ausruhen.
Eine interessante Kombinationsmöglichkeit ergibt sich, wenn man die Sanddecke zusammen mit einer Kuschelkugel einsetzt. Dies vermittelt gerade frühgeborenen Kindern eine kuschelige Erfahrung, die sichtbar genossen wird. Diese Kinder, die nicht allein im Bett liegen möchten, werden oftmals zu "Schreikindern".
Auch sehbehinderte Kinder können sich unter der Sanddecke völlig entspannt ihren Körpererfahrungen hingeben und erleben Reize, die man ihnen sonst nur schwer und auch nicht mündlich-intellektuell vermitteln kann.
Die Kinder mit Hyperaktivität (ADS bzw. ADHS) empfinden das Liegen unter der Decke als sehr angenehm.
Kinder mit autistischen Zügen werden unter der Sanddecke ruhig und offen für Impulse von außen, die sie sonst durch ihre Eigenstimulation wie Zähneknirschen oder Kopfdrehen nicht bemerken können.
Aufbauend auf den Erkenntnissen der Erprobungsphase und den Anregungen der Therapeuten wurde das Beluga-Sandtherapie-Programm um weitere effektive Hilfsmittel ergänzt.
Nach den überzeugenden Resultaten aus dem DRK Schul- und Therapiezentrum Raisdorf und anderen Kliniken und Praxen stellt Sandtherapie-Erfinder Jürgen Pastorino jetzt seine neue Behandlungsmethode in bundesweit stattfindenden Workshops vor.
Unter dem Motto „testen, fühlen und erfahren“ erklärt und veranschaulicht Pastorino hierbei im kleinen Kreis alle Sandtherapie-Elemente und ihre Wirkungsweisen. Nach dem einleitend theoretischen Teil gibt es bei diesen Workshops einen praktischen Anwendungsteil. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, die Wirkungsweise der allergiker-geeigneten Beluga- Hilfsmittel am eigenen Körper zu erleben.
Teilnehmer früherer Workshop-Veranstaltungen, die zwischenzeitlich auch schon die Sandtherapie erfolgreich anwenden, äußern sich durchweg positiv zu ihren Erfahrungen mit dieser neuen Behandlungsmethode.
Beluga-Tauchsport GmbH
Bremer Straße 13
27383 Scheeßel
Kontaktinformationen:
EUROCONS & WERBUNG e.K.
Michael M. Bürger
Tel.: 04263 5044
Fax: 04263 5045
E-Mail:
www.eurocons.de
Beluga-Tauchsport: Von der Tauchanzug-Schneiderei zur
Entwicklung & Fertigung therapeutischer Produkte
Nach einer Ausbildung als Maschi-nenbauer und anschließender Weiterqualifizierung und Tätigkeit als Refamann innerhalb des Kruppkonzerns, folgte der Einstieg in die Tauchsport-branche als leitender Mitarbeiter der Firma Barakuda in Buchholz i.d.N. 1985 gründete Jürgen Pastorino die Beluga-Tauchsport GmbH im niedersächsischen Scheeßel und wurde mit seiner Qualitätsmarke Beluga zum „Neoprenpapst der deutschen Tauchsportindustrie„.
Als Ende der 90er Jahre der deutsche Tauchsportmarkt unter Billigimporten aus Fernost nahezu zusammenbrach, blieb auch Beluga von dieser Entwicklung nicht verschont. Zwar sicherten die Aufträge als Ausrüster von Bundeswehr, Feuerwehren, Berufstauchern und anspruchsvollen Sporttauchern den Fortbestand des Unternehmens, allerdings auf deutlich kleinerer Basis. Im Oktober 2001 kam es dann zu einem Kontakt, der die Ausrichtung der Beluga-Tauchsport GmbH neu definieren sollte. Jürgen Pastorino traf die Mutter eines wahrnehmungsgestörten Jungen im Alter von 6 Jahren. Sie wünschte sich für ihren Sohn „eine Art Sitzsack„ aus Neoprenmaterial, möglichst gefüllt mit feinen kleinen Kugeln.
Ohne sich bisher mit dem Thema „Wahrnehmungsstörungen„ beschäftigt zu haben, wurde der „erste Neopren-Sitzsack„ genäht. Schon kurze Zeit später erhielt Pastorino folgende Rückmeldung:
Der Sechsjährige hatte ohne Anleitung angefangen, sich selbst zu therapieren, indem er entweder in den Sitzsack hineinsprang, oder aber sich darunter legte und seine Schwester bat, sich darauf zu legen.
Oftmals kuschelte er sich einfach nur hinein. Das war quasi die Geburtstunde der „Beluga-Kuschelkugel„, die fortan weiterentwickelt und bis zum heutigen Stand perfektioniert wurde.
Als die Mutter des Jungen eines Tages sah, wie er seine Kuschelkugel neben dem Küchentisch platzierte , auf den Tisch kletterte und sich rückwärts von der Tischkante hinein fallen ließ, nahm sie die Kuschelkugel kurzerhand mit nach Hamburg in das Zentrum für Kindesentwicklung.
Die betreuende Therapeutin und Institutsleiterin, Frau Dr. med. Inge Flehmig, bestellte angesichts der sichtbaren Fortschritte des Jungen sofort eine Beluga-Kuschelkugel für Ihr Institut.
Mit Eingang dieser Bestellung wurde Jürgen Pastorino bewusst, dass er mit seiner Kuschelkugel wohl etwas Besonderes geschaffen haben musste und beschloss, seine Entwicklung weiteren Kreisen vorzustellen.
Den ersten Versuch hierzu unternahm Pastorino zusammen mit einer befreundeten Firma, die ihm 2 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf der Rehacare 2002 in Düsseldorf überließ. „Präsentiert„ wurden eine Kuschelkugel und ein kleines Sandsäckchen. Nach vier Messetagen war klar: um diese vielversprechenden Produkte weiterentwickeln zu können, bedurfte es intensiver und konstruktiver Gespräche mit Ergo- und Physiotherapeuten, Kliniken und Rehabilitationszentren. Erprobungsphasen schlossen sich an. Auf dieser Basis sind seither viele neue Therapiemittel entstanden, bei denen neben Neoprenen auch neuartige dreidimensionale Textilien verarbeitet werden.














