24.08.2007 - 10:50 - Politik, Recht & Gesellschaft
Vietnam: Diskriminierung von Christen in Schule und bei staatlicher Förderung
Pressemitteilung von: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Keine Chance für mittellose Christen und Kinder von Dissidenten
Quang Nam – Frankfurt, 24. August 2007 – Kinder von Angehörigen ethnischer Minderheiten in Vietnam haben keine Chance auf eine staatliche Förderung, wenn sie Christen sind oder von „antirevolutionären Familien“ stammen. Das geht aus Dokumenten eines Gymnasiums aus der zentralvietnamesischen Provinz Quang Nam hervor, die der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Kopien vorliegen. Nach Angaben der IGFM setzen die vietnamesischen Behörden in den zentralvietnamesischen Provinzen Quang Nam und Quang Ngai neben der brutalen Verfolgung auch gezielte Diskriminierungsmaßnahmen gegen Christen ein. Christen werden aus allen humanitären oder Existenzgründungsprogrammen ausgeschlossen, wenn sie ihrem Glauben nicht abschwören.
Das Internat für Minderheiten-Schüler in Ka Dang teilte am 13. Juni 2007 ausdrücklich mit, dass Kinder von Mitgliedern „antirevolutionärer Organisationen“ an der Aufnahmeprüfung nicht teilnehmen dürfen. Kinder von Kriegsinvaliden, verstorbenen Soldaten oder Kriegsversehrten werden dagegen bevorzugt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Kinder von Soldaten, die im Vietnamkrieg auf der kommunistischen Seite gekämpft haben.
Außerdem gäbe es noch versteckte Kriterien. Nachdem der Schüler Phong Hong Phong am 19. Juni 2007 eine Zusage für die Aufnahmeprüfung erhalten hatte, teilte die Schule mit, dass er „als gläubiger Schüler“ nicht an der Prüfung teilnehmen darf. Der Schuldirektor gab am 2. Juli 2007 folgende widersprüchliche Entschuldigung: „Ich bitte Sie um Verständnis und Entschuldigung. Das Gymnasium Ka Dang diskriminiert keinesfall gläubige Kinder. Das Gymnasium kann nicht anders handeln, weil das Internat es so bestimmt hat“.
Mittellose Kinder aus ethnischen Minderheiten in der Provinz Quang Nam erhalten mit der Aufnahme in das Internat Ka Dang ein staatliches Stipendium. Ohne diese Förderung hätten sie wegen der Mittellosigkeit ihrer Eltern und sehr weiter Schulwege keine Chance für eine höhere Schuldbildung. Die Sozialistische Republik Vietnam erhielt in den vergangenen Jahren bedeutende Finanzhilfen aus dem Ausland für die Entwicklung von Gebieten in denen die ethnischen Minderheiten leben.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9
60388 Frankfurt am Main
Tel: 069 420 108-0
eMail:
Web: www.igfm.de
Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
Quang Nam – Frankfurt, 24. August 2007 – Kinder von Angehörigen ethnischer Minderheiten in Vietnam haben keine Chance auf eine staatliche Förderung, wenn sie Christen sind oder von „antirevolutionären Familien“ stammen. Das geht aus Dokumenten eines Gymnasiums aus der zentralvietnamesischen Provinz Quang Nam hervor, die der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Kopien vorliegen. Nach Angaben der IGFM setzen die vietnamesischen Behörden in den zentralvietnamesischen Provinzen Quang Nam und Quang Ngai neben der brutalen Verfolgung auch gezielte Diskriminierungsmaßnahmen gegen Christen ein. Christen werden aus allen humanitären oder Existenzgründungsprogrammen ausgeschlossen, wenn sie ihrem Glauben nicht abschwören.
Das Internat für Minderheiten-Schüler in Ka Dang teilte am 13. Juni 2007 ausdrücklich mit, dass Kinder von Mitgliedern „antirevolutionärer Organisationen“ an der Aufnahmeprüfung nicht teilnehmen dürfen. Kinder von Kriegsinvaliden, verstorbenen Soldaten oder Kriegsversehrten werden dagegen bevorzugt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Kinder von Soldaten, die im Vietnamkrieg auf der kommunistischen Seite gekämpft haben.
Außerdem gäbe es noch versteckte Kriterien. Nachdem der Schüler Phong Hong Phong am 19. Juni 2007 eine Zusage für die Aufnahmeprüfung erhalten hatte, teilte die Schule mit, dass er „als gläubiger Schüler“ nicht an der Prüfung teilnehmen darf. Der Schuldirektor gab am 2. Juli 2007 folgende widersprüchliche Entschuldigung: „Ich bitte Sie um Verständnis und Entschuldigung. Das Gymnasium Ka Dang diskriminiert keinesfall gläubige Kinder. Das Gymnasium kann nicht anders handeln, weil das Internat es so bestimmt hat“.
Mittellose Kinder aus ethnischen Minderheiten in der Provinz Quang Nam erhalten mit der Aufnahme in das Internat Ka Dang ein staatliches Stipendium. Ohne diese Förderung hätten sie wegen der Mittellosigkeit ihrer Eltern und sehr weiter Schulwege keine Chance für eine höhere Schuldbildung. Die Sozialistische Republik Vietnam erhielt in den vergangenen Jahren bedeutende Finanzhilfen aus dem Ausland für die Entwicklung von Gebieten in denen die ethnischen Minderheiten leben.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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60388 Frankfurt am Main
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Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der Person, die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs- Religions- und Pressefreiheit die wichtigsten Menschenrechte. Ohne sie kann es weder Frieden noch sozialen Fortschritt geben. Die Grundlage ihrer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
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