11.09.2007 - 09:50 - Gesundheit & Medizin
Regierungspräsident soll MVZ-Reinheim stoppen - Schellhaas verschweigt medizinische Überversorgung
Pressemitteilung von: Landesverband Ambulantes Operieren Land Hessen e.V. (LAOH) / PR Agentur: FuP-Kommunikations-Management GmbH
Ein vom Landesverband Ambulantes Operieren Land Hessen (LAOH) unterstützter niedergelassener Chirurg hat nunmehr gegenüber dem Regierungspräsidium beantragt, am Verfahren für die Genehmigung des MVZ – Reinheim beteiligt zu werden und dem MVZ eine erforderliche Zustimmung des RP zu verweigern. Er verweist dabei darauf, dass nach der gesetzlichen Feststellung des Bedarfs an ambulanter chirurgischer Versorgung im Landkreis Darmstadt – Dieburg nach den Feststellungen der zuständigen Stellen bereits eine Überversorgung bestehe, die durch einen mit staatlichen Mitteln betriebenen Wettbewerb gegen niedergelassene Chirurgen verschärft würde.
Der in Ober-Ramstadt ansässige Chirurg wäre nach Aussage des LAOH – Vorsitzenden Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz unmittelbar davon betroffen, wenn das MVZ zum Zwecke des geplanten „Patientenschachers“ zu Gunsten des Not leidenden Kreiskrankenhauses Groß – Umstadt den ortsansässigen Chirurgen unter Einsatz staatlicher Mittel Patienten abjagte, um diese als Potential für die geplante „Steuerung von Patientenströmen“ in das Kreiskrankenhaus zu benutzen. Daher beansprucht er seine Beteiligung am Verwaltungsverfahren des RP und habe beantragt, dem MVZ eine für erforderlich gehaltene Zustimmung zu verweigern. “Wir halten die Einrichtung eines MVZ für eine freiwillige Leistung des Kreises, die der Genehmigung des Regierungspräsidiums bedarf,“ erklärte hierzu Rechtsanwalt Harald Nickel von der Kanzlei NICKEL Rechtsanwälte als Bevollmächtigte des LAOH – Arztes.
Wenn der Erste Kreisbeigeordnete Schellhaas nunmehr in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken sucht, ein staatlich finanziertes MVZ in Reinheim bedrohe nicht die Existenz der niedergelassenen Chirurgen in der Region, weil lediglich Patienten betreut würden, die anderweitig nicht versorgt seien, so ist auch diese Aussage des Vertreters des Landkreises Darmstadt - Dieburg grob falsch und irreführend. Nach den gesetzlichen Vorgaben wird der Grad der Versorgung der Bevölkerung mit ambulanten kassenärztlichen Einrichtungen, bemessen am regionalen Bedarf fortwährend und zeitnah ermittelt. Für den Landkreis Darmstadt – Dieburg haben diese Erhebungen nicht nur eine ausreichende Versorgung, sondern vielmehr eine Überversorgung mit ambulanten chirurgischen Leistungen ergeben. Für das MVZ – Projekt in Reinheim bedeutet dies zweierlei: Weil die zum Ankauf stehende Praxis des verstorbenen Kollegen seit geraumer Zeit bereits weitgehend verwaist ist, muss das MVZ in Reinheim mit staatlichen Mitteln den Chirurgen der Region Patienten abjagen, um ausreichend „Patientenpotential“ für die beabsichtigte illegale „Steuerung von Patientenströmen“, wie es die Verantwortlichen des Kreises formulieren, zu gewinnen. Damit wird billigend die Vernichtung ärztlicher Existenzen und damit am Ende die Verschlechterung der regionalen Versorgung in Kauf genommen.
Statt die offensichtlich vorhandenen Mittel des Kreises seriös und legal in die Verbesserungen der Leistungsfähigkeit und des Angebots des Not leidenden Krankenhauses in Groß – Umstadt zu investieren, werde das Geld des Steuerzahlers in eine ambulante – chirurgische Einrichtung in Reinheim investiert, obwohl hier – amtlich festgestellt – für eine Betreuung der Patienten mehr als ausreichend gesorgt ist. Ein derartiges Vorgehen des Kreises in Kenntnis der Überversorgungssituation ist bereits deshalb skandalös, weil den Bürgern und den Entscheidungsträgern des Kreistags die Überversorgungssituation verschwiegen wurde und verschwiegen wird,“ so Dr. Wiederspahn – Wilz weiter. „Da muss man sich wirklich fragen, ob der Zustand des Kreiskrankenhauses wirklich so dramatisch ist, dass dessen Verantwortliche meinen, es nur noch mit derartigen Mitteln retten zu können,“ kommentiert Dr. Wiederspahn – Wilz abschließend.
Landesverband Ambulantes Operieren Land Hessen e.V. (LAOH):
Zeppelinstraße 2-4, 64625 Bensheim,
Tel.: 06251-68 08 80, Fax: 06251-68 08 81.
Erster Vorsitzender:
Dr. med. Thomas Wiederspahn-Wilz, Emma Klinik – Operative Medizin in Seligenstadt, Frankfurter Straße 51, 63500 Seligenstadt,
Tel.:06182-960-0, Fax:06182-960 251.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt: Detlef Hans Franke,
Tel.: 069 / 95 43 16 0, mobil 0171 / 41 42 811
eMail:
Der Landesverband Ambulantes Operieren Land Hessen e.V. (LAOH) ist ein Zusammenschluss von mehr als 265 operativ tätigen Anästhesisten und Operateuren in Hessen. Pro Jahr operie-ren diese Fachleute mehr als 150.000 Patienten. Der LAOH vertritt die Interessen dieser Ärzte und ihrer Patienten im Sinne einer bestmöglichen und gleichzeitig wirtschaftlichen medizinischen Versorgung.
Der in Ober-Ramstadt ansässige Chirurg wäre nach Aussage des LAOH – Vorsitzenden Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz unmittelbar davon betroffen, wenn das MVZ zum Zwecke des geplanten „Patientenschachers“ zu Gunsten des Not leidenden Kreiskrankenhauses Groß – Umstadt den ortsansässigen Chirurgen unter Einsatz staatlicher Mittel Patienten abjagte, um diese als Potential für die geplante „Steuerung von Patientenströmen“ in das Kreiskrankenhaus zu benutzen. Daher beansprucht er seine Beteiligung am Verwaltungsverfahren des RP und habe beantragt, dem MVZ eine für erforderlich gehaltene Zustimmung zu verweigern. “Wir halten die Einrichtung eines MVZ für eine freiwillige Leistung des Kreises, die der Genehmigung des Regierungspräsidiums bedarf,“ erklärte hierzu Rechtsanwalt Harald Nickel von der Kanzlei NICKEL Rechtsanwälte als Bevollmächtigte des LAOH – Arztes.
Wenn der Erste Kreisbeigeordnete Schellhaas nunmehr in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken sucht, ein staatlich finanziertes MVZ in Reinheim bedrohe nicht die Existenz der niedergelassenen Chirurgen in der Region, weil lediglich Patienten betreut würden, die anderweitig nicht versorgt seien, so ist auch diese Aussage des Vertreters des Landkreises Darmstadt - Dieburg grob falsch und irreführend. Nach den gesetzlichen Vorgaben wird der Grad der Versorgung der Bevölkerung mit ambulanten kassenärztlichen Einrichtungen, bemessen am regionalen Bedarf fortwährend und zeitnah ermittelt. Für den Landkreis Darmstadt – Dieburg haben diese Erhebungen nicht nur eine ausreichende Versorgung, sondern vielmehr eine Überversorgung mit ambulanten chirurgischen Leistungen ergeben. Für das MVZ – Projekt in Reinheim bedeutet dies zweierlei: Weil die zum Ankauf stehende Praxis des verstorbenen Kollegen seit geraumer Zeit bereits weitgehend verwaist ist, muss das MVZ in Reinheim mit staatlichen Mitteln den Chirurgen der Region Patienten abjagen, um ausreichend „Patientenpotential“ für die beabsichtigte illegale „Steuerung von Patientenströmen“, wie es die Verantwortlichen des Kreises formulieren, zu gewinnen. Damit wird billigend die Vernichtung ärztlicher Existenzen und damit am Ende die Verschlechterung der regionalen Versorgung in Kauf genommen.
Statt die offensichtlich vorhandenen Mittel des Kreises seriös und legal in die Verbesserungen der Leistungsfähigkeit und des Angebots des Not leidenden Krankenhauses in Groß – Umstadt zu investieren, werde das Geld des Steuerzahlers in eine ambulante – chirurgische Einrichtung in Reinheim investiert, obwohl hier – amtlich festgestellt – für eine Betreuung der Patienten mehr als ausreichend gesorgt ist. Ein derartiges Vorgehen des Kreises in Kenntnis der Überversorgungssituation ist bereits deshalb skandalös, weil den Bürgern und den Entscheidungsträgern des Kreistags die Überversorgungssituation verschwiegen wurde und verschwiegen wird,“ so Dr. Wiederspahn – Wilz weiter. „Da muss man sich wirklich fragen, ob der Zustand des Kreiskrankenhauses wirklich so dramatisch ist, dass dessen Verantwortliche meinen, es nur noch mit derartigen Mitteln retten zu können,“ kommentiert Dr. Wiederspahn – Wilz abschließend.
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Dr. med. Thomas Wiederspahn-Wilz, Emma Klinik – Operative Medizin in Seligenstadt, Frankfurter Straße 51, 63500 Seligenstadt,
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