22.09.2007 - 15:36 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Ja-zu-Deutschland.de - Interview zum Thema Werkzeug "Made in Germany"
Pressemitteilung von: Initiative Ja zu Deutschland
Kaum eine Branche steht so sehr für deutsche Qualitätsarbeit wie die Werkzeug- und Maschinenbauer. In einer der bekanntesten “Werkzeugstädte” der Bundesrepublik, in Remscheid, produziert die Unternehmensgruppe GEDORE. Wir sprachen mit Volker Einbeck, Geschäftsführung Vertrieb in der GEDORE Gruppe. über die Situation am Markt und das Selbstverständnis der Gruppe:
Ja-zu-Deutschland: Herr Einbeck, GEDORE ist ein weltweit operierendes Unternehmen und einer der weltweit größten Werkzeughersteller. Welche Marken werden denn unter Ihrem Dach produziert?
Einbeck: Wir müssen da nach Standorten unterscheiden. Während in Remscheid die Qualitätswerkzeuge der Marken GEDORE, DAKO, HABERO und OCHSENKOPF hergestellt werden, befindet sich in Solingen der Standort für das Tochterunternehmen RAHSOL DREMOTEC. In Waldkirchen befindet sich ein weiteres GEDORE-Werk, in Förderstedt produzieren wir unter METEC und im schwäbischen Donaueschingen die Automotive Werkzeuge unter KLANN.
Ja-zu-Deutschland: Also alles deutsche Standorte.
Einbeck: Ja. Mit der einzigen Ausnahme, daß wir das Zangensortiment für GEDORE in Österreich herstellen, mit der Schwesterfirma GEDORE AUSTRIA. Darüber hinaus haben wir in Südafrika und Brasilien Werke für die dortigen Märkte.
Ja-zu-Deutschland: Wie sieht es mit der Fertigungstiefe aus?
Einbeck: In der GEDORE Gruppe wird vom Materialrohling bis hin zum Endprodukt grundsätzlich alles aus einer Hand gefertigt. Darüber hinaus haben wir uns als Spezialist für Sonderlösungen etabliert. Davon kann sich jeder gerne überzeugen. Wir bieten unseren Kunden Firmen- und Betriebsbesichtigungen an, um die komplette Herstellung von Werkzeugen bei uns zu demonstrieren.
Ja-zu-Deutschland: Wenn sich ein Unternehmen so stark mit deutschen Standorten verbindet hat es sicher gute Gründe dafür.
Einbeck: Nun, “Made-in-Germany” ist gerade für uns in der Werkzeugherstellung ein wirkliches Verkaufsargument. Wir bemerken schon, daß wir in Deutschland wie eigentlich in ganz Europa in einem harten Verdrängungswettbewerb stehen. Da können und wollen wir uns mit einem deutlichen Bekenntnis zu Qualität positionieren. Eine Entscheidung, die uns gerade in den immer wichtigeren Osteuropäischen Märkten echte Vorteile einbringt.
Ja-zu-Deutschland: Der Export wird also wichtiger?
Einbeck: Der Export war schon immer wichtig, nimmt aber tendenziell an Bedeutung immer noch zu. Was uns allerdings Sorge bereitet, ist die steigende Produktpiraterie. Unser Name wird mißbraucht, unser Image ausgebeutet. Dagegen müssen wir zunehmend vorgehen. Leider können wir nur Abmahnungen erteilen, wenn die Anbieter bekannt sind – insbesondere das Internet bietet hier vielen die Möglichkeit, Bilder und Logos zu adaptieren.
Ja-zu-Deutschland: Leiden Sie unter der “Geiz ist geil”-Mentalität?
Einbeck: Teils,teils. Unsere Kunden sind ja hauptsächlich Profis oder Semiprofis. Und wer täglich mit Werkzeug umgehen muß und dessen Gesundheit ja oft genug von der Zuverlässigkeit des Werkzeugs abhängt, der nimmt gerne einen höheren Preis in Kauf. Nichts ist teurer, als schlechtes Werkzeug. Sicher gibt es den Niedrigpreismarkt, den gab es schon immer und es wird ihn immer geben, aber der Zenit dieser Geiz-ist-Geil-Sache ist schon überschritten.
Ja-zu-Deutschland: Die Geschäftsentwicklung ist also positiv?
Einbeck: Ja, das ist sie. Uns kommt da die positive Verlaufskurve der Konjunktur entgegen. Zudem greifen viele der von uns vorausschauend eingeleiteten strukturellen Änderungen.
Ja-zu-Deutschland: Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen zur Zeit?
Einbeck: Allein im Bergischen Städtedreieck sind es ungefähr 850 Mitarbeiter, detuschlandweit ca. 1200 und weltweit an die 3000. Lassen Sie mich gerade zu dem Thema Mitarbeiter ein paar Worte sagen: Mitarbeiter sind wirklich das wichtigste Kapital in einem Unternehmen. Das haben wir schon immer beherzigt. Unser Bekenntnis zu den Standorten ist auch ein Bekenntnis zu den Mitarbeitern. Und ich wage mal zu sagen, daß diese Verantwortung langfristig eben auch einen Bestandteil unseres Erfolges ausmacht.
Ja-zu-Deutschland: Wie steht es mit dem Thema Auszubildende?
Einbeck: Zur Zeit beschäftigen wir in Remscheid ca. 50 Auszubildende, mit denen wir sehr zufrieden sind. Man muss sich eben um die jungen Leute auch kümmern, dann kommt auch Leistung zurück. Daher forcieren wir seit jeher eine konsequente interne Ausbildung. In den Unternehmen der Gruppe bilden wir in 13 unterschiedlichen, sowohl kaufmännischen als auch technischen Berufen, aus. Zusätzlich kooperieren wir mit Gymnasien, Universitäten und Berufschulen, um die Jugend für technische Berufe zu begeistern und den Nachwuchs an Ingenieuren zu fördern.
Ja-zu-Deutschland: Und sie übernehmen die Auszubildenden?
Einbeck: Größtenteils ja. Nur so können wir innerhalb der Gruppe ein fundiertes, genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenes Know-how sichern.
Ja-zu-Deutschland: Wenn Sie einen Wunsch an die Politik frei hätten – welcher wäre das?
Einbeck: Die Politik sollte Deutschland mehr als Produktionsstandort unterstützen… und schützen. Dazu gehört sicher auch, importierte Ware genauer unter die Lupe zu nehmen, bevor sie aufgrund von gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen in Rückrufaktionen wieder vom deutschen Markt genommen werden müssen.
Ja-zu-Deutschland: Herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit Ihren Produkten.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Initiative Ja zu Deutschland
Dipl. Ing. Sascha Rabe
Westfälische Str. 22a
59174 Kamen
Tel.: 02307/945766
Fax.: 02307/945765
Die Initiative Ja-zu-Deutschland.de wurde im Frühjahr 2004 von dem Kamener Ingenieur Sascha Rabe gegründet. Ihr Ziel war und ist es, sowohl Produkte vorzustellen, die am Standort Deutschland hergestellt werden als auch die Firmen, die hinter diesen Produkten stehen. Damit stieß der Kamener in einen augenfälligen Leerraum vor: In Zeiten, in denen immer mehr Produktionen und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden und Verbraucher oft nicht mehr wissen, wie Sie mit ihrem Kaufverhalten aktiv gegen diesen Trend angehen können, fehlte eine zentrale Informationsstelle, eine Plattform für in Deutschland fertigende Unternehmen. Bereits 2004 zeigte sich der damalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Peer Steinbrück, von der Idee überzeugt und unterstütze die junge Initiative mit einem Grußwort. Eine Unterstützung, die Ja-zu-Deutschland.de inzwischen auch durch seinen Nachfolger Dr. J. Rüttgers zuteil wird.
Ja-zu-Deutschland: Herr Einbeck, GEDORE ist ein weltweit operierendes Unternehmen und einer der weltweit größten Werkzeughersteller. Welche Marken werden denn unter Ihrem Dach produziert?
Einbeck: Wir müssen da nach Standorten unterscheiden. Während in Remscheid die Qualitätswerkzeuge der Marken GEDORE, DAKO, HABERO und OCHSENKOPF hergestellt werden, befindet sich in Solingen der Standort für das Tochterunternehmen RAHSOL DREMOTEC. In Waldkirchen befindet sich ein weiteres GEDORE-Werk, in Förderstedt produzieren wir unter METEC und im schwäbischen Donaueschingen die Automotive Werkzeuge unter KLANN.
Ja-zu-Deutschland: Also alles deutsche Standorte.
Einbeck: Ja. Mit der einzigen Ausnahme, daß wir das Zangensortiment für GEDORE in Österreich herstellen, mit der Schwesterfirma GEDORE AUSTRIA. Darüber hinaus haben wir in Südafrika und Brasilien Werke für die dortigen Märkte.
Ja-zu-Deutschland: Wie sieht es mit der Fertigungstiefe aus?
Einbeck: In der GEDORE Gruppe wird vom Materialrohling bis hin zum Endprodukt grundsätzlich alles aus einer Hand gefertigt. Darüber hinaus haben wir uns als Spezialist für Sonderlösungen etabliert. Davon kann sich jeder gerne überzeugen. Wir bieten unseren Kunden Firmen- und Betriebsbesichtigungen an, um die komplette Herstellung von Werkzeugen bei uns zu demonstrieren.
Ja-zu-Deutschland: Wenn sich ein Unternehmen so stark mit deutschen Standorten verbindet hat es sicher gute Gründe dafür.
Einbeck: Nun, “Made-in-Germany” ist gerade für uns in der Werkzeugherstellung ein wirkliches Verkaufsargument. Wir bemerken schon, daß wir in Deutschland wie eigentlich in ganz Europa in einem harten Verdrängungswettbewerb stehen. Da können und wollen wir uns mit einem deutlichen Bekenntnis zu Qualität positionieren. Eine Entscheidung, die uns gerade in den immer wichtigeren Osteuropäischen Märkten echte Vorteile einbringt.
Ja-zu-Deutschland: Der Export wird also wichtiger?
Einbeck: Der Export war schon immer wichtig, nimmt aber tendenziell an Bedeutung immer noch zu. Was uns allerdings Sorge bereitet, ist die steigende Produktpiraterie. Unser Name wird mißbraucht, unser Image ausgebeutet. Dagegen müssen wir zunehmend vorgehen. Leider können wir nur Abmahnungen erteilen, wenn die Anbieter bekannt sind – insbesondere das Internet bietet hier vielen die Möglichkeit, Bilder und Logos zu adaptieren.
Ja-zu-Deutschland: Leiden Sie unter der “Geiz ist geil”-Mentalität?
Einbeck: Teils,teils. Unsere Kunden sind ja hauptsächlich Profis oder Semiprofis. Und wer täglich mit Werkzeug umgehen muß und dessen Gesundheit ja oft genug von der Zuverlässigkeit des Werkzeugs abhängt, der nimmt gerne einen höheren Preis in Kauf. Nichts ist teurer, als schlechtes Werkzeug. Sicher gibt es den Niedrigpreismarkt, den gab es schon immer und es wird ihn immer geben, aber der Zenit dieser Geiz-ist-Geil-Sache ist schon überschritten.
Ja-zu-Deutschland: Die Geschäftsentwicklung ist also positiv?
Einbeck: Ja, das ist sie. Uns kommt da die positive Verlaufskurve der Konjunktur entgegen. Zudem greifen viele der von uns vorausschauend eingeleiteten strukturellen Änderungen.
Ja-zu-Deutschland: Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen zur Zeit?
Einbeck: Allein im Bergischen Städtedreieck sind es ungefähr 850 Mitarbeiter, detuschlandweit ca. 1200 und weltweit an die 3000. Lassen Sie mich gerade zu dem Thema Mitarbeiter ein paar Worte sagen: Mitarbeiter sind wirklich das wichtigste Kapital in einem Unternehmen. Das haben wir schon immer beherzigt. Unser Bekenntnis zu den Standorten ist auch ein Bekenntnis zu den Mitarbeitern. Und ich wage mal zu sagen, daß diese Verantwortung langfristig eben auch einen Bestandteil unseres Erfolges ausmacht.
Ja-zu-Deutschland: Wie steht es mit dem Thema Auszubildende?
Einbeck: Zur Zeit beschäftigen wir in Remscheid ca. 50 Auszubildende, mit denen wir sehr zufrieden sind. Man muss sich eben um die jungen Leute auch kümmern, dann kommt auch Leistung zurück. Daher forcieren wir seit jeher eine konsequente interne Ausbildung. In den Unternehmen der Gruppe bilden wir in 13 unterschiedlichen, sowohl kaufmännischen als auch technischen Berufen, aus. Zusätzlich kooperieren wir mit Gymnasien, Universitäten und Berufschulen, um die Jugend für technische Berufe zu begeistern und den Nachwuchs an Ingenieuren zu fördern.
Ja-zu-Deutschland: Und sie übernehmen die Auszubildenden?
Einbeck: Größtenteils ja. Nur so können wir innerhalb der Gruppe ein fundiertes, genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenes Know-how sichern.
Ja-zu-Deutschland: Wenn Sie einen Wunsch an die Politik frei hätten – welcher wäre das?
Einbeck: Die Politik sollte Deutschland mehr als Produktionsstandort unterstützen… und schützen. Dazu gehört sicher auch, importierte Ware genauer unter die Lupe zu nehmen, bevor sie aufgrund von gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen in Rückrufaktionen wieder vom deutschen Markt genommen werden müssen.
Ja-zu-Deutschland: Herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit Ihren Produkten.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Initiative Ja zu Deutschland
Dipl. Ing. Sascha Rabe
Westfälische Str. 22a
59174 Kamen
Tel.: 02307/945766
Fax.: 02307/945765
Die Initiative Ja-zu-Deutschland.de wurde im Frühjahr 2004 von dem Kamener Ingenieur Sascha Rabe gegründet. Ihr Ziel war und ist es, sowohl Produkte vorzustellen, die am Standort Deutschland hergestellt werden als auch die Firmen, die hinter diesen Produkten stehen. Damit stieß der Kamener in einen augenfälligen Leerraum vor: In Zeiten, in denen immer mehr Produktionen und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden und Verbraucher oft nicht mehr wissen, wie Sie mit ihrem Kaufverhalten aktiv gegen diesen Trend angehen können, fehlte eine zentrale Informationsstelle, eine Plattform für in Deutschland fertigende Unternehmen. Bereits 2004 zeigte sich der damalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Peer Steinbrück, von der Idee überzeugt und unterstütze die junge Initiative mit einem Grußwort. Eine Unterstützung, die Ja-zu-Deutschland.de inzwischen auch durch seinen Nachfolger Dr. J. Rüttgers zuteil wird.
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