Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth
(openPR) „Brandenburg hat nach Aussage der zuständigen Ministerin "durch die bundesweit geringste Arztdichte einen besonderen Problemdruck." Ihr Rezept dagegen: Gemeindeschwestern statt zusätzlicher Ärzte.
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Das Statement der Brandenburgischen Gesundheitsministerin dürften den Pflegeverbänden mehr als ungelegen kommen. Dagmar Ziegler hat versucht, die Befürchtungen von Pflegediensten über eine Konkurrenzsituation durch die brandenburgischen "Gemeindeschwestern" zurückzuweisen. Dies dürfte ihr nicht gelungen sein, betont sie doch die „medizinische Versorgung“ der Patienten und genau dies ist der neuralgische Punkt, um den sich die Emanzipationstendenzen der Pflegeberufe resp. die ihrer Verbände ganz zentral ranken. Pflege kann und will mehr – so das gebetsmühlenartig vorgetragene Werben der Berufsverbände um arztspezifische Aufgaben und Tätigkeiten, so dass gerade das Projekt „Gemeindeschwester“ eher Unbill bei den Verbänden hervorrufen dürfte. Die Politik scheint jedenfalls hiervon unbeeindruckt zu sein und setzt auf eine „medizinische Versorgung“ durch die Gemeindeschwester in enger Kooperation mit der Ärzteschaft. Denn dies dürfte unbestritten sein: Ohne engagierte Ärzte geht es nicht!
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Kurze Anmerkung (L. Barth):
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