06.10.2007 - 13:45 - Politik, Recht & Gesellschaft
Erster Tierschutzkongress der Grünen in Berlin - Wahlkampf hat begonnen
Pressemitteilung von: Journal Society GmbH / PR Agentur: Journal Society GmbH
Die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen mit Renate Künast veranstaltete mit rund 150 Tier- und Umweltschützern in Berlin den ersten deutschen Tierschutzkongress unter dem Motto „ Tierschutz neu denken“. In mehreren Podiumsdiskussionen kamen geladene Gäste und das Publikum, teilweise lautstark, zu Wort.
Renate Künast, Fraktionsvorsitzende, forderte in ihrer Grundsatzrede „Die bündnisgrüne Agenda für Tiere“ eine Tierschutzkoalition aus Politik, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Verbraucher. „Tierschutz, Naturschutz, Klimaschutz gehören zusammen – da müssen wir auch Brüssel mit einbinden“, so Künast in ihrer richtungsweisenden Aussage der Wahlkampfstrategie für die nächsten Bundestagswahlen. Immerhin engagiert sich eine Lobby von rund einer Million Bundesbürgern im Tierschutz.
Tatsächlich hat die Regierung nach der Grundgesetzänderung im Jahr 2002 zugunsten des Tierschutzes weder ein geändertes Tierschutzgesetz noch die Durchführung der gemeinsamen Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und SPD vollzogen. Darin hatten die Regierungsparteien im November 2005 noch bekräftigt: „Der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz ist für uns Verpflichtung und Leitfaden für eine aktive Tierschutzpolitik“. Lebendtiertransporte sollten zurückgeführt und verbessert werden, für Tierversuche Ersatzmethoden gefunden werden und die Käfighaltung für Legehennen sollte verboten bleiben. Auch der Walschutz sollte nicht zu kurz kommen: „Wir setzen uns für den Fortbestand des kommerziellen Walfangverbotes ein“, so die Koalitionsaussage.
„Das internationale Walfangverbot wird weiterhin ignoriert. Außer Lippenbekenntnissen gehen von den Regierungsparteien kaum Aktivitäten zum Tierschutz aus. Die Grünen packen jetzt wenigstens mit an und setzen Zeichen einer aktiven Zusammenarbeit mit uns Tierschützern“, so der Vorsitzende des Wal- und Delfinschutzforums (WDSF), Jürgen Ortmüller, am Rande des grünen Tierschutzkongresses. Er forderte einen sofortigen Handelsboykott Deutschlands und der EU mit den Walfangstaaten Norwegen, Japan, Island und den dänischen Färöer-Inseln.
Tipps für den Umgang mit den Medien erhielten die Tierschützer, die vereinzelt durch aggressive Zwischenrufe auf Einzelschicksale aufmerksam machen wollten, von der Chefreporterin Christine Holch und dem bekannten Tierfilmer Andreas Kieling.
Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Undine Kurth, führte zusammen mit Bärbel Höhn und Ulrike Höfken aus der Bundestagsfraktion die weiteren Podiumsdiskussionen in der auch der Vertreter des Deutschen Bauernverbandes, Johann Arendt Meyer zu Wedel im Streitgespräch mit Marlene Wartenberg, Leiterin des Europabüros in Brüssel für die Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ zu Wort kam. Dem Präsidenten des Bauernverbandes war allerdings nicht abzuringen, dass die deutschen Bauern im Hinblick auf die gesteigerte Nachfrage nach BIO-Produkten doch endlich auf diese lukrative Schiene schwenken sollten, die bereits überwiegend vom europäischen Ausland bedient wird.
Die Spitzenköchin Sarah Wiener, im Fernsehen an der Seite von Kerner, fand einen charmanten Ausklang des Kongresses, wobei sie sich mit den Veganen, die auf jeglichen Verzehr und Umgang mit tierischen Produkte verzichten und von denen eine kleine Gruppe vor der Tür eine Gegendemonstration veranstaltete, nicht solidarisieren wollte.
„Wenn mir nach Fleisch zumute ist, dann esse ich auch Fleisch, wenn auch selten. Das Fleisch von glücklichen Tieren, die artgerecht gehalten werden, ist mir dann allerdings am liebsten“, so die Kochfachfrau. --Ende
Journal Society GmbH
Presseagentur/Mediengesellschaft
Amtsgericht Hagen HR-B Nr.:4037
St.Nr.: 321/5712/1085
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 02334/9190-12
Fax: 02334/9190-19
mobil: 0172/876 2002
e-mail:
Digitale Pressemappe:
www.presseportal.de/story.htx?firmaid=43450
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Renate Künast, Fraktionsvorsitzende, forderte in ihrer Grundsatzrede „Die bündnisgrüne Agenda für Tiere“ eine Tierschutzkoalition aus Politik, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Verbraucher. „Tierschutz, Naturschutz, Klimaschutz gehören zusammen – da müssen wir auch Brüssel mit einbinden“, so Künast in ihrer richtungsweisenden Aussage der Wahlkampfstrategie für die nächsten Bundestagswahlen. Immerhin engagiert sich eine Lobby von rund einer Million Bundesbürgern im Tierschutz.
Tatsächlich hat die Regierung nach der Grundgesetzänderung im Jahr 2002 zugunsten des Tierschutzes weder ein geändertes Tierschutzgesetz noch die Durchführung der gemeinsamen Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und SPD vollzogen. Darin hatten die Regierungsparteien im November 2005 noch bekräftigt: „Der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz ist für uns Verpflichtung und Leitfaden für eine aktive Tierschutzpolitik“. Lebendtiertransporte sollten zurückgeführt und verbessert werden, für Tierversuche Ersatzmethoden gefunden werden und die Käfighaltung für Legehennen sollte verboten bleiben. Auch der Walschutz sollte nicht zu kurz kommen: „Wir setzen uns für den Fortbestand des kommerziellen Walfangverbotes ein“, so die Koalitionsaussage.
„Das internationale Walfangverbot wird weiterhin ignoriert. Außer Lippenbekenntnissen gehen von den Regierungsparteien kaum Aktivitäten zum Tierschutz aus. Die Grünen packen jetzt wenigstens mit an und setzen Zeichen einer aktiven Zusammenarbeit mit uns Tierschützern“, so der Vorsitzende des Wal- und Delfinschutzforums (WDSF), Jürgen Ortmüller, am Rande des grünen Tierschutzkongresses. Er forderte einen sofortigen Handelsboykott Deutschlands und der EU mit den Walfangstaaten Norwegen, Japan, Island und den dänischen Färöer-Inseln.
Tipps für den Umgang mit den Medien erhielten die Tierschützer, die vereinzelt durch aggressive Zwischenrufe auf Einzelschicksale aufmerksam machen wollten, von der Chefreporterin Christine Holch und dem bekannten Tierfilmer Andreas Kieling.
Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Undine Kurth, führte zusammen mit Bärbel Höhn und Ulrike Höfken aus der Bundestagsfraktion die weiteren Podiumsdiskussionen in der auch der Vertreter des Deutschen Bauernverbandes, Johann Arendt Meyer zu Wedel im Streitgespräch mit Marlene Wartenberg, Leiterin des Europabüros in Brüssel für die Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ zu Wort kam. Dem Präsidenten des Bauernverbandes war allerdings nicht abzuringen, dass die deutschen Bauern im Hinblick auf die gesteigerte Nachfrage nach BIO-Produkten doch endlich auf diese lukrative Schiene schwenken sollten, die bereits überwiegend vom europäischen Ausland bedient wird.
Die Spitzenköchin Sarah Wiener, im Fernsehen an der Seite von Kerner, fand einen charmanten Ausklang des Kongresses, wobei sie sich mit den Veganen, die auf jeglichen Verzehr und Umgang mit tierischen Produkte verzichten und von denen eine kleine Gruppe vor der Tür eine Gegendemonstration veranstaltete, nicht solidarisieren wollte.
„Wenn mir nach Fleisch zumute ist, dann esse ich auch Fleisch, wenn auch selten. Das Fleisch von glücklichen Tieren, die artgerecht gehalten werden, ist mir dann allerdings am liebsten“, so die Kochfachfrau. --Ende
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