13.08.2007 - 09:47 - Politik, Recht & Gesellschaft
Überwachung und Restriktionen in Lhasa und Umgebung ausgeweitet
Pressemitteilung von: IGFM München
Dem Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD), Dharamsala, liegen bestätigte und zuverlässige Informationen über Vorgänge in Tibet vor, die durch den Hungerstreik ausgelöst wurden, den junge Tibeter in Delhi durchführten und bei dem sie von vielen tausend Tibetern aus allen Lebensbereichen begleitet wurden. Diese eindrucksvolle Kundgebung hat die Tibeter in Tibet tief berührt.
Zuverlässigen Informationen zufolge haben die chinesischen Behörden in Lhasa und Umgebung strikte Anweisungen an alle Reisebüros erteilt, daß sie während der nächsten Tage keinerlei Hilfe oder Beistand für im Ausland lebende Tibeter erbringen dürfen, die nach Lhasa reisen wollen. Im Falle der Zuwiderhandlung werden ihnen folgenschwere Konsequenzen wie die Schließung ihrer Agenturen angedroht.
Die Reisebüros wurden angewiesen, Tibetern gegenüber, die aus Amerika anreisen, besonders wachsam zu sein. Im Zuge der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen ordneten die chinesischen Behörden an, das Public Security Bureau (PSB) von Lhasa solle die Bettler in den Straßen zusammentreiben und sie den Behörden ihrer Herkunftsorte übergeben. Den Bettlern wurde nachdrücklich befohlen, sich nie wieder in den Straßen von Lhasa sehen zu lassen.
Alle Teehäuser, Internetcafés, Telefonzellen usw. in den Straßen und Gassen um den Barkhor (Zentralmarkt) werden von Beamten in Zivilkleidung durchkämmt. Ihre Anzahl soll beträchtlich erhöht worden sein, damit jeder Widerstand im Keim erstickt werden kann. Verstärkte Kontrollen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wurden auch auf Büros, Schulen, die Behausungen ehemaliger politischer Gefangener und die Wohnungen politisch verdächtiger Personen ausgedehnt. Weiter heißt es, die Behörden hätten bereits Ermittlungen angestellt und würden die Bewegungen der betreffenden Personen genau im Auge behalten, jedoch liegen bisher noch keine Nachrichten über Verhaftungen vor.
Das TCHRD ist sehr besogt über die Ausweitung der Restriktionen in Lhasa und Umgebung. Derartige Einschränkungen und Kontrollen sind oft der Vorbote gravierender Verletzungen der fundamentalen Menschenrechte der Tibeter, die von den Behörden im Namen der Aufrechterhaltung von "Stabilität und Sicherheit" begangen werden. Wir appellieren an die chinesischen Behörden, die Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen und Überwachung wieder zurückzunehmen und das normale Leben der Tibeter nicht zu behindern.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft fur Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
Jürgen Thierack, Rudolfstr. 1, 82152 Planegg
Tel. (+49 89) 85 98 440 oder (+49 89) 811 35 74, Fax 871 39 357
, www.igfm-muenchen.de
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit. Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter
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Zuverlässigen Informationen zufolge haben die chinesischen Behörden in Lhasa und Umgebung strikte Anweisungen an alle Reisebüros erteilt, daß sie während der nächsten Tage keinerlei Hilfe oder Beistand für im Ausland lebende Tibeter erbringen dürfen, die nach Lhasa reisen wollen. Im Falle der Zuwiderhandlung werden ihnen folgenschwere Konsequenzen wie die Schließung ihrer Agenturen angedroht.
Die Reisebüros wurden angewiesen, Tibetern gegenüber, die aus Amerika anreisen, besonders wachsam zu sein. Im Zuge der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen ordneten die chinesischen Behörden an, das Public Security Bureau (PSB) von Lhasa solle die Bettler in den Straßen zusammentreiben und sie den Behörden ihrer Herkunftsorte übergeben. Den Bettlern wurde nachdrücklich befohlen, sich nie wieder in den Straßen von Lhasa sehen zu lassen.
Alle Teehäuser, Internetcafés, Telefonzellen usw. in den Straßen und Gassen um den Barkhor (Zentralmarkt) werden von Beamten in Zivilkleidung durchkämmt. Ihre Anzahl soll beträchtlich erhöht worden sein, damit jeder Widerstand im Keim erstickt werden kann. Verstärkte Kontrollen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wurden auch auf Büros, Schulen, die Behausungen ehemaliger politischer Gefangener und die Wohnungen politisch verdächtiger Personen ausgedehnt. Weiter heißt es, die Behörden hätten bereits Ermittlungen angestellt und würden die Bewegungen der betreffenden Personen genau im Auge behalten, jedoch liegen bisher noch keine Nachrichten über Verhaftungen vor.
Das TCHRD ist sehr besogt über die Ausweitung der Restriktionen in Lhasa und Umgebung. Derartige Einschränkungen und Kontrollen sind oft der Vorbote gravierender Verletzungen der fundamentalen Menschenrechte der Tibeter, die von den Behörden im Namen der Aufrechterhaltung von "Stabilität und Sicherheit" begangen werden. Wir appellieren an die chinesischen Behörden, die Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen und Überwachung wieder zurückzunehmen und das normale Leben der Tibeter nicht zu behindern.
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Internationale Gesellschaft fur Menschenrechte (IGFM)
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