21.09.2007 - 13:45 - Kunst & Kultur
direct/ Das Museum für Völkerkunde Hamburg zeigt unbekannte Kunst aus Kuba
Pressemitteilung von: Museum für Völkerkunde Hamburg
Kubas revolutionäre Seele - Das Museum für Völkerkunde zeigt unbekannte Kunst aus Kuba
Eine ganze Ausstellung großformatiger Kunstwerke, die in einen Koffer passt? Die neue Sonderausstellung "Kubas revolutionäre Seele. Aktuelle kubanische Kunst" vom 23.9.-2.12. im Museum für Völkerkunde beweist, dass das möglich ist. Die Werke stammen von zehn kubanischen Künstlern, die in Europa bisher weitgehend unbekannt sind. Der deutsche Künstler und Co-Kurator der Ausstellung Siegfried Kaden hat die mehrteiligen Papierarbeiten in einem Koffer von Havanna nach Deutschland transportiert.
Die Bilder kreisen frei um das Thema "Revolution" und überraschen durch die sehr individuelle und eigenwillige Herangehensweise der Künstler an das Thema. Sie heben sich deutlich ab von Beispielen offizieller Revolutionskunst, etwa in Form von Plakaten. Elemente afrokubanischer Religion finden sich in den ausgestellten Werken ebenso wie Zitate europäischer Malerei oder Anspielungen auf die Weltgeschichte. Nachdenklichkeit und feine Ironie sind an die Stelle eines überschwänglichen Revolutionspathos getreten.
Ein vom Revolutionsalltag geprägter Pragmatismus kennzeichnet das Verhältnis der Künstler zu ihrer Kunst: Leinwand und Ölfarbe sind für viele Kubaner unerschwinglich. So sind die überwiegend großformatigen Zeichnungen mit Kohle auf günstigem Papier oder sogar Zeitung angefertigt. Für den Transport können sie einfach zusammengefaltet werden und müssen auch beim Zoll nicht extra angemeldet werden.
Die Werke sind in Havanna auf Initiative des Künstlers Siegfried Kaden entstanden und nun erstmals in Norddeutschland zu sehen. Kaden selbst lebt und arbeitet seit zehn Jahren überwiegend in Havanna. Mit seinem Ausstellungsprojekt unterstützt er unbekannte kubanische Künstler, die meist unter schwierigen finanziellen und materiellen Bedingungen arbeiten.
Eröffnung am 23.09.2007 um 11 Uhr mit Tanzvorführungen des kubanischen Tänzers Petit Ortiz sowie Vorträgen des Künstlers Siegfried Kaden und des Kunstkritikers Hajo Schiff
Begleitend zur Ausstellung ist der von Siegfried Kaden herausgegebene Essay Band "Revoluciones del mundo. Revolutionen der Welt" (Wunderhorn Verlag) erhältlich, der viele der ausgestellten Kunstwerke enthält.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kontakt:
Museum für Völkerkunde Hamburg
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg
www.voelkerkundemuseum.com
Ansprechpartnerin:
Marina Lifschitz
Tel.:+ 49 40 42 88 79 - 511
Fax:+49 40 42 88 79 - 670
E-Mail:
Eine ganze Ausstellung großformatiger Kunstwerke, die in einen Koffer passt? Die neue Sonderausstellung "Kubas revolutionäre Seele. Aktuelle kubanische Kunst" vom 23.9.-2.12. im Museum für Völkerkunde beweist, dass das möglich ist. Die Werke stammen von zehn kubanischen Künstlern, die in Europa bisher weitgehend unbekannt sind. Der deutsche Künstler und Co-Kurator der Ausstellung Siegfried Kaden hat die mehrteiligen Papierarbeiten in einem Koffer von Havanna nach Deutschland transportiert.
Die Bilder kreisen frei um das Thema "Revolution" und überraschen durch die sehr individuelle und eigenwillige Herangehensweise der Künstler an das Thema. Sie heben sich deutlich ab von Beispielen offizieller Revolutionskunst, etwa in Form von Plakaten. Elemente afrokubanischer Religion finden sich in den ausgestellten Werken ebenso wie Zitate europäischer Malerei oder Anspielungen auf die Weltgeschichte. Nachdenklichkeit und feine Ironie sind an die Stelle eines überschwänglichen Revolutionspathos getreten.
Ein vom Revolutionsalltag geprägter Pragmatismus kennzeichnet das Verhältnis der Künstler zu ihrer Kunst: Leinwand und Ölfarbe sind für viele Kubaner unerschwinglich. So sind die überwiegend großformatigen Zeichnungen mit Kohle auf günstigem Papier oder sogar Zeitung angefertigt. Für den Transport können sie einfach zusammengefaltet werden und müssen auch beim Zoll nicht extra angemeldet werden.
Die Werke sind in Havanna auf Initiative des Künstlers Siegfried Kaden entstanden und nun erstmals in Norddeutschland zu sehen. Kaden selbst lebt und arbeitet seit zehn Jahren überwiegend in Havanna. Mit seinem Ausstellungsprojekt unterstützt er unbekannte kubanische Künstler, die meist unter schwierigen finanziellen und materiellen Bedingungen arbeiten.
Eröffnung am 23.09.2007 um 11 Uhr mit Tanzvorführungen des kubanischen Tänzers Petit Ortiz sowie Vorträgen des Künstlers Siegfried Kaden und des Kunstkritikers Hajo Schiff
Begleitend zur Ausstellung ist der von Siegfried Kaden herausgegebene Essay Band "Revoluciones del mundo. Revolutionen der Welt" (Wunderhorn Verlag) erhältlich, der viele der ausgestellten Kunstwerke enthält.
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