20.08.2007 - 01:18 - Gesundheit & Medizin
Tote tragen keine Karos: Obduktion und Leichenschau
Pressemitteilung von: medicalpicture gmbhPR Agentur: medicalpicture
Als Leichenschau bezeichnet man die äußere Untersuchung der sterblichen Überreste eines Menschen um Ursachen und Umstände des Todes zu erörtern. Eine Obduktion auch als Autopsie oder Sektion bezeichnet, ist die Eröffnung eines menschlichen Leichnams zwecks Feststellung der Todesursache. medicalpicture hat ein Feature mit Informationen rund um dieses Thema und viele Bilder, Fotos und Grafiken zu den Thanatologie, Autopsie und Tod in der Gesellschaft zusammengestellt.
Quicklink: leichenschau.medicalpicture.de
“Die Anatomie war mir auch deshalb doppelt wert, weil sie mich den widerwärtigsten Anblick ertragen lehrte, indem sie meine Wißbegierde befriedigte.” - Johann Wolfgang von Goethe
Die Leichenschau
Eine Leichenschau ist, die äußere Inspektion eines Leichnams welche durch einen Arzt schon am Auffindeort vorgenommen werden sollte. Es dient primär zur Feststellung des Todes bzw. der sicheren Todeszeichen. Bei einer Leichenschau sollte diese vollständig entkleidet und entsprechende Beleuchtung vorhanden sein.
Sichere Todeszeichen sind:
Totenstarre: Am Kiefergelenk nach 2-3, am Körper nach 8 -10 Stunden; spontane Lösung nach 2 Tagen, vollständige Lösung nach 3-4 Tagen
Totenflecke; ab ca. 30 Min.
Konfluierende Totenflecke: ab 2 - 4 Stunden, nach 12 Stunden post mortem nicht mehr wegdrückbar
Fäulniserscheinungen (grüne Bauchdecke): ab ca. 2 Tagen
Mit dem Leben nicht zu vereinbarende Verletzungen: z.B. Dekapitation oder Durchtrennung des Rumpfes
Kritik an der Leichenschau
Viele Ärzte scheinen vor Ort mit der so genannten Leichenschau überfordert zu sein. Wie das „Deutsche Ärzteblatt“ jetzt meldete, halten die Justizminister von Bund und Ländern das Thema “Leichenschau” für „klärungsbedürftig“. Verwiesen wird dabei auf eine Untersuchung von Prof. Bernd Brinkmann, vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster, aus dem Jahr 1993. Dabei wurden 350 Tote untersucht, bei denen der leichanschauhaltende Arzt eine natürliche Todesursache bescheinigt hatte. In Wirklichkeit sind bei genauer rechtsmedizinischer Untersuchung 92 der Untersuchten an einem unnatürlichen Tod gestorben. Dazu zählten Unfall, Drogenvergiftung und auch Mord.
Weblinks
leichenschau.medicalpicture.de leichenschau.medicalpicture.de/
Informationen zur ärztlichen Leichenschau www.aerztekammer-bw.de/20/leichenschau/index.html
Bilder in der Bilddatenbank http://http//bilddatenbank.medicalpicture.de/mappe/17274619
Thomas Schmidt
medicalpicture® GmbH
de: Presse, PR, Marketing
e-mail:
fon: +49-221-92053-580
fax: +49-221-92053-133
hotline: 0800 6334742 (nationale hotline)
skype: medicalpicture
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
presse-de: www.medicalpicture.net
home-de: www.medicalpicture.de
bilddatenbank: bilddatenbank.medicalpicture.de/mappe/11277
ie medicalpicture GmbH wurde 2002 gegründet. medicalpicture betreibt die in Deutschland am schnellsten wachsende, webbasierte Bilddatenbank mit rund 100.000 Bildern aus den Bereichen Gesundheit, Medizin, Pharma und Wissenschaft. Die überwiegende Mehrheit der Bildautoren wird national und international auf exklusiver Basis vertreten. Neben der Syndizierung von Bildmedien bietet medicalpicture Lösungen und Dienstleistungen rund um Bilddatenbanken, Bildmanagement und Imagemanagement für die Industrie.
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Die Leichenschau
Eine Leichenschau ist, die äußere Inspektion eines Leichnams welche durch einen Arzt schon am Auffindeort vorgenommen werden sollte. Es dient primär zur Feststellung des Todes bzw. der sicheren Todeszeichen. Bei einer Leichenschau sollte diese vollständig entkleidet und entsprechende Beleuchtung vorhanden sein.
Sichere Todeszeichen sind:
Totenstarre: Am Kiefergelenk nach 2-3, am Körper nach 8 -10 Stunden; spontane Lösung nach 2 Tagen, vollständige Lösung nach 3-4 Tagen
Totenflecke; ab ca. 30 Min.
Konfluierende Totenflecke: ab 2 - 4 Stunden, nach 12 Stunden post mortem nicht mehr wegdrückbar
Fäulniserscheinungen (grüne Bauchdecke): ab ca. 2 Tagen
Mit dem Leben nicht zu vereinbarende Verletzungen: z.B. Dekapitation oder Durchtrennung des Rumpfes
Kritik an der Leichenschau
Viele Ärzte scheinen vor Ort mit der so genannten Leichenschau überfordert zu sein. Wie das „Deutsche Ärzteblatt“ jetzt meldete, halten die Justizminister von Bund und Ländern das Thema “Leichenschau” für „klärungsbedürftig“. Verwiesen wird dabei auf eine Untersuchung von Prof. Bernd Brinkmann, vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster, aus dem Jahr 1993. Dabei wurden 350 Tote untersucht, bei denen der leichanschauhaltende Arzt eine natürliche Todesursache bescheinigt hatte. In Wirklichkeit sind bei genauer rechtsmedizinischer Untersuchung 92 der Untersuchten an einem unnatürlichen Tod gestorben. Dazu zählten Unfall, Drogenvergiftung und auch Mord.
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