Mehrheit der Schüler zwischen 14 und 16 Jahren möchte später mit Schulunterricht beginnen

Pressemitteilung von: Spiesser / PR Agentur: plümer)communications
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Die neue Ausgabe der Jugendzeitschrift SPIESSER erscheint am 10. September erstmals bundesweit
Repräsentative Umfrage des Jugendmagazins SPIESSER zeigt, dass sich viele Schüler um 8.00 Uhr noch nicht fit für den Unterricht fühlen / Schlafforscher sehen klare Indizien für höhere Leistungsfähigkeit und größeren Lernerfolg bei späterem Schulbeginn

Dresden, 7. September 2007 - Eine klare Mehrheit der 14- bis 16jährigen Schüler in Deutschland wünscht sich einen Schulbeginn nach 8.00 Uhr. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Jugendmagazins SPIESSER, die das Forsa-Institut Mitte August durchgeführt hat. Wie die Zeitschrift in ihrer am Montag (EVT 10.09.07) erscheinenden Ausgabe berichtet, sind 57 Prozent der Schüler zwischen 14 und 16 Jahren unzufrieden mit ihrem Schulbeginn. Rund 58 Prozent wünschen sich, dass die Schule erst nach 8.00 Uhr anfängt. Bei den 17- bis 19jährigen sind rund 47 Prozent für einen Schulstart nach acht.

Ein Großteil der Schüler fühlt sich nach den Recherchen von SPIESSER zum üblichen Schulbeginn um 7.30 Uhr noch nicht fit für den Unterricht. Das ist Schlafforschern zufolge wenig überraschend, denn die gängigen Schulanfangszeiten rauben Jugendlichen zwei Stunden Nachtschlaf. Ursächlich dafür ist der Biorhytmus Jugendlicher, die meist bis in die späten Abendstunden hellwach sind und vor Mitternacht kaum einschlafen können. „Schüler sind sogenannte Spättypen. Das heißt: spät ins Bett, spät raus,“ sagt Alexander Blau, Schlafforscher an der Charité Berlin. Eine optimale Leistungsfähigkeit ist demnach nur mit acht Stunden Schlaf möglich. „Richtig gute Performance schaffen Jugendliche erst ab 11, 12 Uhr mittags. Dann erst sollte Mathe unterrichtet werden,“ so Blau weiter. Sonst sind Leistungseinbußen die Folge: „Wenn morgens um 7.30 Uhr eine Arbeit geschrieben wird, fällt die Note bei gleichem Wissenstand eher schlechter aus als mittags“, so der Experte weiter.

Der Zusammenhang zwischen einem späteren Schulstart und besseren Schulergebnissen wurde mit mehren Untersuchungen bereits nachgewiesen. Länder mit späterem Schulstart wie Japan liegen beim Pisa-Vergleichstest in Fächern wie Mathe und Naturwissenschaften vorne. Auch eine Untersuchung der Northwestern University (Evanston/Chicago) belegt laut SPIESSER einen Zusammenhang zwischen Aufstehzeit und Lernerfolg.

Inzwischen wurde das Thema auch von einer Reihe von Politikern entdeckt: So etwa von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger, Ann Anders, bildungspolitische Sprecherin der Frankfurter Grünen und David McAllister, CDU-Fraktionsvorsitzender im Niedersächsischen Landtag. Doch eine Nachfrage von SPIESSER in sämtlichen Kultusministerien zeigt, dass an Veränderungen derzeit noch nirgendwo gedacht ist. „Ein früher Start in den Tag gehört in vielen Familien zum Alltag“ (Rheinland-Pfalz) heißt es etwa, „ein Schulbesuch um 8 Uhr herum hat sich bewährt“ (Hessen) oder „die Schulanfangszeiten stehen für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ (Hamburg) lauten etwa die Argumente.

Die Jugendzeitschrift SPIESSER erscheint am 10. September erstmals bundesweit mit einer Auflage von 1 Million Exemplaren und ist an rund 15.000 Schulen kostenlos erhältlich (www.spiesser.de).

Frank Plümer
SPIESSER-Pressesprecher

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Seit der Gründung im Jahr 1993 hat sich SPIESSER vom lokalen, unentgeltlich und mit ausschließlich durch Idealismus betriebenen Schülerprojekt zu einer wirtschaftlich arbeitenden Jugendzeitschrift gemausert, die mit einer Auflage von 300.000 Exemplaren in sechs Bundesländern Kultstatus
erlangt hat. Ab dem 10. September ist SPIESSER bundesweit mit einer Auflage von 1 Million Exemplaren an 15.000 Schulen kostenlos erhältlich.

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