(openPR) In Deutschland haben etwa 1,2 Millionen Menschen eine chronische Hepatitis B oder C, aber über 840 000 (70 Prozent) wissen nichts davon. “Auch in Deutschland wären wir gut beraten, Hepatitis-Diagnostik ernster zu nehmen”, mahnt Prof. Stefan Zeuzem, Direktor der Medizinischen Klinik I der Universität Frankfurt und internationaler Hepatitis-Experte. “
In einer Studie des Robert-Koch-Instituts liegt das Hepatitis C Virus an zweiter Stelle der gefährlichsten Krankheitserreger – nach dem Influenza-Virus und noch vor HIV. Beide Hepatitis-Infektionen werden auch als “stiller Killer” bezeichnet, denn sie werden häufig nicht entdeckt und können zu Leberzirrhose, Leberkrebs und tödlichem Leberversagen führen. Dabei ist Hepatitis C mit den heute verfügbaren Therapien in vielen Fällen heilbar, Hepatitis B kann medikamentös kontrolliert werden, was das Risiko für einen Leberschaden stark reduziert.
„Aus Sicht einer Patientenorganisation ist es eine Schande, dass eine kontrollierbare Erkrankung vom Gesundheitssystem links liegen gelassen wird. Würden gezielte Screening- und Aufklärungskampagnen, sowie Vorbeugeprogramme angewendet werden, könnte der Staat viele unnötige Todesfälle durch Hepatitis verhindern.“, so Achim Kautz, Geschäftsführer der Deutschen Leberhilfe e.V.
Der Welthepatitistag (WHAD) findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt – und das bereits in über 44 Ländern. Denn auf globaler und europäischer Ebene hat man die Bedrohung durch diese Lebererkrankung nicht nur erkannt, sondern versucht nun, aufzuklären und zum Hepatitis-Test zu motivieren: So lautet auch in diesem Jahr die WHAD-Botschaft: “Lass Dich testen!”
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