20.09.2007 - 14:09 - Kunst & Kultur

Bilder gegen das Vergessen – Spanischer Fotopreis erstmals in Berlin

Pressemitteilung von: Ärzte der Welt
PR Agentur: excognito Agentur für Kommunikation

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München, 20. September 2007 - Vom 21. September bis zum 27. Oktober zeigt die Hilfsorganisation Ärzte der Welt die Preisträger des renommierten Luis Valtueña International Humanitarian Photography Award. Unter dem Motto „Vergessene Krisen im Fokus“ dokumentieren die erstmalig in Berlin ausgestellten Bilder internationaler Fotoreporter das Leben in den Krisengebieten dieser Welt. Bei freiem Eintritt sind die Fotos in der Zeit von 11.00 bis 23.00 Uhr im Café Krull in der Kulturbrauerei zu sehen.

Bereits zum zehnten Mal erinnert der spanische Zweig von Ärzte der Welt mit seinem internationalen Fotopreis an die Vielzahl von Krisen- und Katastrophengebiete, die nicht (mehr) im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Namensgeber Luis Valtueña kam 1997 als Mitarbeiter von Ärzte der Welt ums Leben. Ihm und seinen ebenfalls getöteten Kolleginnen und Kollegen Mercedes Navarro, Flors Sirera und Manuel Madrazo widmet die Organisation den 1998 gestifteten Preis. Neben den Siegerfotos umfasst die dieses Jahr erstmalig in Deutschland präsentierte Ausstellung auch ausgewählte Bilder weiterer Teilnehmer – 27 bewegende Zeugnisse von Unrecht und Gewalt, aber gleichzeitig auch Plädoyers für mehr Menschlichkeit.

Ein Bürgerkrieg und seine Folgen
Als Gewinner kürte die Jury dieses Mal den griechischen Fotojournalisten Yannis Kontos. Mit seinen eindringlichen Schwarz-Weiß-Porträts des in einem so genannten „Amputiertencamp“ lebenden Familienvaters Abu Bakarr Kargbo zeigt er die Folgeschäden des Bürgerkriegs in Sierra Leone. Fernando Garcia Arevalo, freier Fotograf der Agentur „Cover“, hält in seinen Aufnahmen das Leid und die Strapazen illegaler afrikanischer Bootsflüchtlinge fest – und erhielt dafür den zweiten Preis. Auch der dritte Preisträger, Magnum-Fotograf und World Press Photo-Award Gewinner Paolo Pellegrin, berichtet vom drittgrößten Kontinent. Seine Fotoreportage entstand in Angola und dokumentiert die Auswirkungen der dort grassierenden Cholera-Epidemie. Einen Sonderpreis vergab Ärzte der Welt zum Thema „Frauen und Mädchen als Trägerinnen gesellschaftlicher Veränderungen“. Gewinnerin Lana Slezic aus Kanada überzeugte die Jury mit ihren stimmungsvollen Momentaufnahmen, die dem Betrachter einen Eindruck vom Alltag afghanischer Frauen und Mädchen nach dem Ende des Taliban-Regimes vermitteln. Mit insgesamt 957 Fotografien aus 47 Ländern verzeichnete Ärzte der Welt beim 10th Luis Valtueña International Humanitarian Photography Award die größte Beteiligung seit Beginn des Wettbewerbs. Neben Deutschland, wo die Bilder bereits in München Station machten, gastiert die Ausstellung gleichzeitig in Madrid, Tokio und Edinburgh.

Die Ausstellung beginnt am 20. September, um 19.00 Uhr, mit einer Vernissage. In kurzen Beiträgen erläutern Dr. Nicole Schmidt, Vorstandsmitglied von Ärzte der Welt, und Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Arbeit von Ärzte der Welt sowie die Rolle von Hilfsorganisationen bei der Entwicklungsarbeit. Als Ehrengast für diesen Abend konnte die Hilfsorganisation die Schauspielerin und angehende Medizinerin Alissa Jung gewinnen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Pressekontakt: Sebastian Luig, excognito - Agentur für Kommunikation, 030/88 71 02 23,

Zu Ärzte der Welt: Seit sieben Jahren gehört der deutsche Zweig von Ärzte der Welt e. V. zum internationalen Netzwerk von Médecins du Monde. Médecins du Monde leitet mehr als 90 Gesundheitsprogramme in über 60 Ländern weltweit und hilft Menschen in Krisensituationen. Neben Soforthilfe im Notfall engagiert sich Ärzte der Welt für langfristige Entwicklungs- und Aufbauhilfe. Seit April 2006 führt Ärzte der Welt das DZI-Spenden-Siegel.

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