17.08.2007 - 16:47 - Energie & Umwelt
„Genfrei Gehen" verdoppelt die Zahl der Mitwanderer binnen einer Woche
Pressemitteilung von: RAPUNZEL NATURKOST AG / PR Agentur: organic Marken-Kommunikation GmbH
Die Wanderer der Aktion "Genfrei Gehen" werden in Göttingen von einer 11-köpfigen Frauen-Samba-Gruppe empfangen.
Auf seiner letzten Station in Norddeutschland wurden Joseph Wilhelm und seine steten Begleiter von einer 11-köpfigen Frauen-Samba-Gruppe „Bacalao“ empfangen. Sie geleiteten die Wanderer zum „Jungen Theater“, wo eine weitere Informationsveranstaltung zum Thema „Grüne Gentechnik“ stattfand. Hier besonders spannend: Die Referenten, Thomas Heinze, Kultursaat e.V., Achim Hübner, Landvolk Göttingen Kreisbauernverband e.V. , Eberhardt Prunzel-Ulrich, Bio-Bauer und Dipl.-Agraringenieur, und Dr. Christian Schüler, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel/Witzenhausen, vertraten die Positionen Pro und Kontra Gentechnik, so dass eine rege Diskussion um die Vor- und Nachteile in Gang kam. Dabei ging es auch um die Frage des Nutzens und des Profits für die Bauern. Innerhalb des Bauernverbandes wird nach Aussage von Achim Hübner das Thema „Gentechnik“ sehr intensiv und kontrovers diskutiert. Letztendlich diktiere der Markt ob Gentechnik zum Einsatz kommt – nicht die Bauern und entscheiden müsse es die Politik. Von den Bauern werden Chancen in der Technologie gesehen, die ökonomische Vorteile bringen könnte, da wir uns in einem Massenproduktmarkt befinden, wo kostengünstige Produktion ein wichtiger Punkt ist. Dr. Christian Schüler relativiert die Aussagen, denn nach über 10 Jahren Forschung sind gerade zwei Ergebnisse erzielt worden: die Resistenz gegen Pestizide und Insekten. Auch die ökonomischen Vorteile sind nach längeren Erfahrungen und Auswertungen in Kanada gering und lediglich 10 % der Bauern profitieren davon. Er warnt vor allem vor der Abhängigkeit der Bauern vom Saatguthersteller. Ein Thema welches auch der Dokumentarfilm „Das Leben außer Kontrolle“ am Beispiel der Baumwolle aufgreift. Eberhard Prunzel-Ulrich und Thomas Heinze schildern die Hilflosigkeit der Landwirte: „Es wird viel zu wenig und zu einseitig informiert – keine kritische Berichterstattung und für die Bio-Bauern kommt die Gentechnik einem Berufsverbot gleich, wenn Sie über kurz oder lang ihre Produkte nicht mehr vermarkten können – Koexistenz ist nicht möglich.“
Gut besucht von einem sehr interessierten Publikum war es schnell 23 Uhr und Zeit Kraft zu tanken für die nächsten Etappen. Entlang der Grenze zu Thüringen durchwandert Joseph Wilhelm nun Hessen und auch der nächste Informationsabend am Mittwoch, den 22. August 2007 in Fulda, verspricht spannend zu werden ...
Pressekontakt:
„Genfrei Gehen“
c/o RAPUNZEL NATURKOST AG
Heike Kirsten
Tel.: 08330/ 529-1134
Mobil: 0170/ 7842501
organic Marken-Kommunikation GmbH
Julia Hameister
Tel.: 069/750 688 14
Mobil: 0176/ 20536204
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Über Joseph Wilhelm und die Idee „Genfrei Gehen“
Die Begeisterung fürs Laufen über längere Distanzen hat Joseph Wilhelm schon vor sieben Jahren gezeigt, als er sich auf den Jakobsweg begab. In diesem Sommer wollte er eigentlich „nur“ eine Auszeit nehmen, ganz kontemplativ durch Deutschland wandern und gelegentlich einen Vortrag über Gentechnik halten. In Gesprächen mit Freunden und Bekannten und in seiner täglichen Arbeit bei RAPUNZEL NATURKOST AG entwickelte sich eine Eigendynamik, die zeigte, wie wichtig es ist, aktiv ein Zeichen zu setzen für eine gentechnikfreie Zukunft. Und das nicht nur mit Anstand und Moral, sondern vor allem mit Freude und Spaß. Die Aktion „Genfrei Gehen“ soll den Menschen Mut machen, Eigenverantwortung zu übernehmen und im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten aktiv zu werden. Die Aktion "Genfrei Gehen", der Marsch für eine gentechnikfreie Welt, startete am 28. Juli 2007 mit rund 200 begeisterten Mitwanderern in Lübeck.
Joseph Wilhelm freut sich, viele Menschen auf dem Weg begrüßen und kennen lernen zu dürfen.
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