10.10.2007 - 16:49 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Neue Impulse für Biotechnologie und Medizin aus Nottingham
Pressemitteilung von: East Midlands Development Agency / PR Agentur: Pressebüro EMDA, c/o public link
Stammzellen-Forschungszentrum mit Masterstudiengang eröffnet
- Neues 3-D Zellkulturenmodell verspricht Erfolge in der Gehirntumorforschung
- Antikörper entdeckt: Meilenstein auf dem Weg zum Hepatitis C-Impfstoff
Berlin/Nottingham, 10. Oktober 2007 - Englands East Midlands bauen ihre Vorreiterrolle in der biotechnologischen und medizinischen Forschung in Großbritannien weiter aus: Am 21. September öffnete das Wolfson Centre für Stammzellenforschung und regenerative Medizin (STEM) an der Universität Nottingham seine Tore. Die Zuschüsse von circa sechs Millionen Euro ermöglichen mehr als 300 Spitzenforschern aus aller Welt eine interdisziplinäre Forschung an den globalen Herausforderungen im Gesundheitsbereich. „STEM schafft optimale Voraussetzungen für Stammzellbiologen, Ingenieure, Mathematiker und Klinikärzte, die nun gemeinsam an den Grundlagen der Stammzellenforschung arbeiten können“, so Professor Lorraine Young, Direktorin von STEM. „Die Zusammenarbeit mit Partnern aus der freien Wirtschaft und dem britischen Gesundheitswesen ermöglicht außerdem, dass die Forschungsergebnisse zukünftig schneller in der Praxis zum Einsatz kommen“, so Young weiter.
Einzigartig ist der weltweit erste Masterstudiengang in Stammzelltechnologie (MSc), den das Forschungszentrum ab sofort anbietet. Ziel des neuen Studiengangs ist es, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Arbeitgeber und Forscher in diesem weltweit rasant wachsenden Markt durch gezielte Ausbildung von Nachwuchskräften gerecht zu werden.
Neues 3-D-Zellkulturen-Modell zeigt selektive Nanopartikelaufnahme in Tumorzellen
Viel versprechende Ergebnisse können die Wissenschaftler der Universität Nottingham in der Gehirntumorforschung vorweisen: Ein System für gezielte Wirkstofffreisetzung mit Nanopartikeln zur Behandlung von Gehirntumoren wurde an einem neuen, dreidimensionalen Zellkulturenmodell getestet. Dabei konnten die Wissenschaftler eine erfolgversprechende selektive Wirkstoffaufnahme der Tumorzellen nachweisen. Der Nachweis gilt als Durchbruch in der Tumorforschung, denn die gezielte, selektive Freisetzung eines Wirkstoffes in den Tumorzellen stellt ein problematisches Feld in der Gehirntumorforschung dar. Dazu Dr. Martin Garnett, Professor der Hochschule: „Wir arbeiten an mehreren therapeutischen Ansätzen, die alle Nanopartikel zur Wirkstofffreisetzung verwenden. Dennoch sind für das Verstehen und Entwickeln von Systemen zur Freisetzung und Aufnahme von Wirkstoffen mit Nanopartikeln immer auch passende Modelle für ihre Beurteilung nötig.“ Die Interaktion zwischen Tumorzellen und gesunden Gehirnzellen sei je nach Art und Lage des Tumors unterschiedlich. Durch die Verwendung von dreidimensionalen Modellen soll erreicht werden, dass sich die Tumorzellen in den Kulturen möglichst wie in der Realität verhalten.
Dr. Steven R. Goodman, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Biology and Medicine“ fasst die Bedeu-tung der erfolgreichen Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftsdisziplinen zusammen: „Die Konvergenz der Krebszellenforschung und Nanotechnologie, die mit dieser Studie dargelegt worden ist, verspricht großartige Forschungsansätze für die Zukunft der Gehirntumortherapie.“
Meilenstein auf dem Weg zur Hepatitis C-Impfung
Ebenfalls in Nottingham haben Forscher der Universität in Zusammenarbeit mit europäischen und US-amerikanischen Partnern monoklonale Hepatitis C- Antikörper gefunden. Diese Entdeckung könnte den entscheidenden Durchbruch in der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Hepatitis C bedeuten. Weltweit sind ca. 180 Millionen Menschen mit dem Virus Hepatitis C-Virus infiziert und oft bleibt die Krankheit unerkannt. Steht die Diagnose Hepatitis C fest, ist die Behandlung kostspielig und nicht immer erfolgreich. So erkranken einige der Patienten an Leberzirrhose mit schwerwiegenden Konsequenzen oder sind auf eine Lebertransplantation angewiesen. Ein Impfstoff gegen Hepatitis C existiert bislang nicht. „Der erfolgreichen Entwicklung von Impfstoffen gegen Viruskrankheiten ist bislang stets die Produktion entsprechender Antikörper vorausgegangen“, erklärt Dr. Alexander Tarr von der Universität Nottingham. „Unsere Entdeckung ist somit ein echter Meilenstein auf dem Weg zur Hepatitis C-Impfung und kann auch bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen andere Viruserkrankungen wie HIV von Bedeutung sein.“
Weitere Informationen unter: www.nottingham.ac.uk/public-affairs/press-releases
Kontakt:
David Scrimgeour
Director Germany, Austria and Switzerland
East Midlands Development Agency
Mangstraße 29
D - 80997 München
Tel: +49 (0)89 81 80 29 80
Fax: +49 (0)89 81 80 29 81
E-Mail:
URL: www.englandseastmidlands.com
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Pressebüro EMDA Deutschland:
c/o public link
Katja Weinhold
Brunnenstr. 181
10119 Berlin
Tel: +49 (0)30 44 31 88 12
Fax: +49 (0)30 44 31 88 10
E-Mail:
Die Heimat Robin Hoods als optimaler Standort für Unternehmen der Biotechnologie und der Medizin
Neben den hervorragenden Forschungseinrichtungen und ausgezeichneten Kooperationsmöglich-keiten zwischen Forschung und Wirtschaft, zeichnen sich Englands East Midlands durch eine opti-male Infrastruktur sowie durch eine zentrale, verkehrsgünstige Lage aus. „Immer mehr Biotechnologie-Ideenschmieden aus dem deutschsprachigen Raum sehen in der Region rund um Nottingham ihre Zukunft. Neben der optimalen Lage ist es auch die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft EMDA, die mit ihren Beratungsleistungen für einen perfekten Start sorgt.“, so David Scrimgeour, Repräsentant der East Midlands Development Agency (EMDA) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- Neues 3-D Zellkulturenmodell verspricht Erfolge in der Gehirntumorforschung
- Antikörper entdeckt: Meilenstein auf dem Weg zum Hepatitis C-Impfstoff
Berlin/Nottingham, 10. Oktober 2007 - Englands East Midlands bauen ihre Vorreiterrolle in der biotechnologischen und medizinischen Forschung in Großbritannien weiter aus: Am 21. September öffnete das Wolfson Centre für Stammzellenforschung und regenerative Medizin (STEM) an der Universität Nottingham seine Tore. Die Zuschüsse von circa sechs Millionen Euro ermöglichen mehr als 300 Spitzenforschern aus aller Welt eine interdisziplinäre Forschung an den globalen Herausforderungen im Gesundheitsbereich. „STEM schafft optimale Voraussetzungen für Stammzellbiologen, Ingenieure, Mathematiker und Klinikärzte, die nun gemeinsam an den Grundlagen der Stammzellenforschung arbeiten können“, so Professor Lorraine Young, Direktorin von STEM. „Die Zusammenarbeit mit Partnern aus der freien Wirtschaft und dem britischen Gesundheitswesen ermöglicht außerdem, dass die Forschungsergebnisse zukünftig schneller in der Praxis zum Einsatz kommen“, so Young weiter.
Einzigartig ist der weltweit erste Masterstudiengang in Stammzelltechnologie (MSc), den das Forschungszentrum ab sofort anbietet. Ziel des neuen Studiengangs ist es, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Arbeitgeber und Forscher in diesem weltweit rasant wachsenden Markt durch gezielte Ausbildung von Nachwuchskräften gerecht zu werden.
Neues 3-D-Zellkulturen-Modell zeigt selektive Nanopartikelaufnahme in Tumorzellen
Viel versprechende Ergebnisse können die Wissenschaftler der Universität Nottingham in der Gehirntumorforschung vorweisen: Ein System für gezielte Wirkstofffreisetzung mit Nanopartikeln zur Behandlung von Gehirntumoren wurde an einem neuen, dreidimensionalen Zellkulturenmodell getestet. Dabei konnten die Wissenschaftler eine erfolgversprechende selektive Wirkstoffaufnahme der Tumorzellen nachweisen. Der Nachweis gilt als Durchbruch in der Tumorforschung, denn die gezielte, selektive Freisetzung eines Wirkstoffes in den Tumorzellen stellt ein problematisches Feld in der Gehirntumorforschung dar. Dazu Dr. Martin Garnett, Professor der Hochschule: „Wir arbeiten an mehreren therapeutischen Ansätzen, die alle Nanopartikel zur Wirkstofffreisetzung verwenden. Dennoch sind für das Verstehen und Entwickeln von Systemen zur Freisetzung und Aufnahme von Wirkstoffen mit Nanopartikeln immer auch passende Modelle für ihre Beurteilung nötig.“ Die Interaktion zwischen Tumorzellen und gesunden Gehirnzellen sei je nach Art und Lage des Tumors unterschiedlich. Durch die Verwendung von dreidimensionalen Modellen soll erreicht werden, dass sich die Tumorzellen in den Kulturen möglichst wie in der Realität verhalten.
Dr. Steven R. Goodman, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Biology and Medicine“ fasst die Bedeu-tung der erfolgreichen Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftsdisziplinen zusammen: „Die Konvergenz der Krebszellenforschung und Nanotechnologie, die mit dieser Studie dargelegt worden ist, verspricht großartige Forschungsansätze für die Zukunft der Gehirntumortherapie.“
Meilenstein auf dem Weg zur Hepatitis C-Impfung
Ebenfalls in Nottingham haben Forscher der Universität in Zusammenarbeit mit europäischen und US-amerikanischen Partnern monoklonale Hepatitis C- Antikörper gefunden. Diese Entdeckung könnte den entscheidenden Durchbruch in der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Hepatitis C bedeuten. Weltweit sind ca. 180 Millionen Menschen mit dem Virus Hepatitis C-Virus infiziert und oft bleibt die Krankheit unerkannt. Steht die Diagnose Hepatitis C fest, ist die Behandlung kostspielig und nicht immer erfolgreich. So erkranken einige der Patienten an Leberzirrhose mit schwerwiegenden Konsequenzen oder sind auf eine Lebertransplantation angewiesen. Ein Impfstoff gegen Hepatitis C existiert bislang nicht. „Der erfolgreichen Entwicklung von Impfstoffen gegen Viruskrankheiten ist bislang stets die Produktion entsprechender Antikörper vorausgegangen“, erklärt Dr. Alexander Tarr von der Universität Nottingham. „Unsere Entdeckung ist somit ein echter Meilenstein auf dem Weg zur Hepatitis C-Impfung und kann auch bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen andere Viruserkrankungen wie HIV von Bedeutung sein.“
Weitere Informationen unter: www.nottingham.ac.uk/public-affairs/press-releases
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David Scrimgeour
Director Germany, Austria and Switzerland
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Mangstraße 29
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Die Heimat Robin Hoods als optimaler Standort für Unternehmen der Biotechnologie und der Medizin
Neben den hervorragenden Forschungseinrichtungen und ausgezeichneten Kooperationsmöglich-keiten zwischen Forschung und Wirtschaft, zeichnen sich Englands East Midlands durch eine opti-male Infrastruktur sowie durch eine zentrale, verkehrsgünstige Lage aus. „Immer mehr Biotechnologie-Ideenschmieden aus dem deutschsprachigen Raum sehen in der Region rund um Nottingham ihre Zukunft. Neben der optimalen Lage ist es auch die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft EMDA, die mit ihren Beratungsleistungen für einen perfekten Start sorgt.“, so David Scrimgeour, Repräsentant der East Midlands Development Agency (EMDA) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
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