(openPR) "Gesunde Ernährung, gesunde Kleidung und gesundes Wohnen" lautete die Vortragsreihe der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e. V. (DGUHT e. V.) die am 30. September im Rahmen des Erlangener Jahresmottos "natürlichERLANGEN 2007" stattfand. Es handelte sich dabei um eine Gemeinschaftsveranstaltung des Bundes Naturschutz in Bayern e. V., des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken e. V., der Stadt Erlangen, Amt für Umweltschutz und Energiefragen und der DGUHT e. V.
Nach der Begrüßung durch den Moderator Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Pesch, Präsident der DGUHT, referierte Prof. Dr. agr. Manfred Hoffmann aus Diessen über "Gesunde Ernährung". Ab 15.30 Uhr sprach Dr. phil. nat. Rüdiger Filbrich aus Wieren einen Vortrag über "Gesunde Kleidung". Dr. rer. nat. Gerhard Führer aus Himmelstadt informierte ab 16 Uhr über "Gesundes Wohnen". Das Thema "Gesunde Baustoffe" wurde ab 16.30 Uhr von Karl-Heinz Weinisch aus Weikersheim-Elpersheim behandelt. Die Experten der DGUHT gaben dabei praxisnahe Tipps zur gesunden Lebensführung und berichteten über ihre beruflichen sowie wissenschaftlichen Erfahrungen.
Elektrochemische Qualitätsmessungen von Säften demonstrierte während der Pause der Dipl.-Physiker Bernhard Staller aus Weidenbach den interessierten
Teilnehmern.
Hintergrund der Vorträge sind Untersuchungen zu Umweltschadstoffen. Denn
bedingt durch die globale Technisierung und Chemisierung entstehen gänzlich neue Vergiftungskrankheiten, die früher in der nicht-industrialisierten Welt nicht entstehen konnten. Beispielsweise ist in vielen Städten die Qualität der Außenluft deutlich besser als die der Luft in Innenräumen. Dies ist bedenklich, da der Mensch in Mitteleuropa etwa 80 bis 90 Prozent des Tages in geschlossenen Räumen verbringt. Die Folge: Zunahme gesundheitlicher Probleme, u. a. verursacht durch Formaldehyd, Holzschutzmittel, PCB, flüchtige bzw. schwer flüchtige organische Verbindungen, Schimmelpilzbefall, elektromagnetische Felder sowie Lüftungs- und Heizverhalten. Dadurch, dass Menschen chronisch Schadstoffen ausgesetzt sind, die sich in ihren Körpern anreichern, entwickeln sich umweltinduzierte "Speicher-Krankheiten". Diese äußern sich durch unterschiedliche Organmanifestation und Symptomatik, durchwegs jedoch unter Mitbeteiligung neuraler Strukturen und der Psyche. Dies hat zur Folge, dass die eigentlichen Ursachen dieser Erkrankungen nicht erkannt werden. Anstatt die toxischen Chemikalien aus dem Umfeld zu beseitigen, ergeben sich häufig fatale therapeutische Konsequenzen für die Patienten.
Christine Scharf
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Hauptanliegen der 1993 in Würzburg gegründeten Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Umwelt- und Humantoxikologie. Forschungen auf diesem Gebiet werden initiiert, durchgeführt und betreut. Wissenschaftliche Informationen und Erfahrungsaustausch über umwelt- und humantoxikologische Entwicklungen werden unterstützt, wissenschaftliche Publikationen über schädliche Einwirkungen auf Umwelt und Mensch gefördert, archiviert und dokumentiert. Regelmäßige Symposien, Kolloquien und Workshops bieten ein Forum für die Präsentation von Versuchsergebnissen und Therapieansätzen sowie fachübergreifende Diskussionen.
Mit dem Ziel, Umweltschadstoffe zu reduzieren, wirkt die DGUHT auf Gesetzgeber und Verwaltungen ein. Sie unterhält die Arbeitskreise "Gesundes Wohnen" und "Qualitätsmanagement Verbraucherschutz". Hier werden ausgewählte Themen in Theorie und Praxis interdisziplinär behandelt.















