(openPR) Intensiv berichteten lokale wie überregionale Medien in den letzten beiden Monaten über die Abzocke mit Augsburgs teuerstem Parkplatz. Dahinter aber steht eine weitaus perfidere Thematik.
Der nach eigenem Bekunden einschlägig vorbestrafte sowie in Bewährung und Wohlverhaltensphase der Privatinsolvenz befindliche Arthur Schifferer (28) hatte nach diversen und offenkundig wenig erfolgreich verlaufenen “Geschäftstätigkeiten“ die seiner Meinung nach zündende Idee: Parkraumüberwachung.
Entgegen Richtlinie 2005/29/EG vom 11. Mai 2005 und früherer Verordnungen, wonach unlautere Geschäftspraktiken – dazu zählen sämtliche irreführenden und aggressiven Vorgehensweisen von Unternehmern zu Verbrauchern – in der Europäischen Union verboten sind, stützt sich sein Geschäftsmodell ausschließlich auf vorsätzlich sittenwidrige Schädigungen Dritter.
Einer Parkfläche wird – mittels (bewusst?) nicht besonders auffälliger Beschilderung – die verbotene Nutzung untersagt und alsdann eine automatische Video-überwachung durchgeführt.
Unbeschadet der Frage tatsächlichen Parkens oder nur Überfahrens bei Rangiermanövern, etc. erhalten so erfasste Fahrzeughalter im Zusammenspiel mit einer Rechtsanwaltskanzlei eine Forderung über € 475.65 nebst Unterlassungsaufforderung, Strafanzeige, Hausverbot.
Der Zeitversatz zwischen angeblichem Tathergang und Aktion führt nicht nur zu Verstössen gegen Datenschutzbestimmungen, sondern lässt auch keine einwandfreie Zuordnung seitens der Betroffenen zu, eröffnet also sämtliche Spielräume für Manipulationen wie eingescannte Kennzeichen und jedwelcher weiterer Art.
Durch die Frequenz der eigenen Aktivitäten sowie die geplante Multiplikation über ganz Deutschland und ggfs. auch darüber hinaus ergeben sich exorbitante Umsatz- und Gewinnerwartungen, welche keine reale Geschäftsgrundlage haben, denn selbst Schifferer definiert sich und seine Praktiken in höchst eigentümlich und befremdender Art, nämlich als “moralisch nicht einwandfrei aber lukrativ“ und kommt im Zusammenhang damit zum Schluss: “siegreich ist im Geschäftsleben wie im Krieg der härteste Hurensohn der Gegend“.
Bürokratieabbau ist ein hehres, an zahllosen Stellen verkündetes, selten jedoch realisiertes Ziel. Bei allen bestehenden (Über-)Regularien: hier wünscht man sich ein rasches behördliches Eingreifen, um diesem Wildwuchs Einhalt zu gebieten und den ansonsten unvorstellbar massiv drohenden volkswirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.
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