28.09.2007 - 09:25 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Multiconsult setzt neuen Maßstab und führt Leadershipausbildung auf dem Finanzdienstleistungsmarkt ein
Pressemitteilung von: Multiconsult GmbH / PR Agentur: wanschka media GmbH
München 28.09.2007 - Interview von Petra Ina Wanschka mit Miriam Paetzold, Multiconsult:
PW: Frau Paetzold, die Beratungsfirma Multiconsult bietet eine Leadershipausbildung an, Sie sind verantwortlich für diesen Bereich. Ist es in der Finanzdienstleistungsbranche nicht sehr ungewöhnlich, dass eine Unternehmensberatung eine Führungsausbildung anbietet?
MP: Das stimmt, allerdings ist die Führungsausbildung oder Leadershipausbildung, wie wir sie nennen, für Vertriebe die logische Konsequenz, wenn sie langfristig wachsen und am sich noch weiter verändernden Markt bestehen wollen. Unsere Kunden sind Vertriebe in der FDL-Branche. Nur durch gesundes Wachstum können sich diese in Zukunft auf dem Markt halten und vor allem erfolgreich sein. Das bedeutet für die Führungscrew ein totales Umdenken, denn das Unternehmen muss hierfür zielgerichtet gesteuert sein und die Mitarbeiter sind konsequent zu führen.
Fast alle großen Finanzdienstleistungsunternehmen haben derzeit massive Schwierigkeiten ihre Expansionsplanungen einzuhalten. Dies betrifft sowohl die Mitarbeiterzahl als auch die Neukundengewinnung. Unternehmens- und Mitarbeiterführung sind das Stiefkind in der Finanzdienstleistungsbranche. Vorher sehr erfolgreiche Verkäufer sollen plötzlich Menschen führen und sind von jetzt an überhaupt nicht mehr erfolgreich in ihrem neu hinzugekommenen Fachgebiet. Die Unternehmen können sich unter keinen Umständen mehr leisten die Mitarbeitereinstellung, den Einarbeitungsprozess und die Führung der Mitarbeiter dem Zufall zu überlassen.
PW: Was meinen Sie damit? Worin stecken die Schwierigkeiten? Was unterscheidet HEUTE von den letzten 20 Jahren?
MP: Die Marktsituation hat sich durch die in diesem Jahr in Kraft getretene EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie völlig verändert. Heute muss eine qualitativ hochwertige Beratung von gut ausgebildeten Finanzberatern Standard sein. Die Berater müssen nicht nur sehr gut ausgebildet sein, sie sind auch haftungstechnisch in der Pflicht. Das bedeutet für die Finanzberater den Kunden ganzheitlich zu beraten und einen großen Dokumentationsaufwand auf sich zu nehmen. Ohne eine entsprechend ausbildete Führungskraft, die ihre Mitarbeiter schult, fördert und fordert ist schon alleine das Haftungsrisiko viel zu hoch.
PW: Heißt das, dass die Beratung früher weniger qualifiziert war?
MP: Zumindest nicht zwingend qualifiziert. Früher konnten Finanzdienstleistungsunternehmen traumhafte Wachstumsquoten vorweisen. Mitarbeiter wurden in Scharen akquiriert, entsprechende Gewinnaussichten und Incentives waren gute Lockvögel. Von diesen Mitarbeitern wurden nur sehr wenige wirklich langfristig erfolgreich. Die Fluktuation war haarsträubend hoch. Trotzdem wurden sehr hohe Umsätze eingefahren, da jeder neue, wenn auch noch so kurzfristige Mitarbeiter Neukunden ins Geschäft geholt hat. Man kann es vergleichen mit einem auflodernden Strohfeuer welches einen schnellen Flächenbrand, also schnell viele Umsätze bewirkt hat. Wir nennen dies den reinen Verkaufsfokus.
PW: Wenn der Fokus heute nicht mehr auf das schnelle Geschäft gerichtet sein darf, was steht für Sie im Vordergrund?
MP: Diese Antwort ist so einfach wie plausibel, der Kunde und seine Zufriedenheit müssen bei der Finanzberatung im Vordergrund stehen. Das hat zwei logische Hintergründe. Zum einen ist das Haftungsrisiko auf Seiten der Berater so hoch, dass ein unzufriedener Kunde für einen Berater wirklich sehr gefährlich werden kann, zum anderen empfiehlt ein zufriedener Kunde weiter, das ist für mich die eleganteste Grundlage für weiteres Neukundengeschäft. Die Geschäftsführung wie auch die Berater müssen ein konsequentes Weiterempfehlungsmanagement betreiben, dies bringt planbare Umsätze für die Zukunft.
PW: Kommen wir auf die Führungskräfte der Finanzdienstleistungsunternehmen zurück. Welche Grundlagen muss die Führungskraft von heute mitbringen, um in der Lage zu sein, Mitarbeiter einzustellen, zu qualifizieren und zu kontrollieren?
MP: Sie müssen zu allererst sehr gefestigte Persönlichkeiten sein, die gerne Verantwortung übernehmen und für Entscheidungen gerade stehen. So sind sie auch in der Lage die richtigen Mitarbeiter einzustellen. Hierfür sind prognostisch sichere Einstellungsinstrumente zu verwenden, die nur eine geringe Zahl der Bewerber als geeignete Mitarbeiter entlarven. Es gilt nicht jeden zu nehmen, sondern die für die Unternehmenskultur passenden Mitarbeiter einzustellen, hier sollten keine Fehler entstehen, die im Nachhinein nur Geld kosten.
Weiterhin ist der Prozess der Einarbeitung besonders wichtig und gezielt anzugehen. Vorrangiges Ziel ist es passende Mitarbeiter erfolgreich zu machen und zu halten. Dies funktioniert nur bei einem konsequenten Führungsstil. Viele Unternehmen bilden ihre Mitarbeiter selbst aus, indem sie Akademien in ihr Unternehmen integriert haben, die jedoch hohe Kosten produzieren. Eine hohe Fluktuationsrate kann bei den neuen, durch die EU-VRR entstandenen Kostenstrukturen einem Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche große Probleme bereiten.
PW: Persönlichkeitsentwicklung? Das hört sich für mich nach einem langwierigen Prozess an, wie gestalten sie bei Multiconsult dieses Thema?
MP: Das stimmt nur teilweise. Viele Führungspersonen bringen ja bereits ein hohes Maß an Talent mit. Dieses Talent hilft im Führungsbereich immer weiter, dennoch gibt es sehr viel über die eigene Persönlichkeit und konsequente Führungstechniken zu lernen. Je höher die Motivation des Unternehmers und seiner Führungscrew ist, desto schneller geht es anschließend mit der Umsetzung. Meiner Erfahrung nach kommen die ersten Erfolge schon nach unserer ersten gemeinsamen Sitzungen. Unsere Kunden genießen den großen Vorteil jahrelang von uns betreut und begleitet zu werden, somit ist das Beratungsunternehmen Multiconsult in der Lage seinen Kunden eine ernsthafte Unternehmensführungsentwicklung und damit natürlich auch eine entsprechende Persönlichkeitsentwicklung garantieren zu können.
Von Anfang an arbeiten wir kontinuierlich an einer langfristigen Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen und bieten zugleich das Erlernen von strukturierten Führungstechniken an, die im Allgemeinen nicht schwer umzusetzen sind. Somit schließt sich ein Kreis aus Persönlichkeit und Führungstechniken, der unabdingbar miteinander verwoben ist. Hieraus entstehen Führungspersönlichkeiten, die in der Lage sind ein Unternehmen und dessen Mitarbeiter auch in schwierigeren Zeiten auf Erfolgskurs zu halten.
Konsequenz ist immer wieder das Hauptthema in unserer Beratung. Man könnte fast sagen, dass es nicht wirklich wichtig ist welchen Führungsstil man vorzieht, wichtig ist nur, dass er konsequent gelebt und umgesetzt wird.
Zwei Folgen der konsequenten Führung sind für einen messbaren Erfolg der Mitarbeiter besonders wichtig: Zum einen ist die Führungskraft dadurch für den Mitarbeiter einschätzbar und vorhersehbar. Zum anderen erkennt der Mitarbeiter die Unternehmensregeln und kann sich daran orientieren.
Interessanterweise sind sich die meisten Führungskräfte der Finanzdienstleistungsbranche ihrer Erwartungshaltung gegenüber ihren Mitarbeitern nicht sicher. Wie soll dann der Mitarbeiter verstehen was von ihm erwartet wird?! Ursache hierfür ist der Selbständigenstatus der Berater. Einen selbständigen Mitarbeiter zu führen ist für viele eine besondere Herausforderung. Ein Unternehmen funktioniert nur, wenn Führungsstrukturen etabliert und gelebt werden und diese sind unabhängig davon ob der Mitarbeiter in Festanstellung oder als Selbständiger agiert.
PW: Wie setzen Sie die Leadershipausbildung bei Ihren Kunden um?
MP: Zu Beginn der Leadershipausbildung erheben wir mit unserer Leadership-Potenzialanalyse die Führungs-Defizite der Unternehmenseigner. Je nachdem wie diese Potenzialanalyse ausfällt, wird ein individuelles Maßnahmen-Konzept erstellt.
Meistens beginnen wir unsere Leadershipausbildung mit dem Einführen wichtiger Kommunikationsstrukturen, z.B. regelmäßige Meetings und Mitarbeitergespräche auf Basis eines Controllingtools, damit die Unternehmer wieder lernen das Unternehmen und die Mitarbeiter zu führen und vor allem den Zusammenhang zwischen beidem zu erkennen.
Des Weiteren erlernen die Unternehmer Gesprächstechniken, die es ermöglichen die Mitarbeitergespräche so effizient zu gestalten, dass jedes einzelne die Produktivität des Unternehmens erhöht. Dies wird im Rahmen eines Personal Coaching gemeinsam erarbeitet, vor, während und nach einem Mitarbeitergespräch oder Meeting. Innerhalb dieser Personal Coachings gilt es außerdem die Erwartungshaltung der Unternehmer an ihre Mitarbeiter wieder zu beleben, so dass verbal und nonverbal klar und konsistent geführt werden kann.
Je nachdem welche Defizite sich zu Beginn des Coaching Prozesses, bei der Potenzialanalyse, gezeigt haben, wird ein entsprechendes Seminar empfohlen, welches Inhalte weitergeben soll. Wir haben über eine lange Zeit ein intensives Research betrieben, um die richtigen Trainingsagenturen für unsere Ausbildung zu finden. Wichtig für uns ist, dass wir je nach Profil unserer Leadership-Potenzialanalyse des Unternehmers bzw. der Führungskraft ein individuell passendes Seminar empfehlen können. Stellt sich heraus, dass unserer Kunde beispielsweise bzgl. seiner kognitiven Verarbeitungs- und Verhaltenstendenz eher praktisch veranlagt ist, wird ihm ein Seminar empfohlen, welches in diesem Stil vorgeht etc. Im Nachgang werden die Inhalte des Seminars innerhalb des Personal Coachings langfristig, das heißt bei unseren Kunden oft über Jahre, in den Alltag transferiert werden.
PW: Sie arbeiten mit Trainingsagenturen zusammen? Sprechen Sie sich denn mit den Agenturen bzgl. der Inhalte ab?
MP: Natürlich! Jedes Element der von uns empfohlenen Seminare im Rahmen der Leadershipausbildung ist ein Baustein, das genau im richtigen Moment ins Spiel gebracht werden muss. So können sich unsere Kunden darauf verlassen, dass eine einheitliche aufeinander aufbauende Ausbildung gewährleistet ist.
PW: Was ist das Ziel der meisten Ihrer Kunden im Rahmen einer Leadershipausbildung?
MP: Das wichtigste Ziel ist immer den Mitarbeitern und damit natürlich auch dem Unternehmen wieder zu einem gesunden Umsatz zu verhelfen. Der Unternehmer empfindet sich dann wieder als selbstwirksam und steht mitten im Führungsprozess. Daraus ergibt sich fast automatisch eine gesunde Expansion. Das heißt ein kontinuierliches Wachstum ohne horrende Fluktuationsquoten und -kosten der Mitarbeiter.
PW: Frau Paetzold, ich bedanke mich für das sehr nette und hoch informative Gespräch. Zum Abschluss interessiert mich noch ihre persönliche Motivation in der Leadershipausbildung?
MP: Für mich ist eine wichtige Motivation den Unternehmern und der Managementebene wieder den Spaß am Führungsprozess zu vermitteln, das treibt automatisch den Expansionsprozess in den Unternehmen an und Erfolg zu bewirken sowie Menschen erfolgreich zu machen, ist immer eine schöne Aufgabe.
Druckfreigabe erteilt. 11.109 Zeichen. Belegexemplar erbeten.
Pressekontakt:
Petra Ina Wanschka
Medien- und Pressearbeit für
Unternehmen und deren Unternehmer
wanschka media GmbH
Sanktjohanserstrasse 39
D-83707 Bad Wiessee
e-mail:
telefon: +49 (0)8022 - 8598896
fax: +49 (0)8022 - 8597656
www.wanschka-media.de
Multiconsult GmbH
Fraunhoferstrasse 9a
D - 82152 München / Martinsried
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telefax: +49 (0) 89. 12 11 58 11
Multiconsult - Wer sind wir...
Multiconsult ist die honorarbefreite Unternehmensberatung, die in einem zielgruppenorientierten Partnersystem den gesamtwirtschaftlichen Erfolg seiner Kunden maximiert. Multiconsult verfügt über eines der effizientesten Beziehungsnetzwerksystemen in der deutschsprachigen Finanzdiensleistungsbranche. Multiconsult steht für ein Beratungssystem, das Konzern-Wissen mittelstandskompatibel macht und flexibel auf die Veränderungen des Marktes reagiert. So werden wir dauerhaft bester Problemlöser für den unternehmerischen Erfolg unserer Kunden.
Unsere Ziele innerhalb der FDL-Branche
Die Verbesserung und Stärkung unserer Kunden und daraus resultierend eine Maximierung deren gesamtwirtschaftlicher Erfolge durch:
1. Optimierung bisheriger Strategien und Prozesse
2. gesunde Expansion auf Basis erzielter Umsatzsteigerungen
3. Interne und externe Kommunikation mit allen relevanten Zielgruppen
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Beratungskonzept im Detail - Business not as usual
Erfolg entsteht durch systematisch ineinander greifende Beratungsphasen. So wird bereits in der Analysephase das Telemetriekonzept eingesetzt und in der Beratungsphase permanent evaluiert. Ein Regelkreislauf für Optimierung wird gestartet. Hinter diesem Prinzip steht die Idee, unser Wissen - z.B. über Ihr Umfeld, Ihren Markt, Ihre Produkte und Dienstleistungen oder Ihre Kunden - fokussiert auf Ihre Ziele zu bündeln. Mit langjähriger Branchenerfahrung besetzen wir so exakt das Kompetenzfeld, das Sie suchen.
PW: Frau Paetzold, die Beratungsfirma Multiconsult bietet eine Leadershipausbildung an, Sie sind verantwortlich für diesen Bereich. Ist es in der Finanzdienstleistungsbranche nicht sehr ungewöhnlich, dass eine Unternehmensberatung eine Führungsausbildung anbietet?
MP: Das stimmt, allerdings ist die Führungsausbildung oder Leadershipausbildung, wie wir sie nennen, für Vertriebe die logische Konsequenz, wenn sie langfristig wachsen und am sich noch weiter verändernden Markt bestehen wollen. Unsere Kunden sind Vertriebe in der FDL-Branche. Nur durch gesundes Wachstum können sich diese in Zukunft auf dem Markt halten und vor allem erfolgreich sein. Das bedeutet für die Führungscrew ein totales Umdenken, denn das Unternehmen muss hierfür zielgerichtet gesteuert sein und die Mitarbeiter sind konsequent zu führen.
PW: Was meinen Sie damit? Worin stecken die Schwierigkeiten? Was unterscheidet HEUTE von den letzten 20 Jahren?
MP: Die Marktsituation hat sich durch die in diesem Jahr in Kraft getretene EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie völlig verändert. Heute muss eine qualitativ hochwertige Beratung von gut ausgebildeten Finanzberatern Standard sein. Die Berater müssen nicht nur sehr gut ausgebildet sein, sie sind auch haftungstechnisch in der Pflicht. Das bedeutet für die Finanzberater den Kunden ganzheitlich zu beraten und einen großen Dokumentationsaufwand auf sich zu nehmen. Ohne eine entsprechend ausbildete Führungskraft, die ihre Mitarbeiter schult, fördert und fordert ist schon alleine das Haftungsrisiko viel zu hoch.
PW: Heißt das, dass die Beratung früher weniger qualifiziert war?
MP: Zumindest nicht zwingend qualifiziert. Früher konnten Finanzdienstleistungsunternehmen traumhafte Wachstumsquoten vorweisen. Mitarbeiter wurden in Scharen akquiriert, entsprechende Gewinnaussichten und Incentives waren gute Lockvögel. Von diesen Mitarbeitern wurden nur sehr wenige wirklich langfristig erfolgreich. Die Fluktuation war haarsträubend hoch. Trotzdem wurden sehr hohe Umsätze eingefahren, da jeder neue, wenn auch noch so kurzfristige Mitarbeiter Neukunden ins Geschäft geholt hat. Man kann es vergleichen mit einem auflodernden Strohfeuer welches einen schnellen Flächenbrand, also schnell viele Umsätze bewirkt hat. Wir nennen dies den reinen Verkaufsfokus.
PW: Wenn der Fokus heute nicht mehr auf das schnelle Geschäft gerichtet sein darf, was steht für Sie im Vordergrund?
MP: Diese Antwort ist so einfach wie plausibel, der Kunde und seine Zufriedenheit müssen bei der Finanzberatung im Vordergrund stehen. Das hat zwei logische Hintergründe. Zum einen ist das Haftungsrisiko auf Seiten der Berater so hoch, dass ein unzufriedener Kunde für einen Berater wirklich sehr gefährlich werden kann, zum anderen empfiehlt ein zufriedener Kunde weiter, das ist für mich die eleganteste Grundlage für weiteres Neukundengeschäft. Die Geschäftsführung wie auch die Berater müssen ein konsequentes Weiterempfehlungsmanagement betreiben, dies bringt planbare Umsätze für die Zukunft.
PW: Kommen wir auf die Führungskräfte der Finanzdienstleistungsunternehmen zurück. Welche Grundlagen muss die Führungskraft von heute mitbringen, um in der Lage zu sein, Mitarbeiter einzustellen, zu qualifizieren und zu kontrollieren?
MP: Sie müssen zu allererst sehr gefestigte Persönlichkeiten sein, die gerne Verantwortung übernehmen und für Entscheidungen gerade stehen. So sind sie auch in der Lage die richtigen Mitarbeiter einzustellen. Hierfür sind prognostisch sichere Einstellungsinstrumente zu verwenden, die nur eine geringe Zahl der Bewerber als geeignete Mitarbeiter entlarven. Es gilt nicht jeden zu nehmen, sondern die für die Unternehmenskultur passenden Mitarbeiter einzustellen, hier sollten keine Fehler entstehen, die im Nachhinein nur Geld kosten.
Weiterhin ist der Prozess der Einarbeitung besonders wichtig und gezielt anzugehen. Vorrangiges Ziel ist es passende Mitarbeiter erfolgreich zu machen und zu halten. Dies funktioniert nur bei einem konsequenten Führungsstil. Viele Unternehmen bilden ihre Mitarbeiter selbst aus, indem sie Akademien in ihr Unternehmen integriert haben, die jedoch hohe Kosten produzieren. Eine hohe Fluktuationsrate kann bei den neuen, durch die EU-VRR entstandenen Kostenstrukturen einem Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche große Probleme bereiten.
PW: Persönlichkeitsentwicklung? Das hört sich für mich nach einem langwierigen Prozess an, wie gestalten sie bei Multiconsult dieses Thema?
MP: Das stimmt nur teilweise. Viele Führungspersonen bringen ja bereits ein hohes Maß an Talent mit. Dieses Talent hilft im Führungsbereich immer weiter, dennoch gibt es sehr viel über die eigene Persönlichkeit und konsequente Führungstechniken zu lernen. Je höher die Motivation des Unternehmers und seiner Führungscrew ist, desto schneller geht es anschließend mit der Umsetzung. Meiner Erfahrung nach kommen die ersten Erfolge schon nach unserer ersten gemeinsamen Sitzungen. Unsere Kunden genießen den großen Vorteil jahrelang von uns betreut und begleitet zu werden, somit ist das Beratungsunternehmen Multiconsult in der Lage seinen Kunden eine ernsthafte Unternehmensführungsentwicklung und damit natürlich auch eine entsprechende Persönlichkeitsentwicklung garantieren zu können.
Von Anfang an arbeiten wir kontinuierlich an einer langfristigen Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen und bieten zugleich das Erlernen von strukturierten Führungstechniken an, die im Allgemeinen nicht schwer umzusetzen sind. Somit schließt sich ein Kreis aus Persönlichkeit und Führungstechniken, der unabdingbar miteinander verwoben ist. Hieraus entstehen Führungspersönlichkeiten, die in der Lage sind ein Unternehmen und dessen Mitarbeiter auch in schwierigeren Zeiten auf Erfolgskurs zu halten.
Konsequenz ist immer wieder das Hauptthema in unserer Beratung. Man könnte fast sagen, dass es nicht wirklich wichtig ist welchen Führungsstil man vorzieht, wichtig ist nur, dass er konsequent gelebt und umgesetzt wird.
Zwei Folgen der konsequenten Führung sind für einen messbaren Erfolg der Mitarbeiter besonders wichtig: Zum einen ist die Führungskraft dadurch für den Mitarbeiter einschätzbar und vorhersehbar. Zum anderen erkennt der Mitarbeiter die Unternehmensregeln und kann sich daran orientieren.
Interessanterweise sind sich die meisten Führungskräfte der Finanzdienstleistungsbranche ihrer Erwartungshaltung gegenüber ihren Mitarbeitern nicht sicher. Wie soll dann der Mitarbeiter verstehen was von ihm erwartet wird?! Ursache hierfür ist der Selbständigenstatus der Berater. Einen selbständigen Mitarbeiter zu führen ist für viele eine besondere Herausforderung. Ein Unternehmen funktioniert nur, wenn Führungsstrukturen etabliert und gelebt werden und diese sind unabhängig davon ob der Mitarbeiter in Festanstellung oder als Selbständiger agiert.
PW: Wie setzen Sie die Leadershipausbildung bei Ihren Kunden um?
MP: Zu Beginn der Leadershipausbildung erheben wir mit unserer Leadership-Potenzialanalyse die Führungs-Defizite der Unternehmenseigner. Je nachdem wie diese Potenzialanalyse ausfällt, wird ein individuelles Maßnahmen-Konzept erstellt.
Meistens beginnen wir unsere Leadershipausbildung mit dem Einführen wichtiger Kommunikationsstrukturen, z.B. regelmäßige Meetings und Mitarbeitergespräche auf Basis eines Controllingtools, damit die Unternehmer wieder lernen das Unternehmen und die Mitarbeiter zu führen und vor allem den Zusammenhang zwischen beidem zu erkennen.
Des Weiteren erlernen die Unternehmer Gesprächstechniken, die es ermöglichen die Mitarbeitergespräche so effizient zu gestalten, dass jedes einzelne die Produktivität des Unternehmens erhöht. Dies wird im Rahmen eines Personal Coaching gemeinsam erarbeitet, vor, während und nach einem Mitarbeitergespräch oder Meeting. Innerhalb dieser Personal Coachings gilt es außerdem die Erwartungshaltung der Unternehmer an ihre Mitarbeiter wieder zu beleben, so dass verbal und nonverbal klar und konsistent geführt werden kann.
Je nachdem welche Defizite sich zu Beginn des Coaching Prozesses, bei der Potenzialanalyse, gezeigt haben, wird ein entsprechendes Seminar empfohlen, welches Inhalte weitergeben soll. Wir haben über eine lange Zeit ein intensives Research betrieben, um die richtigen Trainingsagenturen für unsere Ausbildung zu finden. Wichtig für uns ist, dass wir je nach Profil unserer Leadership-Potenzialanalyse des Unternehmers bzw. der Führungskraft ein individuell passendes Seminar empfehlen können. Stellt sich heraus, dass unserer Kunde beispielsweise bzgl. seiner kognitiven Verarbeitungs- und Verhaltenstendenz eher praktisch veranlagt ist, wird ihm ein Seminar empfohlen, welches in diesem Stil vorgeht etc. Im Nachgang werden die Inhalte des Seminars innerhalb des Personal Coachings langfristig, das heißt bei unseren Kunden oft über Jahre, in den Alltag transferiert werden.
PW: Sie arbeiten mit Trainingsagenturen zusammen? Sprechen Sie sich denn mit den Agenturen bzgl. der Inhalte ab?
MP: Natürlich! Jedes Element der von uns empfohlenen Seminare im Rahmen der Leadershipausbildung ist ein Baustein, das genau im richtigen Moment ins Spiel gebracht werden muss. So können sich unsere Kunden darauf verlassen, dass eine einheitliche aufeinander aufbauende Ausbildung gewährleistet ist.
PW: Was ist das Ziel der meisten Ihrer Kunden im Rahmen einer Leadershipausbildung?
MP: Das wichtigste Ziel ist immer den Mitarbeitern und damit natürlich auch dem Unternehmen wieder zu einem gesunden Umsatz zu verhelfen. Der Unternehmer empfindet sich dann wieder als selbstwirksam und steht mitten im Führungsprozess. Daraus ergibt sich fast automatisch eine gesunde Expansion. Das heißt ein kontinuierliches Wachstum ohne horrende Fluktuationsquoten und -kosten der Mitarbeiter.
PW: Frau Paetzold, ich bedanke mich für das sehr nette und hoch informative Gespräch. Zum Abschluss interessiert mich noch ihre persönliche Motivation in der Leadershipausbildung?
MP: Für mich ist eine wichtige Motivation den Unternehmern und der Managementebene wieder den Spaß am Führungsprozess zu vermitteln, das treibt automatisch den Expansionsprozess in den Unternehmen an und Erfolg zu bewirken sowie Menschen erfolgreich zu machen, ist immer eine schöne Aufgabe.
Druckfreigabe erteilt. 11.109 Zeichen. Belegexemplar erbeten.
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1. Optimierung bisheriger Strategien und Prozesse
2. gesunde Expansion auf Basis erzielter Umsatzsteigerungen
3. Interne und externe Kommunikation mit allen relevanten Zielgruppen
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