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Neues neurologisches Befund- und Dokumentationssystem in der Universitätsmedizin Göttingen entwickelt

30.07.200716:35 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Neues neurologisches Befund- und Dokumentationssystem in der Universitätsmedizin Göttingen entwickelt
Von links: Dipl.-Ing. Markus Mladek (MBM), Michael Heinlein (Geschäftsführer MEDNOVO GmbH), Dr. Hans-Joachim Conrad (Vorstand Wirtschaftsführung und Administration), Prof. Dr. Walter Paulus (Direktor
Von links: Dipl.-Ing. Markus Mladek (MBM), Michael Heinlein (Geschäftsführer MEDNOVO GmbH), Dr. Hans-Joachim Conrad (Vorstand Wirtschaftsführung und Administration), Prof. Dr. Walter Paulus (Direktor

(openPR) „NEMESYS“: Kooperation bei Vermarktung des neuen Systems zwischen Universitätsmedizin Göttingen, MBM ScienceBridge und der Firma MEDNOVO

Ein innovatives neurologisches Befund- und Dokumentationssystem mit dem Namen „NEMESYS“ ist in der Abteilung Klinische Neurophysiologie der Universitätsmedizin Göttingen entwickelt worden. Die inhaltliche Federführung haben Prof. Dr. Walter Paulus (Direktor der Abteilung Klinische Neurophysiologie) und Priv. Doz. Dr. Frithjof Tergau, die technische Entwicklung hat Dipl. Phys. Jan Lessing (Fakultät für Physik) umgesetzt.



Die MBM ScienceBridge GmbH, der universitätseigene Technologietransferdienstleister, hat als Lizenzpartner für NEMESYS die Firma MEDNOVO Medical Software Solutions GmbH aus Berlin gewinnen können. „Diese Partnerschaft von Wissenschaft und Wirtschaft ist wieder ein gutes Beispiel dafür, wie Innovationen des Hauses für den einzelnen Wissenschaftler und für die Universitätsmedizin Göttingen finanziell sinnvoll in ein marktfähiges Produkt umgesetzt werden“, sagt Dr. Hans-Joachim Conrad, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der Universitätsmedizin. Die beiden Partner unterzeichneten jetzt einen Kooperationsvertrag.

NEMESYS ist in seiner Funktion und Einsetzbarkeit in der Neurologie ein Novum: NEMESYS ist eine datenbankbasierte Client-Server-Applikation. Durch ihre digitale Anbindung an neurologische Ableitungsgeräte (z.B. EEG, EMG) ist es möglich, erstmals an verschiedenen vernetzten Arbeitsplätzen zu arbeiten. Zudem vereinfacht und standardisiert NEMESYS die Befunddokumentation im Bereich der Klinischen Neurophysiologie. Das neue System stellt Befundungsmodule für die wesentlichen neurodiagnostischen Untersuchungsverfahren bereit (EEG, EMG, EVP, transkranielle Magnetstimulation, Doppler-/Duplex-Sonografie und EEG-Monitoring).

NEMESYS wurde von der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) zertifiziert. Der Umfang der Dokumentation sowie die Struktur und Klassifikation der Befundungsmodule wurden in Absprache mit der DGKN entwickelt. Sie orientieren sich an internationalen Dokumentationsstandards. „Wir freuen uns, mit der Firma MEDNOVO einen innovativen Partner gefunden zu haben, der das von uns entwickelte System NEMESYS nicht nur auf den Markt bringen, sondern auch weiterentwickeln wird“, sagt Professor Paulus.

Die Firma MEDNOVO bietet das System jetzt als Ergänzung zu seinem bestehenden Bild- und Befunddokumentationssystem in der Funktionsdiagnostik an. Michael Heinlein, Geschäftsführer der MEDNOVO Medical Software Solutions GmbH, sagt: „Mit der Übernahme von NEMESYS können wir unser System inhaltlich sehr gut ergänzen. Wir werden es national und international anbieten.“

Im praktischen Einsatz ist NEMESYS neben dem Universitätsklinikum Göttingen auch im Klinikum Bremen-Ost und im Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Universitätsmedizin Göttingen
Abt. Klinische Neurophysiologie
Prof. Dr. Walter Paulus
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
E-Mail: E-Mail

MBM ScienceBridge GmbH
Hans-Adolf-Krebs-Weg 1
37077 Göttingen
Tel.: 0551 / 39-12743
E-Mail: E-Mail

MEDNOVO Medical Software Solutions GmbH
Bundesallee 13 - 14
10719 Berlin
Tel.: 030 / 3940 6666
Fax: 030 / 3940 6669
E-Mail: E-Mail

In der Abteilung Klinische Neurophysiologie der Universitätsmedizin Göttingen liegt der Schwerpunkt der Forschung auf den Gebieten Epilepsie und Morbus Parkinson sowie in der Weiterentwicklung der in NEMESYS dokumentierten Methoden. Zudem soll eine englischsprachige NEMESYS-Version diesen Dokumentationsstandard auch in die angelsächsischen Länder tragen.

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