15.08.2007 - 14:45 - Energie & Umwelt
Keine Klima schützenden Ersatzhandlungen
Pressemitteilung von: UnternehmensGrün
UnternehmensGrün e.V., Bundesverband der Grünen Wirtschaft, wendet sich entschieden gegen Äußerungen des BDI-Präsidenten Jürgen Thumann, wonach er mit Blick auf die Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg am 23. und 24. August dafür plädiert, dass „mit deutschen Klimatechnologien die Treibhausgasemissionen in anderen Ländern – vor allem den Schwellenländern – zu senken seien“. „Diese Haltung und Signalwirkung seitens des Wortführers der deutschen Industrie ist unverantwortlich“, so Nina Scheer, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün. Nicht nur das Zuwachspotential an heimischen Arbeitsplätzen und eine mit dem hiesigen Ausbau klimafreundlicher Technologien zusammenhängende volkswirtschaftliche Entlastung werde dabei klein geredet. Problematisch sei vor allem, dass mit derartigen Forderungen der Blick für Verantwortlichkeiten von Treibhausgasemissionen verwässert werde. „Die Industrienationen haben zudem für die Entwicklungs- und Schwellenländer eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion. Aufgrund eines so zu erwartenden und in der Vergangenheit bereits bewiesenen Nachahmeffektes müssen klimaschützende Technologien dort eingesetzt werden, wo es angesichts ihrer Quantität am dringlichsten ist, Emissionen zu vermeiden. Alles andere wäre unglaubwürdig und global betrachtet unverantwortlich“, so Nina Scheer. BDI-Präsident Thumann solle sich den Realitäten stellen, wonach die einzige von ihm angemahnte Bezahlbarkeit von Klimaschutzzielen in der breitest möglichen Anwendung klimaschützender Technologien liege, nicht in deren Auslagerung, so Nina Scheer weiter. „Wir können es uns sowohl außen- als auch klimapolitisch nicht leisten, dass uns in Industrialisierung befindliche Länder vorhalten werden, sie stünden für einen Ausbau klimaschützender Technologien nicht zur Verfügung, auf deren Einsatz in Deutschland aus volkswirtschaftlichen Gründen verzichtet werde“. Aus diesem Blickwinkel sollte nicht zuletzt auch die Anwendung der Flexiblen Mechanismen des Kyoto-Übereinkommens überdacht werden.
UnternehmensGrün e.V.
Bundesverband der grünen Wirtschaft
Wielandstr. 17
D 10629 Berlin
T +49 (0)30 325 99 683
F +49 (0)30 325 99 682 (noch nicht frei geschaltet)
T +49 (0)700 8434 7358
Pressekontakt:
Nina Scheer
Geschäftsführerin
mobil 0173 6204052
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

www.unternehmensgruen.de
UnternehmensGrün wirkt durch ökologisch motivierte Lobbyarbeit – als gemeinnütziger Verein, politisch und wirtschaftlich unabhängig - aktiv an der Realisierung einer umwelt- und zugleich sozialverträglichen Marktwirtschaft mit und erfüllt hiermit einen umweltschutzpolitischen Auftrag. Als Bundesverband der grünen Wirtschaft tritt UnternehmensGrün auf der Ebene von Politik und Wirtschaft für Rahmenbedingungen ein, die es Unternehmerinnen und Unternehmern gewährleisten, unter Vermeidung negativer Umwelteinflüsse auf dem Markt zu bestehen bzw. in ihn einzutreten.
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